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    Horn & Company

    Von der Wissenschaft in die Beratung: Methodische Kompetenzen als Schlüssel

    Dr. Christine Aichele ist Managerin bei Horn & Company und berät seit mehreren Jahren Finanzinstitute bei ihrer strategischen Neuausrichtung
    Dr. Christine Aichele ist Managerin bei Horn & Company und berät seit mehreren Jahren Finanzinstitute bei ihrer strategischen Neuausrichtung

    „Eine beratungstypische Leistungskultur, die völlig unabhängig vom Geschlecht funktioniert“

    Dr. Christine Aichele ist promovierte Psychologin und hat den Quereinstieg in die Financial-Services-Beratung gewagt. Heute begleitet sie als Managerin bei Horn & Company Banken und Versicherungen bei komplexen Transformations- und Restrukturierungsprojekten. Im Gespräch spricht sie über die Chancen und Herausforderungen von Transformationen, die Bedeutung von Kommunikation in der Beratung und berichtet, wie ihre wissenschaftliche Ausbildung ihre Arbeit prägt.

    Du bist als Managerin bei Horn & Company tätig. Welche fachlichen Schwerpunkte begleiten dich aktuell in deinen Projekten?

    Seit mehreren Jahren bin ich in Projekten für Finanzinstitute tätig – schwerpunktmäßig unterstützen wir Unternehmen bei ihrer strategischen Neuausrichtung oder dabei, ihre Strategie in Wirkung zu bringen. Mein Fokus liegt dabei insbesondere auf vertrieblichen Themen. Leitfragen sind in diesen Projekten beispielsweise: Wie entwickeln sich zukünftige Kundenbedarfe? Mit welchen Produkten können wir darauf optimal reagieren? Wie gestalten wir effiziente Vertriebs- und Beratungsprozesse?


    Wichtig in Transformationsprozessen: Betroffene zu Beteiligten machen

    Dr. Christine Aichele // Horn & Company


    Horn & Company ist stark in Transformations- und Restrukturierungsprojekten aktiv. Gibt es ein Projekt oder Thema, das dich in letzter Zeit besonders gefordert oder begeistert hat?

    Mein letztes Transformationsprojekt war für mich besonders spannend: Hier haben wir unseren Kunden nicht nur strategisch beraten, sondern auch die Umsetzung begleitet. Durch Veränderungen im Geschäftsmodell haben sich die Rollenprofile der Mitarbeitenden deutlich verändert, was bei den Betroffenen verständlicherweise Unsicherheit auslöste. Neben allen fachlichen, methodischen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Aspekten war es hier – und ist in solchen Projekten generell – wichtig, dieser Unsicherheit früh zu begegnen.

    Meiner Erfahrung nach ist es hilfreich, das Thema nicht als separate Maßnahme zu behandeln, sondern von Anfang an mitzudenken. Konkret kann das zum Beispiel bedeuten, Projektteams und -strukturen so aufzusetzen, dass Beteiligte an der Veränderung mitwirken können. Das Stichwort dazu lautet Betroffene zu Beteiligten machen. Das vermittelt Kontrollgefühl, schafft Transparenz und – im besten Fall – Verständnis. Natürlich gelingt das nicht immer, aber häufig lässt sich so schon by design das Konfliktpotenzial reduzieren. Da spricht wohl die Psychologin in mir.


    Jeder akademische Abschluss zeigt, dass man drangeblieben ist und Projekte zu Ende bringt

    Dr. Christine Aichele // Horn & Company


    Du hast promoviert und bringst eine starke wissenschaftliche Basis mit. Inwiefern hilft dir dieser Hintergrund in deiner täglichen Beratungsarbeit?

    Als Quereinsteigerin in die Financial-Services-Beratung habe ich wenig fachlichen Hintergrund mitgebracht. Entscheidend sind für mich vor allem methodische Kompetenzen, die man im Studium und in der Promotion sozusagen „nebenbei“ erlernt und die im Berateralltag ebenso essentiell sind.

    Wichtig ist Analysefähigkeit: In unseren Projekten können wir uns nicht auf unser Bauchgefühl verlassen. Zahlenbasierte „Fakten-Checks“ gehören – wie in der Wissenschaft – zum Standard. Dabei profitiere ich von einer fundierten quantitativen Ausbildung.

    Dann das Stichwort Strukturierung. Große Ziele werden greifbar und leichter umsetzbar, wenn man sie systematisch zerlegt. Im Studium wurde mir diese strukturierte Vorgehensweise antrainiert. In meiner täglichen Beratertätigkeit haben sich die Ziele geändert, die Fragen bleiben: Was ist das Ziel? Was muss passieren, um dorthin zu gelangen? Welche Optionen gibt es für die einzelnen Schritte?

