
Vom Ingenieurstudium in die Strategieberatung
Mehr Frauen für die Strategie- und Transaktionsberatung zu gewinnen und gezielt zu fördern – das ist ein erklärtes Ziel von EY-Parthenon. Mit dem NextGen Women Programm richtet sich das Unternehmen gezielt an Studentinnen, die Beratung kennenlernen und ihre Karriere aktiv gestalten wollen. Eine von ihnen ist Ángela Tudela Pérez. Heute arbeitet sie als Consultant im Execution-Team (Schwerpunkt im Bereich Private Equity Value Creation) bei EY-Parthenon in München. Im Interview spricht sie über ihren Weg aus dem Ingenieurstudium in die Beratung, ihre Erfahrungen im NextGen Women Programm und darüber, warum gezielte Talentförderung für Frauen in Consulting mehr ist als ein Schlagwort.
Ángela, du arbeitest heute als Consultant bei EY-Parthenon. Wie sah dein Weg in die Strategie- und Transaktionsberatung aus – und wann kam erstmals die Idee auf, diesen Karrierepfad einzuschlagen?
Nach meinem Bachelor und Doppelmaster in Mechanical Engineering und Industrial Engineering habe ich gemerkt, dass mich nicht nur die technische Seite von Problemen interessiert. Mich hat vor allem der größere Kontext fasziniert: Wie greifen operative Themen, Strategie und unternehmerische Fragestellungen ineinander?
Ich arbeite gerne im Team, sehe gerne konkrete Ergebnisse und möchte verstehen, warum Entscheidungen getroffen werden und was sie bewirken. Consulting hat mir genau das geboten: die Möglichkeit, meinen technischen Hintergrund mit operativen und finanziellen Perspektiven zu verbinden – und dabei kontinuierlich über verschiedene Industrien und Projekte hinweg zu lernen. NextGen Women hat mir schließlich gezeigt, dass die Teams und Projekte bei EY-Parthenon sehr gut zu meinen Interessen passen, insbesondere in Bereichen rund um Operations und Value Creation.
Es geht darum, komplexe Fragestellungen zu strukturieren, Prozesse zu verstehen und operative Entscheidungen in ihren größeren unternehmerischen Zusammenhang einzuordnen
Ángela Tudela // EY-Parthenon
Du bringst einen stark ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund mit. Was hat dich an der Beratung gereizt – und wie gut lässt sich technisches Denken in der Beratung einsetzen?
Mich reizt besonders die Vielfalt der Themen, die steile Lernkurve und der strukturierte Umgang mit komplexen Herausforderungen. Mein ingenieurwissenschaftlicher Hintergrund prägt stark, wie ich Probleme angehe: systematisch, mit einem Auge fürs Detail und mit der Zuversicht, auch dann Lösungen zu finden, wenn der Weg zunächst nicht ganz klar ist. Es geht weniger darum, technische Formeln anzuwenden, sondern vielmehr um die Denkweise dahinter: komplexe Fragestellungen zu strukturieren, Prozesse zu verstehen und operative Entscheidungen in ihren größeren unternehmerischen Zusammenhang einzuordnen. Diese Art zu denken bringe ich nicht nur in meine Projektarbeit ein, sondern auch darin wie ich mit Herausforderungen umgehe, neugierig, strukturiert und mit dem Wunsch, das Gesamtbild zu verstehen.
Wie bist du auf das NextGen Women Programm von EY-Parthenon aufmerksam geworden und was hat dich dazu bewegt, dich zu bewerben?
Ich bin über eine Plattform für Consulting-Events auf das Programm aufmerksam geworden. Für mich war es die perfekte Gelegenheit, EY-Parthenon aus erster Hand kennenzulernen. Mich hat interessiert, wie die Unternehmenskultur aussieht, wie Teams zusammenarbeiten und welche Projekte im Fokus stehen. Außerdem wollte ich herausfinden, ob das Umfeld der richtige nächste Schritt für meinen Karriereweg ist.
Welche Elemente des Programms – etwa Workshops, Fallstudien, Mentoring oder Networking – waren für dich besonders prägend?
