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    Atruvia AG

    Wie KI das Banking verändert: Ein Gespräch mit Roland Reckert von Atruvia

    KI-basierte Lösungen unterstützen Banken dabei, Beratung effizienter, sicherer und individueller zu gestalten – ohne den menschlichen Kontakt zu ersetzen
    KI-basierte Lösungen unterstützen Banken dabei, Beratung effizienter, sicherer und individueller zu gestalten – ohne den menschlichen Kontakt zu ersetzen

    Warum KI Bankberatung persönlicher, sicherer und individueller macht

    Künstliche Intelligenz verändert das Banking – aber nicht, indem sie Menschen ersetzt, sondern indem sie Beratung intelligenter, sicherer und zugänglicher macht. Roland Reckert, Tribe Lead Security, Identity and Analytics bei Atruvia, erklärt im Interview, wie KI bereits heute Prozesse optimiert, Risiken reduziert und Beraterinnen und Berater entlastet. Gleichzeitig zeigt er, welche neuen Geschäftsmodelle entstehen und warum Technologie nur dann echten Mehrwert schafft, wenn sie Nähe fördert und den Menschen im Mittelpunkt lässt.

    Seit Oktober 2025 bist du Tribe Lead Security, Identity and Analytics bei Atruvia. Welche Rolle spielt KI konkret an dieser Schnittstelle zwischen Bank und Bankkunde – aktuell und zukünftig?

    Aktuell nutzen wir KI vor allem, um Prozesse effizienter und sicherer zu gestalten. Beispielsweise setzen wir KI-basierte Systeme zur Erkennung von Betrugsversuchen ein, die verdächtige Muster in Echtzeit analysieren und so Banken und Kunden proaktiv schützen. Auch im Bereich Identity Management kommt KI zum Einsatz, etwa bei der intelligenten Analyse von Zugriffsverhalten, um Identitäten zuverlässig zu verifizieren und Missbrauch zu verhindern.

    Zukünftig wird KI noch stärker zum Enabler für innovative, personalisierte Bankdienstleistungen. Wir erwarten, dass KI-basierte Lösungen den Dialog zwischen Bank und Kunde weiter individualisieren – etwa durch intelligente Chatbots, die komplexe Anfragen verstehen und bearbeiten können, oder durch Analysesysteme, die Kundenbedürfnisse frühzeitig erkennen und maßgeschneiderte Angebote vorschlagen. Gleichzeitig bleibt die Sicherheit ein zentrales Thema: KI wird helfen, Risiken schneller zu erkennen und zu minimieren, ohne dabei die Nutzerfreundlichkeit einzuschränken.

    Für uns als Atruvia bedeutet das, die Chancen der KI verantwortungsvoll zu nutzen und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Die Schnittstelle zwischen Bank und Kunde wird dadurch nicht nur digitaler, sondern auch persönlicher und sicherer.


    KI wird helfen, Risiken schneller zu erkennen und zu minimieren, ohne dabei die Nutzerfreundlichkeit einzuschränken


    KI kann Daten analysieren, Muster erkennen und Empfehlungen ableiten – aber wie lässt sich sicherstellen, dass sie die persönliche Beratung ergänzt und nicht ersetzt?

    Das ist eine zentrale Frage, die mich als Tribe Lead bei Atruvia besonders beschäftigt. KI kann heute Beeindruckendes leisten – aber sie sollte die persönliche Beratung nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.
    Für mich steht im Mittelpunkt, dass Technologie immer dem Menschen dienen muss. KI kann Beraterinnen und Berater entlasten, indem sie relevante Informationen bereitstellt oder Abläufe beschleunigt. Dadurch bleibt mehr Zeit für das, was wirklich zählt: das persönliche Gespräch, das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden.

    Du stellst auf LinkedIn die Frage in den Raum, wie es gelingt, Technologie so einzusetzen, dass sie Nähe schafft statt Distanz. Was ist deine persönliche Antwort darauf?

    Damit Technologie Nähe schafft statt Distanz, müssen wir sie bewusst gestalten. Das bedeutet: KI sollte so eingesetzt werden, dass sie die Berater unterstützt. Die Entscheidung und das Einfühlungsvermögen bleiben aber beim Menschen.

    Meine persönliche Antwort auf die Frage, wie Technologie Nähe schaffen kann, ist: Indem wir sie als Werkzeug begreifen, das Beziehungen stärkt, Vertrauen fördert und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.


    KI sollte so eingesetzt werden, dass sie die Berater unterstützt – die Entscheidung und das Einfühlungsvermögen bleiben aber beim Menschen


    Die Atruvia-Studie „Digitalisierung im Bankensektor 2025” zeigt unter anderem: Banken müssen digitale Kanäle stärken, niedrigschwellige Informationsangebote schaffen und ihre Beratung an unterschiedliche Wissensstände anpassen. Wie kann KI helfen, diese Wissenslücke zu schließen und niedrigschwellige Zugänge zu schaffen, ohne die Kund:innen zu überfordern?

    Die Studie zeigt vor allem, dass Kund:innen der Technologie bereits sehr offen gegenüberstehen. Wichtig ist vielen Kund:innen, dass sie wissen, wenn KI zum Einsatz kommt. Und sie akzeptieren KI im Banking insbesondere dann, wenn der Alltag dadurch einfacher gestaltet wird – beispielsweise für einen 24/7 mobil verfügbaren Service.

    Wenn es hingegen um Beratung geht, sinkt die Akzeptanz für den KI-Einsatz deutlich, insbesondere bei wichtigen Lebensentscheidungen wie dem Hauskauf oder der Altersvorsorge. Dort setzen auch technologisch offene Kund:innen lieber auf den menschlichen Kontakt. Heißt konkret: Wenn KI transparent eingesetzt und dort genutzt wird, wo sich Kund:innen einen persönlichen Vorteil vom Technologieeinsatz versprechen, dann hilft KI Barrieren abzubauen, ohne Kund:innen zu überfordern.

    Bei Atruvia arbeitet ihr direkt mit Volks- und Raiffeisenbanken zusammen. Welche konkreten KI-Anwendungen siehst du bereits im Einsatz und wo ist das größte Potenzial?

    Oh, das ist eine schwierige Frage. Eine der Anwendungen, die am meisten im Einsatz ist, ist unsere generative Bot-Familie GenoGPT. Aber auch die KI-Lösungen zur Prozessoptimierung, wie beispielsweise das Auslesen von Energieausweisen oder die KI-gestützte Erfassung von Legitimationsdokumenten sind weit verbreitet. Das größte Potenzial ist in meinen Augen analog zu vielen anderen Branchen zu sehen: Ein messbarer Mehrwert durch die Nutzung von (generativer KI) entsteht nicht durch Funktionen und Anwendungsfälle allein. Die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI ist in meinen Augen weniger ein Tech-Thema, sondern mehr ein Führungsthema. Und da gilt „einfach“ das Motto: Jeden Tag ein bisschen besser …

    „Die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI ist in meinen Augen weniger ein Tech-Thema, sondern mehr ein Führungsthema” // Roland Reckert gestaltet als Tribe Lead bei Atruvia die Schnittstelle zwischen KI, Sicherheit und moderner Bankberatung
    „Die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI ist in meinen Augen weniger ein Tech-Thema, sondern mehr ein Führungsthema” // Roland Reckert gestaltet als Tribe Lead bei Atruvia die Schnittstelle zwischen KI, Sicherheit und moderner Bankberatung

    Du hast einen juristischen Hintergrund. Inwiefern hilft dir diese Perspektive beim Thema KI, gerade in Bezug auf regulatorische Anforderungen und Compliance? Wie schafft Atruvia die Balance zwischen Innovation und Datensicherheit?

    Mein juristischer Hintergrund ist für meine Arbeit im KI-Umfeld ein echter Mehrwert – gerade wenn es um regulatorische Anforderungen und Compliance geht. Die Entwicklung und der Einsatz von KI im Bankensektor sind stark reguliert, und die rechtlichen Rahmenbedingungen verändern sich dynamisch.

    Das Verständnis für Datenschutz, IT-Sicherheit und regulatorische Vorgaben wie die DSGVO oder die Anforderungen der BaFin hilft mir, Kunden umfassend bei der Nutzung und Implementierung von KI-Technologien im Bankalltag zu begleiten. Auch hilft er mir, ganz praktische Fragen zu beantworten und darzulegen, welche unterschiedlichen Sichtweisen zu einem bestimmten Sachverhalt eingenommen werden können. Denn schließlich gibt es bei vielen Fragestellungen keine „absolute Sicherheit“ sondern häufig verschiedene Ansichten. Und in ganz speziellen Fällen fällt es mir leichter, darauf hinzuweisen, einen Fachspezialisten – beispielsweise einen Anwalt – rechtzeitig hinzuzuziehen, damit das Management bei seinen Entscheidungen angemessen begleitet wird. Hier hilft übrigens die gute Zusammenarbeit mit den Regionalverbänden, die ja über Rechtsberater verfügen.

    Du hast gerade selbst eine Weiterbildung an der St. Gallen Business School mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz absolviert. Das heißt, du siehst dich auch noch als Lernender?

    Ja, immer. Eigentlich ist die Frage nun beantwortet … Scherz beiseite: Lebenslanges Lernen ist nach meinem Verständnis wesentlicher Bestandteil des Berufslebens – schon seit vielen Jahren. Es ist vollkommen egal, wie alt ich bin oder wie lange ich bereits im Beruf bin. Die Welt steht nicht still und wenn ich einen Beitrag für Kund:innen, Kolleg:innen und Arbeitgeber leisten will, ist es einfach folgerichtig, sich stetig weiterzuentwickeln und weiterzubilden.


    Kunden und Kundinnen können komplexe Anliegen rund um die Uhr digital klären, erhalten verständliche Erklärungen und werden bei Bedarf nahtlos an menschliche Berater:innen übergeben


    In deiner Weiterbildung hast du dich mit „Markterfolg mit neuen Geschäften” durch KI beschäftigt. Welche neuen Geschäftsmodelle siehst du durch KI im Banking entstehen?

    Das ist eine gute Frage … Ein zentrales Beispiel sind hyperpersonalisierte Finanzdienstleistungen: KI ermöglicht es, Kundenbedürfnisse in Echtzeit zu erkennen und individuell zugeschnittene Angebote zu entwickeln – von maßgeschneiderten Kreditprodukten über dynamische Spar- und Anlageempfehlungen bis hin zu personalisierten Versicherungen. Die Bank wird so zum digitalen Begleiter, der proaktiv auf Lebenssituationen und Wünsche eingeht. Und ich bin überzeugt davon, dass diese Musik in einer gar nicht weit entfernten Zukunft spielt.

    Da ich selbst im Vertrieb einer Großbank sozialisiert wurde, blicke ich natürlich auch immer auf die persönliche Beratung: Sie wird ergänzt und erweitert werden, durch KI-gestützte Beratungs- und Self-Service-Modelle: Kunden können komplexe Anliegen rund um die Uhr digital klären, erhalten verständliche Erklärungen und werden bei Bedarf nahtlos an menschliche Berater:innen übergeben. Das schafft eine ganz neue Definition von „Kundennähe“.

    Mein Fazit: KI ist der Schlüssel zu neuen, datengetriebenen Geschäftsmodellen im Banking. Sie ermöglicht es, bestehende Angebote zu transformieren und völlig neue Wertschöpfungsketten zu erschließen – immer mit dem Ziel, den Kundennutzen zu maximieren und die Bank als innovativen Partner im Alltag der Kund:innen zu positionieren.

    Wo siehst du die Banking-Branche in fünf Jahren, wenn es um den Einsatz von KI geht? Was wird Standard sein, was bleibt visionär?

    Die demographischen Herausforderungen sind in fünf Jahren dank KI gemeistert. Dank KI können hochindividuelle Kundenbedürfnisse auch hochindividuell bedient werden, denn die Standardisierung findet dank KI nicht mehr auf Prozess-, sondern auf Technologie-Ebene statt. In fünf Jahren ist KI im Banking so normal, wie die Nutzung der Banking-App schon heute.
    Tja, und was visionär bleibt … Ich denke, das wird sich zeigen und sehr stark davon abhängen, wie mutig und rasch wir Zukunft gestalten.


