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    Kathrin Schmidt von cbs Corporate Business Solutions über KI, Integration und die Zukunft der Technologieberatung

    Kathrin Schmidt, hier auf dem diesjährigen SAP Business AI Platform Partner Innovation Day, ist Senior Consultant im Bereich SAP Integration Technology bei cbs Corporate BusinessSolutions und beschäftigt sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz
    Kathrin Schmidt, hier auf dem diesjährigen SAP Business AI Platform Partner Innovation Day, ist Senior Consultant im Bereich SAP Integration Technology bei cbs Corporate Business Solutions und beschäftigt sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz

    KI braucht ein starkes Fundament

    Künstliche Intelligenz verändert die Technologieberatung – doch einzelne Anwendungen allein schaffen noch keinen nachhaltigen Mehrwert. Kathrin Schmidt, Senior Consultant bei cbs Corporate Business Solutions, beschäftigt sich mit der Integration von KI-Lösungen in bestehende Unternehmenslandschaften und erlebt dabei, wie sich die Anforderungen an Beraterinnen und Berater verändern. Im Interview spricht sie über intelligente Systeme, die Bedeutung von Zusammenarbeit und ihren Weg von der Wirtschaftsinformatik in die Beratung.

    Du hast Wirtschaftsinformatik studiert und dich schon früh intensiv mit Software Engineering beschäftigt. Wann wurde dir klar, dass du dein technisches Know-how in der Beratung einsetzen möchtest?

    Ich habe mich schon sehr für technische Themen interessiert, insbesondere für Bereiche, die verschiedene Aspekte aus Technologie und Business vereinen. Deshalb war für mich relativ früh klar, dass ich Wirtschaftsinformatik studieren möchte. Im Studium hat mich vor allem Software Engineering begeistert. Ich fand es spannend, mit technischen Mitteln kreativ zu arbeiten und konkrete Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig geht es im Software Engineering immer darum, komplexe Probleme zu analysieren, sie in überschaubare Schritte zu zerlegen und nachhaltige, skalierbare Lösungen zu schaffen.

    Genau diese Fähigkeiten sind auch in der Beratung entscheidend. Dort analysiert man ebenfalls komplexe Herausforderungen, versteht die dahinterliegenden Anforderungen und entwickelt gemeinsam mit Kunden passende Lösungsansätze. Für mich wurde daher schnell deutlich, dass sich mein technisches Know-how sehr gut mit einer Beratungsrolle kombinieren lässt. Ausschlaggebend war letztlich auch die Vielfalt der Beratung. Ich schätze die Abwechslung, die unterschiedlichen Kunden, Projekte und Fragestellungen. Kein Projekt ist wie das andere, und genau diese Challenge sowie die Möglichkeit, kontinuierlich Neues zu lernen, haben mich überzeugt, meinen technischen Hintergrund in der Technologieberatung einzusetzen.

    Warum fiel deine Wahl nach dem Studium auf cbs – und nicht auf ein Softwareunternehmen oder direkt auf SAP?

    Nach dem Studium war für mich relativ klar, dass ich in die Technologieberatung gehen möchte und mich nicht in einer klassischen Softwareentwicklungsrolle sehe. Mich reizte vor allem die Kombination aus Technologie, Kundenkontakt, strategischem Denken und der Arbeit an unterschiedlichen Projekten. Ich schätze die Abwechslung, die die Beratung mit sich bringt, denn jedes Projekt bringt neue Herausforderungen, neue Teams und neue Perspektiven.

    SAP war für mich durchaus eine interessante Option, sowohl als Softwareunternehmen als auch mit seiner Consulting-Sparte. Letztendlich hat mich jedoch cbs aus mehreren Gründen überzeugt. Ein wichtiger Faktor war das hervorragend strukturierte Traineeprogramm. Es bietet einen klaren Einstieg in die SAP- und Beratungswelt und vermittelt in kurzer Zeit die notwendigen fachlichen und methodischen Grundlagen. Gerade ohne tiefgehende SAP-Vorkenntnisse hat mir das die Sicherheit gegeben, mich erfolgreich in diesem Umfeld entwickeln zu können.