Wir waren von Beginn an sehr aktiv eingebunden. Wir haben im Team an einer Case-Study gearbeitet, Entscheidungen getroffen und unsere Ergebnisse präsentiert. Besonders geschätzt habe ich die enge Begleitung durch die EY-Parthenon Beraterinnen. Sie haben uns gecoacht, uns Feedback gegeben und gemeinsam mit uns reflektiert, was gut lief und wo wir uns weiterentwickeln können. Das hat mir gezeigt, wie stark EY-Parthenon auf Weiterentwicklung, Feedback und Zusammenarbeit setzt – und genau das hat mich überzeugt.

Was konntest du aus dem NextGen Women Programm konkret in deinen heutigen Arbeitsalltag als Consultant mitnehmen?
Eine Erkenntnis begleitet mich bis heute: Offenheit und Neugier sind im Consulting entscheidend. Niemand erwartet, dass du von Anfang an alles weißt.
Die besten Lösungen entstehen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenarbeiten und ihre Perspektiven einbringen. Genau diese Haltung – Fragen stellen, neugierig bleiben und die eigene Sichtweise teilen – versuche ich jeden Tag in meine Arbeit als Beraterin einzubringen.
Wem würdest du das NextGen Women Programm empfehlen – und warum lohnt es sich gerade für Studentinnen mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund?
Ich würde das Programm jeder Frau empfehlen, die neugierig auf Consulting ist – besonders Studentinnen mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund. Viele Fragen sich: Wie sieht der Alltag in der Beratung aus und passe ich mit meinem Profil überhaupt ins Consulting? Genau hier setzt NextGenWomen an. Das Programm bietet einen offenen und interaktiven Rahmen, um genau das herauszufinden: Einblicke in die Arbeit zu bekommen und mit Beraterinnen zu sprechen, die diesen Weg bereits gegangen sind.
Welche Bedeutung hatten Gespräche mit Beraterinnen oder Partnerinnen bei EY-Parthenon für dich? Wie wichtig sind Vorbilder aus deiner Sicht für Frauen in der Beratung?
Ein Gespräch ist mir besonders im Kopf geblieben: der Austausch mit der Partnerin Sandra Zahn während des Events. Sandra hat mir gezeigt, wie breit die Themen bei EY-Parthenon aufgestellt sind – von strategischen Fragestellungen bis hin zu sehr operativen und technisch geprägten Projekten, etwa im Bereich IT-Carve-outs. In diesem Moment wurde mir klar: Mein Hintergrund passt hier wirklich rein.
Was Vorbilder betrifft: Sie sind generell wichtig – unabhängig vom Geschlecht. Aber gerade in eher männlich geprägten Bereichen machen weibliche Vorbilder bestimmte Karrierewege greifbarer. Zu sehen, dass jemand mit einem ähnlichen Hintergrund diesen Weg gegangen ist, hilft enorm, sich selbst in dieser Rolle vorstellen zu können.
Wo siehst du dich selbst in den nächsten Jahren – und welche Rolle spielen Programme wie NextGen Women für langfristige Karriereentwicklung in der Beratung?
In den nächsten Jahren möchte ich mich als Beraterin weiterentwickeln und ein noch tieferes Verständnis dafür entwickeln, wie Unternehmen ihre Prozesse und Strukturen nachhaltig verbessern können.
Programme wie NextGen Women spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie den Beruf früh greifbar machen.
Während des Events konnte ich sowohl mit Consultants sprechen, die relativ am Anfang ihrer Karriere stehen, als auch mit Partnerinnen, die ihre eigene Entwicklung und ihren Werdegang geteilt haben. Für Studierende ist das extrem wertvoll: Sie können fundierter entscheiden, ob Consulting zum eigenen Profil und zu den eigenen Zielen passt.

Ángela Tudela Pérez ist Consultant im Execution-Team (Schwerpunkt im Bereich Private Equity Value Creation) bei EY-Parthenon in München. Sie absolvierte einen internationalen Doppelmaster in Mechanical Engineering (M.Sc.) an der Technischen Universität München sowie in Industrial Engineering (M.Sc.) an der Universitat Politècnica de València. Zuvor sammelte sie praktische Erfahrungen unter anderem bei McKinsey & Company, MTU Aero Engines und Ford Motor Company. Ihren Einstieg in die Beratung begleitete sie als Teilnehmerin des NextGen Women Programms von EY-Parthenon.