
Empowering Women @ XL2: Wie Diversität und fachliche Exzellenz Hand in Hand gehen
Sabine Blumthaler, Managing Consultant und Team Lead SAP Security & Authorization bei XL2, navigiert täglich im Spannungsfeld zwischen Corporate-Kultur und Consulting-Mindset. Das Joint Venture von Audi und Capgemini bietet ihr nicht nur die Möglichkeit, in hochspezialisierten SAP-Sicherheitsprojekten zu arbeiten, sondern auch als treibende Kraft der Women’s Initiative „Empowering Women @ XL2″ zu agieren. Im Interview erklärt sie, wie sie fachliche Exzellenz und Diversität in ihrem Team vereint und warum gerade in Zeiten zurückgefahrener Diversity-Programme ein starkes Signal für Gleichstellung wichtig ist.
Sabine, XL2 ist noch ein junges Joint Venture von Audi und Capgemini. Was macht das Unternehmen für dich besonders?
XL2 ist ein spannendes Joint Venture, das die Stärken von Audi und Capgemini vereint. Was das Unternehmen für mich besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus der Innovationskraft eines führenden Automobilherstellers und der Expertise eines globalen Beratungsunternehmens. Diese Synergie ermöglicht es uns, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die sowohl technologische als auch geschäftliche Anforderungen erfüllen.
Das Unternehmen hat eine starke Unternehmenskultur und bietet ein unterstützendes Arbeitsumfeld. Drei zentrale Werte stehen bei uns im Mittelpunkt und machen die XL2 so besonders: Offenheit, Empowerment und Excellence. Die Werte des Unternehmens stimmen mit meinen persönlichen Überzeugungen überein, und es gibt viele Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Dazu kommt noch, dass wir bei XL2 ein sehr kollegiales Verhältnis haben, jeder hilft jedem und durch unsere flachen Hierarchien können wir schnell und effektiv Themen angehen und Lösungen finden.
Audi als Mutterkonzern, Capgemini als Beratungsriese – wie ist es, in diesem Spannungsfeld zwischen Corporate-Kultur und Consulting-Mindset zu arbeiten? Welche Vorteile, aber auch Reibungspunkte ergeben sich daraus?
Die Kombination aus Audi als Mutterkonzern und Capgemini als internationalem Beratungsunternehmen bringt sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit, von den Stärken beider Welten zu profitieren. Audi bietet eine stabile und strukturierte Corporate-Kultur, die auf langjähriger Erfahrung und etablierten Prozessen basiert. Dies schafft eine solide Grundlage für Projekte und sorgt für eine gewisse Sicherheit und Verlässlichkeit. Auf der anderen Seite bringt Capgemini als Beratungsunternehmen eine dynamische und flexible Denkweise mit, die Innovation und Anpassungsfähigkeit fördert. Diese Kombination ermöglicht es, kreative und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den spezifischen Anforderungen der Kunden gerecht werden.
Natürlich gibt es auch Reibungspunkte, die sich aus den unterschiedlichen Kulturen ergeben können. Die Corporate-Kultur von Audi kann manchmal als zu starr und bürokratisch empfunden werden, während das Consulting-Mindset von Capgemini möglicherweise als zu schnelllebig wahrgenommen wird.
Eine offene und transparente Kommunikation ist entscheidend – alle Teammitglieder sind über die Ziele, Erwartungen und Fortschritte des Projekts informiert
Sabine Blumthaler // XL2
Wie wirkt sich dieses Spannungsfeld auf Projekte aus – und was kannst du tun, um das Ganze zu moderieren oder Konflikte zu vermeiden?
Das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Kulturen wirkt sich auf Projekte aus, indem es sowohl Herausforderungen als auch Chancen schafft. Es erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von den Projektteams, um die unterschiedlichen Erwartungen und Arbeitsweisen zu harmonisieren. Gleichzeitig bietet es die Möglichkeit, innovative Ansätze zu entwickeln und neue Perspektiven zu gewinnen, die zu erfolgreichen Projektergebnissen führen können.
Um mit den Herausforderungen umzugehen, die sich aus der Kombination von Corporate-Kultur und Consulting-Mindset ergeben, habe ich für mich einige Strategien entwickelt: Eine offene und transparente Kommunikation ist entscheidend. Ich stelle sicher, dass alle Teammitglieder über die Ziele, Erwartungen und Fortschritte des Projekts informiert sind. Regelmäßige Meetings und Updates helfen, Missverständnisse zu vermeiden und alle auf dem gleichen Stand zu halten.
