Jahrgangsbeste ins Consulting!

Benjamin Baur erweiterte seinen Horizont durch viel internationale Erfahrung in den ersten anderthalb Jahren.

Benjamin Baur erweiterte seinen Horizont durch viel internationale Erfahrung in den ersten anderthalb Jahren.

Praxisbericht Strategy&

Kaum eine andere Branche bemüht sich so offensiv um Hochschulabsolventen wie Unternehmensberatungen. Auch der 25jährige Benjamin Baur erlag dem Werben der Consultants und schloss sich der Strategieberatung Strategy& an. Ein Entschluss, den er nicht nur jederzeit wieder so treffen würde, sondern zu dem er ausdrücklich in diesem Plädoyer rät.

Leistungsstarke Studierende renommierter Hochschulen haben auf den sich immer weiter globalisierenden Arbeitsmärkten heute mehr Möglichkeiten als jemals zuvor. Vor allem die Top-Absolventen werden von den Arbeitgebern regelrecht umworben und haben die Qual der Wahl, wenn es um Karriereoptionen geht: Neben einer potentiellen akademischen Laufbahn, den Herausforderungen eines Start-ups oder einer Karriere bei einem etablierten Konzern sind Unternehmensberatungen eine viel diskutierte Möglichkeit. Für mich selbst hat sich vor einiger Zeit dieselbe Frage gestellt und ich habe meine Entscheidung, meine Karriere im Consulting bei Strategy& zu beginnen, nicht bereut, denn die Beratungsbranche bietet leistungswilligen High Potentials ein sehr attraktives Gesamtpaket.

Intelligente Mitarbeiter sorgen für eine befruchtende Leistungskultur

Die vergleichsweise hohen Anforderungen an Bewerber sind zwar sehr strikt, führen aber auch dazu, dass man sich in der täglichen Teamarbeit nicht mit Copycats und Trittbrettfahrern herumschlagen muss, wie man sie vielleicht aus Gruppenarbeiten an der Hochschule kennt. Die Zusammenarbeit mit äußerst motivierten und intelligenten Kollegen unterschiedlicher Seniorität schafft eine sich gegenseitig befruchtende Leistungskultur, in der kaum eine Aufgabe unlösbar erscheint. Die Arbeitsweise mit flachen Hierarchien und ohne zeitaufwändige unternehmenspolitische Spielchen, die in Großkonzernen schon eher an der Tagesordnung sind, ermöglicht dabei eine äußerst steile Lernkurve. Daneben schafft die enge Teamarbeit ein einzigartiges Zusammengehörigkeitsgefühl, welches durch gemeinsame Aktivitäten wie regelmäßige Teamdinner weiter verstärkt wird.

Ich selbst habe während meiner diversen Beratungspraktika im Studium und auch seit meinem Festeinstieg bei Strategy& fachlich wie auch methodisch wesentlich mehr gelernt, als während der theoretischen Studienzeit in Vorlesungssälen. Dabei ist es mir stets wichtig, die Kollegen, mit denen ich auf den Projekten viel Zeit verbringe, auch persönlich kennenzulernen – dafür bietet  mir die sehr offene Strategy&-Kultur mit den vielfältigen Teamaktivitäten den perfekten Rahmen.

Die einzigartige projektbasierte Arbeitsweise in der Unternehmensberatung ermöglicht es Neueinsteigern, in den ersten Berufsjahren verschiedene Themenbereiche und Industrien kennenzulernen. Das ist vor allem für Absolventen interessant, die sich noch nicht sicher sind, für welches Betätigungsfeld oder welche Industrie sie sich entscheiden sollen. Die Matrixorganisation der meisten Beratungsunternehmen erlaubt dabei, sich sowohl einzelne Industrien (zum Beispiel Automotive) oder Funktionen wie etwa Operations näher anzusehen. Ich selbst habe seit meinem Einstieg bei Strategy& bereits Projekte im Chemie-, Bergbau-, Telekommunikations- und Finanzbereich begleitet.

