Frauen bei A.T. Kearney: Einsteigen und Weiterkommen

AT Kearney, Mitarbeiter, Consultant, Berater

Sabine Spittler, 30, beschäftigt sich bei A.T. Kearney mit digitalen Geschäftsmodellen

Sabine Spittler, Managerin bei A.T. Kearney, im Interview

Sabine Spittler ist seit vier Jahren bei A.T. Kearney und heute Managerin im Digital Transformation Team. Die 30-Jährige beleuchtet im Interview ihren Arbeitgeber und Projektalltag – und erklärt, was sich hinter Begriffen wie Happy Breakfast, Vacation Plus oder Woman Career Lounge verbirgt.

Frau Spittler, wie kam es dazu, dass Sie Consultant bei A.T. Kearney wurden?

An der Arbeit als Unternehmensberaterin hat mich schon immer die Möglichkeit begeistert, jeden Tag mit faszinierenden Persönlichkeiten an spannenden und abwechslungsreichen Themen zu arbeiten. Und als eine der führenden Managementberatungen stand A.T. Kearney bei mir natürlich mit ganz oben auf der Liste. Im Interviewprozess habe ich dann gemerkt, dass die Chemie stimmt und ich unbedingt hier anfangen möchte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich ein Angebot bekommen habe und bin dann im November 2014 hier eingestiegen.

An welchem Standort sind Sie aktuell?

Ich bin jetzt in Berlin. Angefangen habe ich in Düsseldorf, aber aufgrund eines Standortwechsels meines Freundes hat sich unser Lebensmittelpunkt nach Berlin verlagert, sodass ich ebenfalls gewechselt bin. Dank der Flexibilität von A.T. Kearney war das überhaupt kein Problem. Berlin ist ein großartiges Office mit einer besonderen Office-Kultur – und das wöchentliche gemeinsame „Happy Breakfast“ am Freitagmorgen ist eine tolle Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen.

Wie erleben Sie Projekte und die tägliche Arbeit? Was gibt es – im Kontrast zur Vielfältigkeit – für Konstanten? 

Grundsätzlich laufen Projekte vom Set-up her immer ähnlich ab: Von Montag bis Donnerstag bin ich beim Kunden. Freitags bin ich entweder im Office oder arbeite von zu Hause aus.

Mit wem arbeiten Sie zusammen, beziehungsweise wie sind die Projektteams aufgestellt? 

Die Teams in den Projekten bestehen aus etwa fünf Leuten, normalerweise einem Partner, einem Manager und/oder Principal. Dazu kommen dann bis zu drei Juniors und oft ist noch ein Experte involviert, der sich mit industriespezifischen Detail­fragen auskennt. Ein Projekt dauert in der Regel drei bis vier Monate, häufig schließt sich dann noch ein Folgeprojekt an – allerdings nicht zwingend mit der gleichen Mannschaft.

Was ist für Sie das Besondere und Schöne an Ihrem Job?

Ich empfinde es als äußerst bereichernd, wenn ich sehe, dass das, was wir zusammen im Team für den Kunden erarbeiten, einen positiven Impact hat und dem Kunden hilft, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Immer wieder werde ich durch die verschiedenen Persönlichkeiten meines Teams inspiriert. Jede neue Perspektive hilft mir mich weiterzuentwickeln. Wenn jeder seine individuellen Stärken einbringt kann am Ende gemeinsam etwas Großartiges geschaffen werden.

Sie beschäftigen sich mit Digitaler Transformation. Ist diese inzwischen eigentlich immer fester Bestandteil jeder Beratungsleistung?

Die digitale Welt muss im 21. Jahrhundert in jedem Projekt ein fester Bestandteil sein. Die vielfältigen Chancen und Risiken, die die Digitalisierung mit sich bringt, müssen äußerst genau betrachtet werden. Die Beratung wurde in jedem Fall durch diesen Wandel verändert und hat die Art, wie wir arbeiten, bereits nachhaltig beeinflusst. Wir müssen viel akribischer arbeiten, denn wir brauchen Ergebnisse – keine Konzepte, keine endlosen Abfolgen von Folien, sondern messbaren Impact für den Kunden.

Wie viel IT-Know-how brauchen Absolventen aus Ihrer Sicht beim Einstieg?

Kenntnisse aus dem Bereich Informatik sind beim Einstieg kein Muss – vielmehr braucht man analytische Schärfe sowie ein hohes Maß an Pragmatismus und Lösungsorientierung. Zusammen mit der richtigen Einstellung ist das vollkommen ausreichend, um im Team gemeinsam die Fragestellungen unserer Kunden erfolgreich zu beantworten.