    Dann ist weiter zu nennen: Eigenverantwortung. Man startet mit einem Erkenntnisziel, den Weg dorthin muss man selbst finden. Austausch mit Betreuenden, Fachliteratur, Konferenzen – all das bringt unterschiedliche Perspektiven. Die häufigste Antwort auf meine Fragen während der Promotionszeit war: „Das kommt darauf an.“ Auch wenn ich mir zwischendurch ein paar mehr klare Antworten erhofft hätte: Mit jeder Diskussion, mit jedem „Worauf denn?“, wird man selbst Stück für Stück zur Expertin. Man erarbeitet sich seine eigene Landkarte, verschafft sich Überblick, entscheidet selbst, in welche Richtung es weitergeht, und kann letztendlich die Landkarte weiterzeichnen.

    Und schließlich Durchhaltevermögen: Jede/r, die/der eine Dissertation geschrieben hat, weiß: Man lernt, Frustrationen auszuhalten. Beispielsweise, wenn das monatelang geplante Experiment wegen eines technischen Defekts ausfällt oder kurz vor Einreichung des Zeitschriftenartikels eine andere Forschungsgruppe zur gleichen Fragestellung publiziert.

    Jeder akademische Abschluss zeigt, dass man drangeblieben ist und Projekte zu Ende bringt. Was dabei hilft: Das Ziel im Blick behalten. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und zwischendurch ein Glas Wein.

    Viele Unternehmen suchen derzeit nach Wegen, Performance-Programme mit Digitalisierung zu verbinden. Wo siehst du hier die größten Chancen und Stolpersteine?

    Digitalisierung als Megatrend ist kein neues Thema, hat aber in den letzten Jahren durch den technologischen Fortschritt insbesondere im Feld der generativen KI weiteren Rückenwind erhalten. Unternehmen stehen dabei sowohl extern als auch intern unter Handlungsdruck: Der Wettbewerb entwickelt neue Geschäftsmodelle, arbeitet an digitalen Lösungen und wird effizienter. Gleichzeitig spüren viele Unternehmen die Auswirkungen des demografischen Wandels intern in Form von Personalknappheit. Die technischen Möglichkeiten werden vielfältiger, die größten Herausforderungen liegen meiner Ansicht nach immer noch in der Umsetzung.

    Langfristig erfolgreiche digitale Anwendungen benötigen zum Beispiel eine solide Daten- und Infrastruktur-Basis. Das gilt auch für generative KI-Lösungen! Bei unsauberen Daten, undokumentierten Prozessen oder unzureichend eingearbeiteten Mitarbeitenden kommt man auch bei genKI schnell an den Punkt garbage in, garbage out. Ein treffendes Bild finde ich: KI ist die Kirsche auf der Torte – aber Mehl, Milch und Zucker müssen weiterhin vorhanden sein, damit die Torte gelingt.

    Als Mutter in einer anspruchsvollen Beratungsrolle: Welche Strukturen oder persönlichen Strategien helfen dir, Beruf und Familie zu vereinbaren?

    Beratung ist mit Familie herausfordernd, für jede und jeden meiner Kolleginnen und Kollegen. Anspruchsvolle Projekte und heiße Phasen erfordern Flexibilität. Mir helfen klare Absprachen zu Projektbeginn, zum Beispiel in welchen Zeiten ich voll und wann nur eingeschränkt erreichbar bin – etwa um die Kinder in die Kita zu bringen. In den meisten Fällen funktioniert das sehr gut. Dennoch: Ohne ein privates Support-System könnte ich meinen Beruf nicht in dieser Form ausüben.


    Viele der Beraterinnen engagieren sich in unserer Female-Consultant-Initiative und arbeiten daran, die Förderung weiblicher Talente weiterzuentwickeln

    Dr. Christine Aichele // Horn & Company


    Wie erlebst du die Kultur bei Horn & Company, wenn es um die Förderung weiblicher Talente geht? Gibt es etwas, das dich besonders positiv überrascht hat?

    Bei meinem Einstieg sah die Unternehmenswebsite noch etwas anders aus. Viele Männer, alle in dunklem Anzug und weißem Hemd, waren dort zu sehen. Das hat mich jedoch nicht davon abgehalten, dort zu beginnen und ich kann deshalb heute berichten: Das mit den Anzügen ist in der Realität auch so. Jedenfalls im Financial Services Bereich. Dafür gibt es einen einfachen Grund: In Banken und Versicherungen gilt ein etwas konservativerer Dresscode. Wir positionieren uns als Ansprechpartner des Top-Managements. Das spiegelt sich in unserer Kleidung. Es bleibt allerdings beim konservativen Look.