Es ist wichtig, flexibel zu bleiben und sich an die unterschiedlichen Arbeitsweisen anzupassen. Ich versuche, die Stärken beider Kulturen zu nutzen, indem ich die strukturierten Prozesse von Audi mit der dynamischen Denkweise von Capgemini kombiniere. Dies ermöglicht es, innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl stabil als auch anpassungsfähig sind.
Ich ermutige mein Team und Projektteams, offen für neue Ideen zu sein und voneinander zu lernen. Durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen können wir die besten Praktiken beider Kulturen integrieren und so die Projektziele effizienter erreichen.
Nun einmal zu dir selbst: Als Team Lead SAP Security & Authorization bewegst du dich in einem hochspezialisierten und sicherheitskritischen Bereich. Wie bist du zu diesem Spezialgebiet gekommen und was sind dabei die großen Herausforderungen?
Während meiner ersten Jahre in der Buchhaltung habe ich erstmals Kontakt mit sensiblen Unternehmensdaten gehabt. In den ersten Berufserfahrungen war mir jedoch gar nicht so bewusst, wie wichtig es ist, SAP-Systeme vor unbefugten Zugriffen zu schützen und sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen Zugang zu bestimmten Informationen haben. Nach der Buchhaltung ging es für mich dann direkt in den SAP-Bereich, in dem ich dann immer mehr den technischen Bezug zu Daten bekommen habe. Erst jedoch als ich in die Revisionsabteilung eines großen Handelskonzerns gewechselt bin, habe ich den Fokus auf SAP-Sicherheit gelegt.
Im Bereich SAP-Security gibt es derzeit mehrere Herausforderungen, die Unternehmen bewältigen müssen. Dazu gehören die Komplexität der Systeme, die es schwierig macht, alle Sicherheitsaspekte zu überwachen und zu verwalten, sowie die Erfüllung ständig wechselnder gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen.
Die Verwaltung von Benutzerberechtigungen ist ebenfalls eine große Herausforderung, da sichergestellt werden muss, dass Benutzer nur Zugriff auf die Daten und Funktionen haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. SAP-Systeme sind zudem ein attraktives Ziel für Cyberangriffe, was eine ständige Überwachung und Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen erfordert. Die Integration mit anderen Systemen erhöht die Komplexität der Sicherheitsverwaltung und erfordert sorgfältige Koordination. Schließlich müssen Mitarbeiter regelmäßig geschult werden, um sich der Sicherheitsrisiken bewusst zu sein und die besten Praktiken zu befolgen.
SAP S/4HANA-Transformationen gehören zum Kerngeschäft von XL2. Welche besonderen Herausforderungen siehst du dabei aus Security-Perspektive, insbesondere in der Automobilindustrie?
In der Automobilbranche gibt es spezifische OEM-Anforderungen (Original Equipment Manufacturer), die besondere Sicherheitsaspekte erfordern. Diese Anforderungen betreffen sowohl die IT-Sicherheit als auch die physische Sicherheit der Fahrzeuge und der Produktionsprozesse. in umfassendes Sicherheitskonzept umfasst mehrere zentrale Aspekte. An erster Stelle steht die Datensicherheit, also der Schutz sensibler Informationen wie Kunden-, Fahrzeug- oder Produktionsdaten. Dies beinhaltet unter anderem die Verschlüsselung, den sicheren Datentransfer sowie den Schutz vor unbefugtem Zugriff. Eng damit verbunden ist ein effektives Zugriffsmanagement, das sicherstellt, dass nur autorisierte Personen Zugang zu bestimmten Daten und Systemen erhalten – basierend auf klar definierten Rollen und Berechtigungen.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Netzwerksicherheit. Um externe Angriffe zu verhindern, müssen Firewalls, Intrusion Detection Systems (IDS) und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen implementiert werden. Ebenso essenziell ist ein konsequentes Patch-Management: Nur durch regelmäßige Updates und das Schließen bekannter Sicherheitslücken kann ein System dauerhaft geschützt werden.
Darüber hinaus spielt die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen eine zentrale Rolle. Datenschutzgesetze, branchenspezifische Standards und Sicherheitsrichtlinien müssen konsequent beachtet werden. Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Regelmäßige Schulungen helfen, Sicherheitsbewusstsein zu schaffen und menschliche Fehler zu minimieren.