    Ausschlaggebend war aber auch der persönliche Eindruck während des Bewerbungsprozesses. Schon in den Gesprächen habe ich die besondere Herzlichkeit, Offenheit und Wertschätzung bei cbs gespürt. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die Menschen dort nicht nur fachlich stark sind, sondern auch großen Wert auf Zusammenarbeit und Teamgeist legen. Diese zwischenmenschliche Komponente hat für mich einen entscheidenden Unterschied gemacht.


    Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht darin,
    Business- und IT-Ansprechpartner zusammenzubringen, Anforderungen zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven zu vermitteln und gemeinsam Lösungen zu entwickeln

    Kathrin Schmidt // cbs Corporate Business Solutions


    Viele verbinden Unternehmensberatung vor allem mit Strategie und Prozessen. Wie sieht dein Arbeitsalltag als Senior Solution Consultant im Bereich Enterprise Integration tatsächlich aus?

    Viele verbinden Unternehmensberatung vor allem mit Strategieprojekten, Managementthemen, PowerPoint-Präsentationen und Excel-Analysen. Mein Arbeitsalltag als Senior Solution Consultant im Bereich Enterprise Integration sieht jedoch deutlich anders aus, und genau das macht ihn für mich so spannend.
    Im Enterprise-Integration-Umfeld beschäftigen wir uns mit den Kernprozessen eines Unternehmens und der Frage, wie die gesamte Systemlandschaft nahtlos zusammenarbeitet. Jedes Unternehmen hat heute gewissermaßen einen digitalen Zwilling: Zahlreiche Anwendungen, Plattformen und Systeme bilden die Geschäftsprozesse digital ab. Damit ein Unternehmen erfolgreich funktionieren kann, müssen diese Systeme genauso reibungslos zusammenspielen wie die Prozesse in der realen Welt. Unsere Aufgabe ist es, die Verbindungen zwischen diesen Systemen zu schaffen und sicherzustellen, dass alle Zahnräder ineinandergreifen und das große Ganze funktioniert.

    Dabei arbeiten wir nicht nur auf der technischen Ebene, sondern auch sehr intensiv mit den Menschen hinter den Prozessen. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht darin, Business- und IT-Ansprechpartner zusammenzubringen, Anforderungen zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven zu vermitteln und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. In vielen Projekten sind wir die Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT und sorgen dafür, dass beide Seiten dieselbe Sprache sprechen.
    Dadurch sind wir sehr nah an den tatsächlichen Abläufen eines Unternehmens. Wir beschäftigen uns mit den Prozessen, die das Kerngeschäft ausmachen und letztlich darüber entscheiden, ob ein Unternehmen seinen Kunden die gewünschten Produkte und Dienstleistungen zuverlässig bereitstellen kann. Diese Kombination aus Technologie, Prozessverständnis und Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Stakeholdern macht meinen Arbeitsalltag besonders abwechslungsreich und spannend.

    Kathrin Schmidt auf der ONE.CON 2026, dem „Nummer-1-Event der SAP Industry Community”
    Kathrin Schmidt auf der ONE.CON 2026, dem „Nummer-1-Event der SAP Industry Community”

    Du beschäftigst dich intensiv mit Künstlicher Intelligenz – allerdings weniger mit einzelnen Anwendungen als mit ihrer Vernetzung. Warum wird gerade die Integration verschiedener KI-Lösungen künftig zum entscheidenden Erfolgsfaktor?

    Künstliche Intelligenz wird künftig nicht deshalb erfolgreich sein, weil einzelne Anwendungen immer leistungsfähiger werden, sondern weil es gelingt, diese Anwendungen sinnvoll in die bestehende Unternehmenslandschaft zu integrieren und miteinander zu vernetzen. Im Grunde sehen wir hier die gleiche Herausforderung, die Unternehmen bereits bei klassischen Geschäftsanwendungen erlebt haben. Einzelne Systeme können für sich betrachtet hervorragend funktionieren und einen spezifischen Prozess optimal unterstützen. Der eigentliche Mehrwert entsteht aber erst dann, wenn diese Systeme nahtlos zusammenarbeiten und Teil eines durchgängigen End-to-End-Prozesses werden.

    Welche Risiken entstehen, wenn Unternehmen bei KI vor allem auf einzelne Use Cases statt auf ein gemeinsames Fundament setzen?