    Aus meiner Sicht haben wir bei H&C eine beratungstypische Leistungskultur, die völlig unabhängig vom Geschlecht funktioniert. Vor kurzem gab es auch eine Umfrage unter unseren weiblichen Consultants, die das bestätigt. Darüber hinaus schätze ich persönlich an Horn & Company, dass unsere Geschäftsführung jederzeit ansprechbar und offen für jegliche Themen der Mitarbeitenden ist.

    Zwei konkrete Beispiele: In unserer Female-Consultant-Initiative bündeln wir gezielt Maßnahmen zur Förderung weiblicher Talente. Dazu zählen weibliche Buddies für den Einstieg, Netzwerktreffen, spezielle Trainings und Mentoring auf Führungsebene. Viele der Beraterinnen engagieren sich dort und arbeiten daran, die Förderung weiblicher Talente weiterzuentwickeln. In diesem Rahmen stehen wir mit der Geschäftsführung regelmäßig im Austausch, besprechen neue Maßnahmen und können hier auf volle Unterstützung zählen.

    Das andere Beispiel: Einige meiner KollegInnen arbeiten in Teilzeit, um mehr Zeit für die Familie zu haben oder sich persönlich weiterzubilden. Flexible Arbeitszeitmodelle, die für die jeweils individuelle Situation passen, sind selbstverständlich.

    Horn & Company ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat 2023 sowohl GEM Consulting als auch die ConMoto Strategie & Realisierung integriert. Jüngst erwarb Horn & Company mit Investors Marketing weitere Banking-Expertise hinzu. Das Unternehmen zählt nun rund 270 Consultants. Wie erlebst du dieses Wachstum und wie gelingt es, die Unternehmenskultur zu bewahren?

    Für mich wird Kultur durch persönlichen Austausch transportiert. Das war auch vorher schon herausfordernd: Wir sind häufig beim Kunden und an Off-site-Tagen über mehrere Bürostandorte verteilt. Daher treffen wir uns regelmäßig mit allen Mitarbeitenden, um über die Entwicklung der Company zu diskutieren – und natürlich zu feiern! Das machen wir nach wie vor, auch wenn ich heute nicht mehr alle Kolleginnen und Kollegen persönlich kenne. Diese Möglichkeiten für Austausch und teamübergreifendes Kennenlernen sind aus meiner Sicht entscheidend dafür, dass die Integrationen gelingen.


    Kommunikation ist entscheidend: Selbst die beste Idee versickert, wenn man niemanden davon überzeugen kann

    Dr. Christine Aichele // Horn & Company


    Wenn du auf deine bisherigen Jahre bei Horn & Company zurückblickst: Was war dein größtes Learning, das du weitergeben möchtest?

    Kommunikation ist entscheidend: Selbst die beste Idee versickert, wenn man niemanden davon überzeugen kann. Es muss keine Hochglanz-Berater-Präsentation sein – auch wenn das helfen kann. Was aber sein muss: Eine nachvollziehbare Storyline, prägnant formulierte – belegte – Aussagen und das „So what?“: Was bedeutet die Idee für mein Gegenüber?

    Nur Zahlen zu analysieren ist in Zeiten von ChatGPT & Co. keine Kunst mehr. Echter Mehrwert einer Beratungsleistung entsteht durch die Einordnung in den Gesamtkontext und im Ableiten konkreter Handlungsempfehlungen.


    Dr. Christine Aichele // Horn & Company

    Dr. Christine Aichele, Jahrgang 1990, ist Managerin bei Horn & Company, einer 2009 gegründeten Top-Management-Beratung mit Spezialisierung auf Transformations-, Restrukturierungs- und Leistungssteigerungsprojekte in den Branchen Financial Services, Industrie und Handel. Nach ihrem Studium in Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und der Promotion in Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt stieg sie 2022 bei Horn & Company ein. Privat lebt Dr. Christine Aichele mit ihrer Familie im Großraum Stuttgart und ist begeisterte Skifahrerin.


    Dieser Artikel ist auch erschienen in der Printausgabe von junior //consultant 3-2025 Female Consulting

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    Profil und Branchenfokus: Horn & Company ist eine führende Top-Management-Beratung mit den Schwerpunkten Financial Services, Handel und Industrie. Mit unseren erfahrenen BeraterInnen unterstützen wir unsere KundInnen dabei, Chancen zu nutzen, Herausforderungen zu meistern und gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

    Mitarbeitende: 270

    Gründungsjahr: 2009

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