Nicht zuletzt ist ein klar definierter Incident-Response-Plan unerlässlich. Nur wenn im Ernstfall schnell und strukturiert reagiert werden kann, lassen sich Schäden begrenzen und die Sicherheit nachhaltig gewährleisten.
Diese Sicherheitsaspekte sind entscheidend, um die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Systeme und Daten in der Automobilbranche zu gewährleisten.
XL2 ist sowohl in der Automobilbranche als auch im SAP-Bereich tätig. Welche spezifischen Aufgaben und Hürden siehst du für Consultants in diesem Bereich?
SAP-Consultants stehen vor der Herausforderung, komplexe Systemlandschaften zu verstehen und zu transformieren – insbesondere bei Migrationen zu S/4HANA. Dabei müssen sie tief in Geschäftsprozesse eintauchen, individuelle Anforderungen technisch umsetzen und gleichzeitig Sicherheits- und Compliance-Vorgaben wie DSGVO oder ISO-Normen berücksichtigen.
Neben technischem Know-how ist kommunikative Stärke gefragt: Sie müssen Fachbereiche einbinden, Change-Prozesse begleiten und Akzeptanz schaffen. Denn SAP-Consultants fungieren oft als Schnittstelle zwischen technischen Teams und Geschäftsabteilungen.
Hinzu kommt die Anforderung, komplexe Probleme zu analysieren und effektive Lösungen zu entwickeln. Dies erfordert ein gutes Verständnis der Geschäftsprozesse und die Fähigkeit, diese in technische Anforderungen zu übersetzen – eine anspruchsvolle Rolle mit strategischer Wirkung. Die Fähigkeit, effektiv in Teams zu arbeiten und mit verschiedenen Stakeholdern zusammenzuarbeiten, ist entscheidend. Dies erfordert sowohl soziale Kompetenzen als auch die Fähigkeit, in einem dynamischen und oft stressigen Umfeld zu arbeiten.
Die SAP-Landschaften und die Anforderungen unserer Kunden ändern sich ständig und sind sehr vielfältig. Daher ist es wichtig, flexibel zu sein und sich schnell an neue Herausforderungen und Technologien anzupassen. Es ist sicher eine Herausforderung in einem dynamischen und oft stressigen Umfeld zu arbeiten, aber man wächst dran.

Sprechen wir über Frauen in diesem anspruchsvollen Umfeld: Bei XL2 gibt es seit kurzem die Women’s Initiative. Kannst du uns mehr darüber erzählen?
Die Women’s Initiative bei XL2 wurde durch unsere ehemalige Geschäftsführerin Marie-Fleur Revel ins Leben gerufen. Sie hat mich praktisch zu diesem Thema gebracht. Marie hat eine absolute Vorbildfunktion betreffend Vereinbarkeit von Beruf und Familie und hat dazu noch exzellente Fachkenntnisse.
Das Schlüsselerlebnis war für mich, als sie den Womens Award bei der Veranstaltung „Women Automotive Summit“ gewonnen hat und ich mitbekommen habe, wie wichtig vielen Frauen die Themen sind, die sie dort vorgetragen hat. Durch sie habe ich viele Aspekte dieser wichtigen Initiative kennengelernt und für mich Themen identifiziert, die ich für die XL2 als besonders wichtig halte. Meine Motivation dahinter war, ein Umfeld zu schaffen, in dem Frauen ihre Karriereziele erreichen können und in dem ihre Beiträge und Talente anerkannt und gefördert werden.
Was passiert dabei sichtbar in der Praxis?
Wir wollen vermehrt gezielte Maßnahmen und Programme implementieren, um Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und zu fördern, wie zum Beispiel Mentoring-Programme, in denen erfahrene Führungskräfte als Mentoren für jüngere Mitarbeiterinnen fungieren.
Darüber hinaus werden Netzwerktreffen und Veranstaltungen wie beispielsweise der Women’s Lunch organisiert, bei denen XL2-Kolleginnen die Möglichkeit haben, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Initiative ist die Sensibilisierung für die Herausforderungen, denen Frauen im Berufsleben begegnen, und die Förderung einer inklusiven Unternehmenskultur. Dies umfasst Maßnahmen zur Bekämpfung von Vorurteilen und Diskriminierung sowie die Schaffung von Richtlinien und Praktiken, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Hier arbeite ich eng mit unserer Geschäftsführung und HR-Abteilung zusammen.
Zuletzt sind viele Unternehmen eher dem aktuellen Trend gefolgt und haben Maßnahmen dieser Richtung zurückgefahren …
Women@XL2 kann definitiv als ein starkes Zeichen in Zeiten von eingestampften Diversity-Programmen und Genderverboten gesehen werden. Solche Initiativen zeigen das Engagement eines Unternehmens für Gleichstellung und Inklusion, auch wenn andere Programme möglicherweise zurückgefahren werden. Zusammen mit meinen Teamkolleginnen wollen wir ein klares Signal setzen, dass das Unternehmen die Bedeutung von Vielfalt und die Förderung von Frauen in der Arbeitswelt anerkennt und unterstützt. Dies kann nicht nur die Unternehmenskultur positiv beeinflussen, sondern auch dazu beitragen, talentierte Mitarbeiterinnen zu gewinnen und zu halten.
Auch das Thema DEIB (Diversity, Equity, Inclusion & Belonging) ist nicht nur wichtig – es ist zentral für moderne, inklusive und leistungsstarke Organisationen. Wir wollen dadurch bei XL2 Innovation, Mitarbeiterbindung und nachhaltige Entwicklung fördern.
Mein Big Picture: Ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Kolleginnen ihre Potenziale entfalten, ihre Karriereziele erreichen und als Role Models sichtbar werden können
Sabine Blumthaler // XL2
Was genau beinhaltet euer Slogan „Empowering Women @ XL2”?
„Empowering Women @ XL2“ ist mehr als ein Slogan – es ist eine strategisch verankerte Initiative, die auf Sichtbarkeit, Teilhabe und gezielte Förderung von Frauen bei XL2 abzielt.
Mein Big Picture ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere XL2-Kolleginnen ihre Potenziale entfalten, ihre Karriereziele erreichen und als Role Models sichtbar werden können. Durch LinkedIn-Artikel, Magazinbeiträge und Teaservideos wollen wir immer wieder zeigen, wie wichtig uns das Thema ist. Die Gleichstellung von Männern und Frauen soll langfristig strategisch verankert werden, so dass traditionelle Rollenbilder zunehmend an Bedeutung verlieren. Mehr Frauen in Führungspositionen führen zu mehr Vielfalt im gesamten Unternehmen.
Gerade mit unserem Mentoring-Programm versuchen wir, jungen Kolleginnen in notwendigen Beraterskills zu stärken und sie bei Unsicherheiten im Projektgeschäft zu unterstützen. Hierbei werden unter anderem schwierige Situationen aus dem Alltag im Nachgang besprochen, um für die Zukunft Probleme souveräner lösen zu können. Und natürlich gibt es für alle Mitarbeiter:innen viele Benefits wie zum Beispiel flexible Arbeitsmodelle oder einen PME Familienservice.
Wir bei XL2 schaffen gezielt Rahmenbedingungen, um den Einstieg zu erleichtern und langfristige Entwicklung zu fördern
Sabine Blumthaler // XL2
Welche Eigenschaften und Kompetenzen sind aus deiner Sicht entscheidend für Frauen, die eine Karriere im SAP-Consulting anstreben?
Für Frauen, die im SAP-Consulting durchstarten möchten, sind Neugier, Mut und Gestaltungswille entscheidend. Wer bereit ist, sich in komplexe Prozesse einzuarbeiten, technische Zusammenhänge zu verstehen und gleichzeitig den Blick fürs große Ganze zu behalten, bringt beste Voraussetzungen mit. Besonders wichtig sind Kommunikationsstärke, Selbstvertrauen und die Fähigkeit, sich in interdisziplinären Teams souverän zu bewegen. Wer offen für Neues ist, sich kontinuierlich weiterentwickelt und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, kann im SAP-Umfeld nicht nur fachlich glänzen, sondern auch als Persönlichkeit sichtbar werden. Der Weg ist anspruchsvoll – aber voller Chancen für alle, die ihn mit Überzeugung gehen.
Wir bei XL2, die neue Mitarbeiterinnen im SAP-Consulting einstellen, schaffen gezielt Rahmenbedingungen, um den Einstieg zu erleichtern und langfristige Entwicklung zu fördern. Dazu gehören strukturierte Onboarding-Programme, fachliche Schulungen und Zertifizierungen sowie praxisnahe Projektarbeit, die einen schnellen Kompetenzaufbau ermöglicht.
Wie gelingt es dir, sowohl fachliche Exzellenz als auch Diversität zu fördern?
Aus meiner Sicht ist Kulturarbeit das Fundament für ein erfolgreiches Team. In unserem ersten Teamworkshop dieses Jahr, haben wir uns mit der Leitfrage beschäftigt, was für unseren Bereich Security & Authorization Exzellenz bedeutet. Wir wollten so herausfinden, was jeder Einzelne darunter versteht und wie wir als Team dann, bestmögliche Leistung für unsere Kundenprojekte ableiten könnten. Gerade das Thema Weiter- und Ausbildung haben wir für uns dieses Jahr priorisiert, gerade um junge Kollegen:innen zu fördern, aber auch notwendige Expertise in Themenfeldern wie Cloud, Security und AI aufzubauen.
Mein Team ist vielfältig aufgestellt – sowohl in Bezug auf persönliche Hintergründe, berufliche Erfahrungen als auch Denkweisen. Diese Diversität ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten Teamzusammensetzung, die auf fachlicher Exzellenz und Perspektivenvielfalt basiert. Wir vereinen unterschiedliche Generationen, kulturelle Prägungen, Ausbildungshintergründe und Arbeitsstile. Diese Vielfalt bereichert unsere Zusammenarbeit spürbar: Sie fördert kreative Lösungsansätze, stärkt unsere Innovationskraft und hilft uns, komplexe Herausforderungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Fachliche Exzellenz entsteht bei uns nicht trotz, sondern durch Diversität. Unterschiedliche Sichtweisen führen zu besseren Entscheidungen, weil sie blinde Flecken vermeiden und neue Impulse geben. Unsere Teamkultur ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und der Bereitschaft, voneinander zu lernen. Wir pflegen eine Fehlerfreundlichkeit, die es erlaubt, neue Ideen zu testen und aus Rückschlägen zu lernen – gerade, weil wir wissen, dass Innovation oft dort entsteht, wo unterschiedliche Denkweisen aufeinandertreffen. Erfolgsgeschichten aus diversen Projektteams zeigen uns immer wieder, wie wertvoll diese Vielfalt ist.
Diversität ist für uns kein Ziel, sondern ein gelebter Bestandteil unserer täglichen Arbeit – und ein zentraler Faktor für nachhaltige Teamleistung.
Gibt es Ansätze oder Routinen, die sich besonders bewährt haben?
Um unser Teamgefühl zu stärken, organisiere ich regelmäßige Onsite-Treffen im Büro sowie spannende Teamevents. Diese Veranstaltungen bieten uns die perfekte Gelegenheit, uns besser kennenzulernen, effektiv zusammenzuarbeiten und unsere Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Außerdem schaffen sie eine angenehme und motivierende Arbeitsatmosphäre, in der wir uns gegenseitig unterstützen und inspirieren können. Ein starkes Teamgefühl ist aus meiner Sicht entscheidend für den gemeinsamen Erfolg und unser Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
Ich bin überzeugt, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, unsere Teamdynamik zu stärken und unsere gemeinsamen Ziele noch erfolgreicher zu erreichen.

Sabine Blumthaler, Jahrgang 1977, ist Managing Consultant und Team Lead SAP Security & Authorization bei XL2. In ihrer Position verantwortet sie nicht nur komplexe Projekte im SAP-Security- Berechtigungsumfeld, sondern ist auch eine treibende Kraft hinter der Women’s Initiative bei XL2. Sie hat BWL studiert und verfügt über langjährige und vielseitige Erfahrung im Bereich IT-Revision, SAP-Consulting, Compliance und Risikomanagement. Ihre berufliche Laufbahn umfasst sowohl operative als auch strategische Rollen – von der SAP-Projektleitung über die Leitung interner Revision bis hin zur Bereichsleitung und Managementberatung. Zudem engagiert sie sich als Dozentin, Speakerin und Autorin. Sabine Blumthaler liebt die Natur, spielt leidenschaftlich gerne Golf, ist Hundefreundin mit Herz und fühlt sich besonders mit Italien verbunden – eine Kombination aus Aktivität, Ruhe und Lebensfreude, die sich auch in ihrer Arbeitsweise widerspiegelt.
Dieser Artikel ist auch erschienen in der Printausgabe von junior //consultant 3-2025 Female Consulting