    Unternehmen entwickeln häufig sehr gute KI-Use-Cases für einzelne Anwendungsbereiche. Diese werden jedoch oft isoliert umgesetzt, jeweils als eigenständige Projekte mit eigener Architektur, eigenen Datenquellen und eigenen Prozessen. Für den nächsten Use Case beginnt dann häufig wieder alles von vorne. Dadurch entstehen Silos, fehlende Standards und langfristig eine Komplexität, die Innovation eher bremst als beschleunigt.

    Diese Entwicklung erinnert stark an den Applikationswildwuchs der frühen Digitalisierungswellen, als immer mehr Prozesse digitalisiert wurden, die einzelnen Lösungen aber nicht miteinander verbunden waren. Aus dieser Erfahrung sollten Unternehmen lernen und bei KI von Anfang an auf eine integrierte und skalierbare Architektur setzen.

    Deshalb halte ich es für wichtiger, zunächst eine solide KI-Plattform und ein einheitliches Fundament aufzubauen, als einzelne Use Cases isoliert zu optimieren. Wenn Daten, Prozesse, Governance, Sicherheit und Integrationsmechanismen zentral gedacht werden, können neue KI-Anwendungen deutlich schneller entwickelt und unternehmensweit genutzt werden. Erst auf dieser Basis lässt sich das volle Potenzial von KI nachhaltig ausschöpfen.

    Wo zeigt sich dieser Zusammenhang besonders deutlich – und was bedeutet das konkret für Unternehmen?

    Besonders im SAP-Umfeld wird dieser Aspekt deutlich. Der größte Mehrwert von KI besteht häufig nicht darin, bestehende Prozesse vollständig neu zu erfinden, sondern die Interaktion mit den Systemen zu vereinfachen und die User Experience deutlich zu verbessern. Damit dies funktioniert, muss die KI nahtlos mit den bestehenden Geschäftsprozessen und den zugrunde liegenden Systemen verbunden sein. Nur wenn KI und die vorhandene Systemlandschaft Hand in Hand arbeiten, entsteht ein echter und messbarer Geschäftsnutzen. Deshalb bin ich überzeugt, dass langfristig nicht die einzelne KI-Anwendung den Unterschied machen wird, sondern die Fähigkeit eines Unternehmens, verschiedene KI-Lösungen, Datenquellen und Geschäftsprozesse zu einem integrierten Gesamtsystem zu verbinden. Genau darin liegt der entscheidende Erfolgsfaktor für die nächste Phase der KI-Transformation.

    Du gehörst zu einer Generation von Beraterinnen, für die KI selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehört. Gleichzeitig übernehmen KI-Systeme immer mehr Standardaufgaben. Welche Fähigkeiten werden für junge Beraterinnen und Berater dadurch wichtiger als noch vor wenigen Jahren?

    Das stimmt, und dadurch verschieben sich die Anforderungen an junge Beraterinnen und Berater spürbar. Fachliches Wissen bleibt natürlich wichtig, aber es reicht nicht mehr aus, sich allein über einen Wissensvorsprung zu definieren. Informationen sind heute deutlich leichter zugänglich, und KI kann bei vielen Fragestellungen bereits sehr wirkungsvoll unterstützen.
    Umso wichtiger werden Fähigkeiten, die sich nicht so leicht automatisieren lassen: Verantwortung übernehmen, Vertrauen aufbauen und komplexe Probleme strukturieren. Eine KI kann Informationen liefern und Aufgaben bearbeiten, aber sie kann keine Kundenbeziehungen gestalten und keine Verantwortung für Entscheidungen übernehmen.

    Gleichzeitig gewinnt die Fähigkeit an Bedeutung, komplexe Herausforderungen zu analysieren und in konkrete Lösungsansätze zu übersetzen. Die besten Beraterinnen und Berater sind künftig diejenigen, die KI gezielt als Werkzeug nutzen und gleichzeitig den menschlichen Mehrwert liefern: Kommunikation, Empathie, Urteilsvermögen und die Fähigkeit, Menschen durch Veränderungen zu begleiten.
    Darüber hinaus wird kontinuierliches Lernen immer wichtiger. Die technologische Entwicklung ist so dynamisch wie nie zuvor. Wer erfolgreich beraten möchte, muss neugierig bleiben, neue Technologien verstehen und bereit sein, sich ständig weiterzuentwickeln.


    Wir erleben aktuell eine technologische Entwicklungsgeschwindigkeit, die es für Einzelpersonen nahezu unmöglich macht, alle Innovationen, Werkzeuge und Entwicklungen vollständig im Blick zu behalten

    Kathrin Schmidt // cbs Corporate Business Solutions


    Du sagst, die KI-Transformation gelingt nur, wenn Menschen Erfahrungen teilen und voneinander lernen. Warum wird Zusammenarbeit in einer Zeit immer intelligenterer Systeme sogar noch wichtiger?

    Ich bin in meiner bisherigen Laufbahn, insbesondere bei cbs, zu einer klaren Überzeugung gekommen: Die größten Erfolge entstehen nicht durch Einzelpersonen, sondern durch Zusammenarbeit. Gerade in der Beratungsbranche gibt es oft das Klischee, dass Wissen zurückgehalten wird und alle miteinander konkurrieren. Meine Erfahrung ist jedoch genau das Gegenteil. Wenn Menschen ihr Wissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, entstehen bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit.
    Das wird durch die KI-Transformation sogar noch wichtiger. Wir erleben aktuell eine technologische Entwicklungsgeschwindigkeit, die es für Einzelpersonen nahezu unmöglich macht, alle Innovationen, Werkzeuge und Entwicklungen vollständig im Blick zu behalten. Niemand kann heute allein Experte für alle relevanten KI-Technologien, Plattformen und Anwendungsfälle sein.

    Deshalb gewinnt der Austausch von Erfahrungen enorm an Bedeutung. Wenn Teams ihre Erkenntnisse, Best Practices und auch ihre Fehler offen miteinander teilen, müssen andere nicht dieselben Umwege gehen. Jeder kann von den Erfahrungen anderer profitieren, und das beschleunigt die Lernkurve für alle Beteiligten. Wissen wird dadurch nicht weniger wertvoll, sondern vervielfacht seinen Nutzen.

    Genau deshalb sehe ich Zusammenarbeit als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren der KI-Transformation. In einer Zeit, in der sich Technologien immer schneller weiterentwickeln, wird deshalb die Fähigkeit, voneinander zu lernen und gemeinsam Wissen aufzubauen, zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Wer versucht, allein Schritt zu halten, wird langfristig an Grenzen stoßen. Wer hingegen auf Zusammenarbeit setzt, kann Innovationen deutlich schneller verstehen, adaptieren und erfolgreich in die Praxis bringen.

    Du bist innerhalb kurzer Zeit vom Trainee zur Senior Solution Consultant geworden und sprichst heute auf Fachkonferenzen über Zukunftsthemen wie KI-Agenten. Welche Erfahrungen oder Entwicklungsmöglichkeiten bei cbs haben dabei den größten Unterschied gemacht?

    Die Grundlage meiner Entwicklung war sicherlich das Traineeprogramm, das mir einen strukturierten und schnellen Einstieg in die SAP- und Beratungswelt ermöglicht hat. Den größten Entwicklungsschub habe ich jedoch auf realen Kundenprojekten erlebt. Von Anfang an hatte ich die Möglichkeit, mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und an echten Herausforderungen zu wachsen. Dabei haben mich sowohl fachliche Mentoren als auch das starke Teamumfeld unterstützt.

    Besonders prägend war für mich außerdem die Innovationskultur bei cbs. Wer Interesse zeigt und neue Themen vorantreiben möchte, bekommt die Freiheit und Unterstützung, dies auch zu tun. So konnte ich mich früh intensiv mit Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz beschäftigen, an internen Innovationsprojekten mitwirken und meine Erkenntnisse später sogar auf Fachkonferenzen teilen.
    Entscheidend war für mich dabei vor allem das Vertrauen, das jungen Mitarbeitenden entgegengebracht wird. Wenn man Interesse zeigt, Initiative ergreift und Verantwortung übernehmen möchte, erhält man die Möglichkeit, sichtbar zu werden, an Fachveranstaltungen teilzunehmen und sich als Experte für Zukunftsthemen zu positionieren. Wer sich engagiert und Potenzial zeigt, wird aktiv dabei unterstützt, den nächsten Schritt zu gehen.

    Insgesamt war es also die Kombination aus spannenden Projekten, starker Unterstützung und genügend Gestaltungsspielraum, die für mich den größten Unterschied in meiner Entwicklung vom Trainee zum Senior Solution Consultant gemacht hat.


    Langfristig könnte KI  noch tiefgreifendere Veränderungen auslösen als die Digitalisierung

    Kathrin Schmidt // cbs Corporate Business Solutions


    Vor einigen Jahren stand die Digitalisierung im Mittelpunkt, heute sprechen alle über KI. Glaubst du, dass wir gerade einen ähnlich tiefgreifenden Wandel erleben – oder verändert KI Unternehmen noch grundsätzlicher?

    Ich glaube, dass wir aktuell einen Wandel erleben, der mit der Digitalisierung durchaus vergleichbar ist, in manchen Bereichen aber sogar noch weiter geht. Die Digitalisierung hat Unternehmen dabei geholfen, Prozesse digital abzubilden und effizienter zu gestalten. KI baut auf dieser Grundlage auf, verändert aber zusätzlich die Art und Weise, wie Menschen mit Prozessen und Systemen interagieren. Besonders spannend ist dabei, dass KI dadurch nicht nur einzelne Prozesse optimiert, sondern die Möglichkeit eröffnet, bestehende Abläufe und Strukturen grundlegend neu zu gestalten.

    Im SAP-Umfeld sehen wir beispielsweise, wie klassische Benutzeroberflächen zunehmend um intelligente Assistenten und Interaktion über natürliche Sprache ergänzt werden, beziehungsweise nach und nach ersetzt werden. Der Nutzer konzentriert sich stärker auf das gewünschte Ergebnis, während die technische Komplexität im Hintergrund verschwindet.
    Langfristig könnte KI also sogar noch tiefgreifendere Veränderungen auslösen als die Digitalisierung selbst. Nicht weil sie bestehende Prozesse einfach schneller macht, sondern weil sie uns dazu zwingt, Arbeit, Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung völlig neu zu denken. Unternehmen, die KI erfolgreich einsetzen wollen, müssen deshalb nicht nur neue Technologien einführen, sondern ihre Prozesse, Rollenbilder und Organisationsstrukturen weiterentwickeln. Genau darin liegt aus meiner Sicht die eigentliche Transformation.

    Wenn heute Studierende der Wirtschaftsinformatik überlegen, ob sie in die Beratung gehen sollen: Was würdest du ihnen aus deiner bisherigen Erfahrung mit auf den Weg geben?

    Studierenden der Wirtschaftsinformatik würde ich definitiv immer wieder empfehlen, die Beratung als Karriereweg in Betracht zu ziehen. Für mich ist Wirtschaftsinformatik einer der besten Studiengänge, um sich auf die Technologieberatung vorzubereiten, weil er das Beste aus beiden Welten miteinander verbindet. Im Studium lernt man nicht nur die Grundlagen der Informatik und der Wirtschaftswissenschaften, sondern vor allem, wie man zwischen diesen Bereichen vermittelt. Genau diese Fähigkeit ist in der Beratung entscheidend. Kunden haben selten rein technische oder rein betriebswirtschaftliche Herausforderungen.

    Die spannendsten Fragestellungen entstehen meist genau dann, wenn beide Welten aufeinanderprallen.
    Wirtschaftsinformatik wird dabei häufig unterschätzt und manchmal als „ein bisschen BWL, ein bisschen Informatik“ beschrieben. Meiner Erfahrung nach wird man dem Studiengang damit aber nicht gerecht. Wirtschaftsinformatik ist eine eigenständige Disziplin mit eigenen Methoden, Forschungsfeldern und Fragestellungen. Im Kern geht es darum, Technologie sinnvoll einzusetzen, um Unternehmen und Prozesse zu verbessern. Genau darum geht es auch in der Technologieberatung.