Die Möglichkeit, über alle Ebenen im Unternehmen hinweg gestaltend mitwirken zu können, schätze ich enorm.

Sabine Spittler, A.T. Kearney


Wie erleben Sie A.T. Kearney als Arbeitgeber – und was schätzen Sie besonders? 

A.T. Kearney bietet mir als Mitarbeiter sehr viel Freiraum zur Entfaltung, welchen ich flexibel nutzen kann. Unterstützt werde ich mit allen notwendigen Ressourcen und Trainings, um immer in der Lage zu sein, meine Ziele zu erreichen. Auf Fairness wird in unserem Unternehmen viel Wert gelegt. Dazu gehören klare und transparente Bewertungslogiken damit jeder Mitarbeiter seinen aktuellen Status nachvollziehen kann.

Jeder ist dazu angehalten, A.T. Kearney als Unternehmen im Standpunkt einer ,,most admired company‘‘ weiter auszubauen. Die Möglichkeit, in einer Festanstellung über alle Ebenen im Unternehmen hinweg gestaltend mitwirken zu können, schätze ich enorm. A.T. Kearney bietet seinen Mitarbeitern eine große Auswahl an Trainings, Coachings und Mentoring-Programmen. Man lernt unglaublich viel und hat die Chance jeden Tag aufs Neue über sich hinauszuwachsen und seine persönlichen Stärken auszubauen.

Kurz zurück zum Stichwort Freiraum. Welche Angebote gibt es konkret – können Sie ein, zwei Beispiele nennen? 

Sehr gerne. Das Vacation Plus-Programm beispielsweise ermöglicht jedem Consultant, unter Abstimmung mit dem Unternehmen, bis zu 20 zusätzliche Urlaubstage im Jahr zu nehmen.Darüber hinaus gibt es das Leave of Absence-Programm. Hier kann man sich eine Auszeit von maximal einem Jahr nehmen, um zum Beispiel zu verreisen, sich gesellschaftlich zu engagieren oder auch an seiner Promotion oder anderen Weiterbildungen zu arbeiten. Beide Programme sind flexible Möglichkeiten, seinen privaten Leidenschaften nachgehen zu können.

In welchen Dingen erleben Sie A.T. Kearney als besonderen Arbeitgeber? 

In puncto Career Development empfinde ich meinen Arbeitgeber als sehr klar strukturiert und fair. Alle Kriterien und Prozesse zur Leistungsbeurteilung werden offen kommuniziert. Es findet ein ständiger Austausch statt, welcher mir meine Stärken zeigt und mir Development Needs mitteilt. Wir legen viel Wert auf Persönlichkeiten und schätzen daher Vielfalt. Mir gefällt es, dass wir ein Umfeld geschaffen haben, in dem jeder die beste Version von sich selbst sein kann. Diversity bedeutet, dass unterschiedliche Blickwinkel immer zu einem besseren Ergebnis führen.

Wie sieht denn Ihr weiblicher Blickwinkel aus?

Aktuell erleben wir ein steigendes Interesse insbesondere von weiblichen Bewerberinnen. Daher organisieren wir spezielle Events, die unsere zukünftigen weiblichen Kolleginnen ansprechen sollen. Die regelmäßig stattfindende Woman Career Lounge ist eine tolle Möglichkeit, interessierten Studentinnen einen realen Einblick in den Arbeitsalltag einer Beratung zu geben. Die WCL findet in entspannter und kollegialer Atmosphäre an verschiedenen Standorten unserer Offices statt. Ich persönlich nehme die Beratung als ein sehr offenes Feld wahr und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Frauen gleichberechtigt behandelt und wertgeschätzt werden.


AT Kearney, Mitarbeiter, Consultant, Berater, Sabine Spittler, A.T. Kearney

Sabine Spittler ist 30 Jahre alt und Managerin im Digital Transformation Team bei A.T. Kearney. Dort arbeitet sie mit dem Fokus auf digitalen Geschäftsmodellen. Ihr Studium absolvierte sie unter anderem an der EBS und der WHU. Darüber hinaus verbrachte sie Auslandssemester in Paris und Hong Kong. Als absoluter Genussmensch und großer Südfrankreich-Fan hat sie eine wahre Leidenschaft für guten Wein und französisches Essen. In Ihrer Freizeit powert sie sich am liebsten beim Joggen aus oder entspannt mit Yoga.