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    FTI-Andersch

    Alexandra Ischanka-Penk über Healthcare-Beratung, Strukturwandel und ihre Rolle bei FTI-Andersch

    Schnell angekommen im Unternehmen: Alexandra Ischanka-Penk (Mitte) ist seit Februar 2025 bei FTI-Andersch
    Schnell angekommen im Unternehmen: Alexandra Ischanka-Penk (Mitte) ist seit Februar 2025 bei FTI-Andersch

    „Das Gesundheitswesen ist im kompletten Umbruch“

    Die Krankenhausreform, Digitalisierung und Fachkräftemangel – das deutsche Gesundheitswesen steht vor enormen Herausforderungen. Alexandra Ischanka-Penk baut als Senior Consultant bei FTI-Andersch den Healthcare-Bereich mit auf und bringt dabei wertvolle Praxiserfahrung aus dem Klinikmanagement mit. Im Gespräch erklärt sie, warum Sanierungsprojekte im Gesundheitswesen besonders komplex sind und welche Chancen sie in der aktuellen Transformation sieht.

    Du bist seit Februar 2025 bei FTI-Andersch. Wie bist du auf das Unternehmen aufmerksam geworden, und wie lief dein Einstieg und Onboarding-Prozess ab?

    Ich muss zugeben, FTI-Andersch hatte ich ursprünglich gar nicht auf dem Radar, weil ich einen sehr spezifischen Hintergrund im Gesundheitswesen habe – und das ist ein Feld, das FTI-Andersch aktuell noch aufbaut. Durch einen Kontakt, der zu FTI-Andersch gewechselt ist, bin ich darauf aufmerksam und neugierig geworden. Mich hat besonders interessiert, einen neuen Bereich mit aufzubauen. Ich bin jetzt seit etwa einem halben Jahr dabei, die Probezeit ist vorbei, und ich hatte einen sehr guten Start. Bereits in der zweiten Woche durfte ich an einem Training, der sogenannten Academy, teilnehmen und alle Peers kennenlernen. Das war sehr wichtig für meinen Einstieg. Ich bin in einem super Team gelandet, wurde herzlich aufgenommen und war ab der dritten Woche bereits in einem Projekt eingebunden.


    Ich hatte vorher kein Praktikum in der Beratung gemacht und wagte den Quereinstieg direkt als Senior Consultant

    Alexandra Ischanka-Penk // FTI-Andersch


    Einen Bachelor in Gesundheitsökonomie und einen Master in Management im Gesundheitswesen: Wie hat diese akademische Grundlage deine Beratungspraxis geprägt? Wie kam der Wechsel ins Consulting zustande?

    Ich habe mich früh spezialisiert – quasi von Anfang an mit dem Bachelor und Master in Gesundheitsökonomie. Dass ich in die Beratung gehe, war aber anfangs nicht klar. Ich war zunächst im Krankenhausbereich tätig. Die Beratung hat mich zwar immer gereizt, aber ich konnte es mir damals noch nicht richtig vorstellen. Ich habe immer nach Vielfalt in meinem Tätigkeitsbereich gesucht. Nach einem Trainee-Programm, bei dem ich verschiedene Einrichtungen kennenlernen durfte, wurde ich immer neugieriger, was der Healthcare-Bereich noch zu bieten hat. Die Beratung erschien mir als nächste Stufe in Bezug auf Vielfalt – sowohl bei den Aufgaben als auch bei den Mandanten.

    Nach meiner Stelle als Vorstandsreferentin beim Finanzvorstand einer großen Klinikkette wagte ich dann den Quereinstieg. Ich hatte vorher kein Praktikum in der Beratung gemacht und stieg direkt als Senior Consultant ein. Das war eine völlig andere Welt im Vergleich zu den Prozessen in einem Krankenhauskonzern. Aber es half mir, dass ich auch in der Beratung mit dem Fokus auf den Gesundheitsbereich unterwegs war. Dadurch war ich inhaltlich direkt an Bord.

    Du hast praktische Erfahrungen bei AGAPLESION als Vorstandsreferentin und im Qualitäts- und Risikomanagement gesammelt. Wie helfen dir diese Einblicke in die operative Seite des Gesundheitswesens bei deiner Beratungstätigkeit?

    Bei AGAPLESION war ich beim Finanzvorstand tätig. AGAPLESION ist eine große Gesundheitskette mit etwa 20 Krankenhäusern, 40 Alten- und Pflegeheimen und ambulanten Strukturen – ein wirklich großer Player in Deutschland als freigemeinnütziger Träger. Dort hatte ich das Trainee-Programm absolviert, das über anderthalb Jahre ging. Ich durfte verschiedene Standorte kennenlernen, in verschiedenen Managementpositionen mitlaufen und Projekte begleiten. Anschließend wechselte ich in die Unternehmenszentrale zum Finanzvorstand und betreute gemeinsam mit ihm die Themen, die in seinem Verantwortungsbereich lagen – unter anderem IT, Logistik und besonders stark den Finanzbereich. