Alles Leben ist Problemlösen

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Probleme lösen als Lebensaufgabe: Wirtschaftsingenieur Dominik Roland im Interview

Ingenieure im Consulting

Geschult, um Lösungen zu finden: Ingenieure werden nicht ohne Grund ebenso flächendeckend wie “händeringend” gesucht. Im Consulting sind sie schon lange keine Exoten mehr, sind sie doch wie gemacht für die Herausforderungen der Branche. Wir unterhielten uns darüber mit Wirtschaftsingenieur Dominik Roland von Strategy&, dem Strategiebe­ratungsteam innerhalb des globalen PwC-Netzwerks. 

Wenn man mit Nicht-Wirtschaftswissenschaftlern in Unternehmensberatungen spricht, so bleibt meistens der Satz hängen: Ich mache nicht unbedingt das, worauf mich das Studium vorbereitet hat, aber was ich gelernt habe, hilft mir jeden Tag. Ist das bei Ihnen auch so?

Ja, definitiv. Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen – technische Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik,  kurz WI-etit, schult das selbständige und konzeptionelle Arbeiten. Genau darauf kommt es an, wenn man beim Kunden ist. Es geht immer darum, Probleme zu erkennen und zu analysieren und dann die maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln.

In der offiziellen Stellenbeschreibung sind Sie als „Manager” für „Operations” zuständig. Das ist ziemlich auslegungsbedürftig … Können Sie uns kurz sagen, was sich dahinter verbirgt? 

Der Begriff „Operations” ist bei uns in der Tat weit gefasst. In meinem Fall ist es so, dass ich Unternehmen in ihrem operativen Geschäft unterstütze, insbesondere im Bereich der industriellen Produktion. Mein Hauptfokus liegt auf Kostensenkungsprogrammen, M&A und Strategieentwicklung. Ich optimiere also Produktionsprozesse bei Kunden – im Normalfall sind das längerfristige Projekte, die bis zu anderthalb Jahre in Anspruch nehmen können.

Sie haben an der TU Darmstadt studiert  und sind aktuell bei Strategy& auch „School Manager” für die TUD? Was beinhaltet diese Tätigkeit?

School Manager für die TUD zu sein, bedeutet beispielsweise sich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen an der Hochschule zu informieren. Ich muss wissen, was die Studenten in der Uni mitbekommen und welche Dinge sich im Vergleich zu meiner Studienzeit verbessert haben.

Die heutigen Absolventen sind in vielen Dingen deutlich besser für den Einstieg in den Beruf und die Beratung vorbereitet als noch vor zehn Jahren. Unser „Hands-On“-Beratungsansatz passt hervorragend zur Ausbildung an der TUD. Insbesondere die Mischung aus praktischen und theoretischen Inhalten sowie das selbstständige Erarbeiten von pragmatischen Lösungsansätzen setzen wir tagtäglich im Rahmen der Projekte um.

Der „Hands-On”-Beratungsansatz … was verstehen Sie genau darunter? 

Hands-On bedeutet, dass wir die Sprache des Kunden sprechen und gemeinsam mit dem Kunden Lösungen entwickeln. Da geht es um pragmatisches Handeln, aber auch das richtige Verständnis von Dienstleistung. Wir sitzen nicht in unserem Büro, entwickeln eine Strategie und legen das fertige Dokument dem Kunden auf den Tisch. Nein, es ist wichtig, dass der Kunde einbezogen wird und hinter dem steht, was wir entwickeln. Zusätzlich fokussieren wir uns auf pragmatische Lösungen, die wir entweder gemeinsam implementieren oder die der Kunde auch umsetzen kann, wenn wir nicht mehr vor Ort sind.

Wie sind Sie eigentlich auf Strategy& als Arbeitgeber aufmerksam geworden?

Strategy&, damals noch Booz & Company, habe ich zum ersten Mal während meiner Studienzeit auf der Konaktiva-Messe kennengelernt. Die internationale Ausrichtung, die Art der Strategie-Projekte sowie die offenen Gespräche mit den Beratern haben mich nachhaltig beeindruckt.


Dominik Roland, 36, hat sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und der Elektrotechnik an der Technische Universität Darmstadt 2006 abgeschlossen. Bei Strategy& betreut der jetzige Manager in Frankfurt den Bereich Operations und in seiner Position als School Manager für die TU Darmstadt auch die Zusammenarbeit mit seiner Alma Mater.