    Wir setzen auf agile Arbeitsweisen, Teamspirit und eine Kultur, in der Fragen und Kreativität ausdrücklich erwünscht sind

    Roland Reckert // Atruvia AG


    Welche Möglichkeiten bietet ihr jungen Talenten, die in den Bereich Consulting, KI und Banking einsteigen möchten?

    Wir bei Atruvia legen großen Wert darauf, jungen Talenten attraktive Einstiegsmöglichkeiten und individuelle Entwicklungsperspektiven zu bieten – gerade in den zukunftsweisenden Bereichen Consulting, KI und Banking.

    Für Berufseinsteiger gibt es bei uns verschiedene Wege: Zum Beispiel über Trainee-Programme, Praktika oder Werkstudententätigkeiten, die gezielt auf die Anforderungen im Consulting und im KI-Umfeld ausgerichtet sind. Junge Talente erhalten dabei die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen, an spannenden Projekten mitzuwirken und von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu lernen.

    Im Bereich KI und Digitalisierung bieten wir ein inspirierendes Umfeld: Unsere Teams arbeiten an innovativen Lösungen, die den Bankensektor nachhaltig verändern. Wer bei uns einsteigt, kann an echten Zukunftsthemen mitwirken – von der Entwicklung intelligenter Analyse-Tools über die Gestaltung sicherer Identitätslösungen bis hin zur Beratung von Banken bei der digitalen Transformation.

    Wichtig ist uns ein offenes, wertschätzendes Miteinander: Junge Talente bringen frische Ideen und neue Perspektiven ein, die wir aktiv fördern. Wir setzen auf agile Arbeitsweisen, Teamspirit und eine Kultur, in der Fragen und Kreativität ausdrücklich erwünscht sind.

    Mein Tipp an alle, die in diesen Bereich einsteigen möchten: Neugier, Lernbereitschaft und der Mut, neue Wege zu gehen, sind bei uns ausdrücklich willkommen. Atruvia bietet die Möglichkeit, Innovationen im Banking aktiv mitzugestalten und sich persönlich wie fachlich weiterzuentwickeln – in einem Umfeld, das Zukunft denkt und lebt.


    Roland Reckert // Atruvia AG

    Roland Reckert, Jahrgang 1977, ist seit Januar 2017 bei der Atruvia AG (damals noch Fiducia & GAD IT AG) tätig, zunächst als Abteilungsleiter Vertriebsbank, dann als Tribe Lead Vertriebs- und Geschäftsprozesse und seit Oktober 2025 als Tribe Lead Security, Identity and Analytics. Neben seinem Bachelor of Laws an der FernUniversität in Hagen absolvierte er mehrere Weiterbildungen an der St. Gallen Business School. Beruflich ist er seit nunmehr 25 Jahren in der Bankenbranche aktiv – B2C und B2B. Roland ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 10 und 13 Jahren. Er ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und kein Fußballfan – was seine Freunde gar nicht verstehen können. Zu seinen Hobbys zählen Reisen und Radfahren.

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    Atruvia AG

    Atruvia AG (ehemals Fiducia & GAD IT AG)

    Gründungsjahr: 2021

    Unser Unternehmensprofil: Als Digitalisierungspartner der genossenschaftlichen FinanzGruppe und einer der größten Finanz-IT-Dienstleister in Deutschland verstehen wir uns als Schrittmacher bei der Digitalisierung des Banking. Was uns antreibt: Wir wollen unsere Kunden begeistern und unseren rund 4.600 Mitarbeiter*innen an fünf Standorten das bestmögliche Arbeitsumfeld bieten.

    Unser Fokus: Finanz-Services smart weiterzuentwickeln, IT-Services noch effizienter zu erbringen sowie die performante Durchführung von Milliarden Transaktionen über unsere Hochleistungsrechenzentren sicherzustellen. Dazu verknüpfen wir IT- und Branchenexpertise und verwenden unterschiedlichste Technologien: von der klassischen Mainframe-Architektur bis hin zu Multi-Cloud-Infrastrukturen und Künstliche Intelligenz.

    Mitarbeitende: 5.500 (AG), 10.100 (Konzern)
    Wichtigstes Credo: Wir verbinden. Füreinander.

    www.atruvia.de

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