    Mein wichtigster Rat wäre deshalb: Neugierig bleiben und keine Angst davor haben, Verantwortung zu übernehmen. Die Beratung bietet die Möglichkeit, an unterschiedlichsten Projekten zu arbeiten, schnell zu lernen und früh Einblicke in verschiedenste Unternehmen und Branchen zu erhalten. Wer Spaß daran hat, komplexe Probleme zu lösen, mit Menschen zusammenzuarbeiten und gleichzeitig ein starkes Interesse an Technologie mitbringt, findet in der Beratung ein Umfeld mit enormen Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.


    Kathrin Schmidt // cbs Corporate Business Solutions
    Kathrin Schmidt, Jahrgang 1999, ist Senior Consultant im Bereich SAP Integration Technology bei cbs Corporate Business Solutions. Nach ihrem Bachelor- und Masterstudium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim sammelte sie bereits während des Studiums praktische Erfahrungen im Software Engineering und in der Prozessoptimierung. 2023 startete sie über das Traineeprogramm bei cbs und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zur Senior Consultant. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt auf SAP Integration Suite, Cloud Integration und modernen Integrationsarchitekturen. Darüber hinaus engagiert sie sich intensiv im Bereich Künstliche Intelligenz und wurde unter anderem als Gewinnerin eines SAP-Hackathons sowie des internen cbs Innovation Awards ausgezeichnet. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie leidenschaftliche Dressurreiterin und nimmt regelmäßig an Turnieren teil. Einen Ausgleich zum Beratungsalltag findet sie außerdem beim Skifahren, Pilates und auf Reisen.

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    cbs Corporate Business Solutions

    Unternehmensprofil: Mit der Erfahrung aus mehr als 3.000 internationalen Projekten und über 25 Jahren Marktpräsenz, sowie 40 Standorten in Deutschland und international, sind wir der Hidden Champion für globale und digitale End-to-End-Geschäftsprozesslösungen. 70 Prozent der Weltmarktführer aus der DACH-Region vertrauen uns. Wir sind ihr Berater auf Augenhöhe und der globale Lieferant ihrer auf SAP-Software und Cloud-Technologie basierenden Unternehmenslösungen.

    Branchenfokus: cbs entwickelt digitale End-to-End-Geschäftsprozesslösungen, mit der Konzentration auf SAP als Markenkern. Wir bedienen das komplette SAP Produktportfolio über alle industrierelevanten Applikationen hinweg. Als Lösungsanbieter reichen unsere Leistungen von der Strategie- und Managementberatung über die Prozess- und Anwendungsberatung bis hin zur Technologie-Beratung und Support.

    Gründungsjahr: 1995

    Mitarbeitende: Über 1.800 Mitarbeitende an 40 deutschlandweiten und internationalen Standorten

    Karriere bei cbs

    Karrierestufen: Bei cbs kannst du Verantwortung übernehmen und dein Potenzial entfalten, denn hier kannst du deine Leidenschaft und dein Können voll einbringen. Als weltweit tätiger Prozessberater, SAP und Salesforce Spezialist, haben wir eine große Bandbreite an Betätigungsfeldern. Für die unterschiedlichen Interessen und Neigungen findet sich bei cbs der richtige Job.

    Wir finden die Aufgabe, die zu dir passt: als Absolvent, Young Professional und Professional.

    Darum zu uns: Bei cbs gestaltest du deinen Arbeitsalltag eigenverantwortlich im Einklang mit deinen individuellen Lebensbedürfnissen. Mit modernen Arbeitsplätzen und flexiblen Arbeitsmodellen sorgen wir für den passenden Rahmen, der je nach Veränderung deiner Situation auf dich zugeschnitten werden kann. Mobiles Arbeiten, Sabbatical, Workation und 30 Tage Urlaub sind nur einige Beispiele wie wir die passenden Rahmenbedingungen für dich schaffen, damit du Hochleistung erbringen kannst.

    Wir suchen: Übernimm Verantwortung, setze deine Fähigkeiten ein und entfalte dein Potential, denn bei uns kannst du das tun, was dir Spaß macht. Wir finden genau die Aufgabe, die zu dir passt, damit du über dich hinauswachsen kannst – als Berufseinsteiger, Professional und Führungskraft. Erfahre mehr zu den Karrieremöglichkeiten in den einzelnen Fachbereichen Technology Consulting, Business Consulting, Inhouse Consulting und Corporate Functions.

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