Die Projekte selbst haben unterschiedliche Laufzeiten, in der Regel zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Bei der Projektbesetzung versuchen die Beratungsfirmen die Wünsche der einzelnen Mitarbeiter in Sachen Themenschwerpunkt, Branche oder Einsatzort möglichst immer zu berücksichtigen. Hinsichtlich der internationalen Projektarbeit unterscheiden sich jedoch auch die einzelnen Consulting-Firmen sehr deutlich. Während sehr große Strategiehäuser in der Regel in vielen Ländern über lokale Experten für fast alle Themen verfügen, verfolgt Strategy& auf Grund der etwas geringeren Größe einen internationalen Staffing-Ansatz. Dies bedeutet, dass die Projekte nicht nach Herkunftsland des einzelnen Beraters, sondern basierend auf seiner Expertise und seinen Interessen zugeteilt werden. Bei mir persönlich hat das dazu geführt, dass ich die ersten anderthalb Jahre seit meiner Festanstellung ausschließlich im Ausland bei Kunden in Griechenland, den Niederlanden, Österreich und Großbritannien unterwegs war. Diese internationale Erfahrung hat meine eigene Entwicklung nochmals außergewöhnlich bereichert, da ich zum Beispiel bei unserem Projekt bei der griechischen Zentralbank eine ganz neue Perspektive auf die Finanzkrise und ihre Auswirkungen bekommen habe und auch die Zusammenarbeit mit der Troika hautnah miterleben konnte.

Viele Anreize und Benefits im Gegenzug für einen fordernden Beruf

Wer sich  gerne eine Auszeit von diesem intensiven Berufsalltag nehmen möchte, dem bieten die Beratungsunternehmen verschiedene Modelle an – vom einfachen unbezahlten Urlaub bis hin zur Förderung eines MBA oder einer Promotion. Einer weiteren akademischen Karriere steht somit auch nach dem Einstieg ins Consulting nichts im Wege – im Gegenteil. So übernimmt Strategy& für die sich qualifizierenden Jung-Berater nicht nur die gesamten Studiengebühren für einen MBA an einer internationalen Top-School oder unterstützt eine Promotion mit einem signifikanten Stipendium, sondern ermöglicht auch weiterhin den Zugriff auf firmeninterne Ressourcen und Experten.

Ein Jahr Beratererfahrung gleich zwei Jahre Industrieerfahrung

Es gibt aber auch eine Zeit nach dem Consulting. Auf Grund ihrer weitreichenden Einblicke in verschiedenste Unternehmen, den methodischen Fähigkeiten und ihres strukturierten Vorgehens sind ehemalige Berater für Industrieunternehmen sehr attraktive Arbeitskräfte. Unter vorgehaltener Hand wird ein Jahr Beratungserfahrung auch gerne mit zwei Jahren Industrieerfahrung verglichen. Da wundert es nicht, dass viele Kollegen attraktive Jobangebote aus der Industrie erhalten – und diese zum Teil auch annehmen – oder basierend auf ihren Erfahrungen und Netzwerken eigene Unternehmen gründen. In den wenigsten Fällen wird die Migration aus der Beratung heraus also vom berüchtigten „Up-or-Out“-Prinzip getrieben.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich jedem Top-Absolventen nur ausdrücklich empfehlen, sich die attraktiven Angebote der Beratungen anzusehen. Neben den vielfältigen Recruiting-Events und Workshops, die von den Consulting-Firmen angeboten werden, sind Praktika am besten geeignet, um einen realistischen Einblick in die Arbeitsweise und Unternehmenskultur zu gewinnen.

Neben einer attraktiven Vergütung winkt herausragenden Praktikanten direkt im Anschluss an ihr Praktikum ein Angebot für den Festeinstieg und die Aufnahme ins Praktikantenbindungsprogramm. Ich selbst habe während meiner Studienzeit Praktika bei Stratley (jetzt KPMG), BCG und Strategy& gemacht, wurde in die jeweiligen Förderprogramme aufgenommen und habe mich dann bewusst für Strategy& entschieden, weil die Firma zu mir persönlich einfach am besten passt.
Außerdem habe ich dort aktuell die Möglichkeit, die Zukunft der Beratungsindustrie aktiv mitzugestalten. Da Unternehmen verstärkt eine übergreifende Unterstützung für immer komplexere Probleme suchen, die über die klassische Strategieberatung hinausgeht, hat sich Strategy& letztes Jahr entschlossen, dem PwC-Netzwerk beizutreten. Durch weltweit über 195.000 Experten können wir das Angebot für unsere Klienten insbesondere im Bereich der Strategieumsetzung enorm erweitern.

Wer als High Potential gerne Verantwortung übernimmt und erfolgreich durchstarten möchte, ist bei einer internationalen Strategieberatung auf jeden Fall an der richtigen Adresse, denn hier können äußerst motivierte und leistungswillige Absolventen direkt sehr viel erreichen und bewegen. Und durch die kurzen Beförderungszyklen winkt außerdem ein schneller Aufstieg und auch die Aussichten für eine eventuelle Zukunft nach der Beratung sind vielversprechend.


Benjamin Baur

Autor: Benjamin Baur

Benjamin Baur (25) ist Associate bei Strategy& und dort seit 2013 im Stuttgarter Büro tätig. Er hat einen Doppelabschluss im Fach International Management der ESB Business School Reutlingen und der DCU Business School Dublin.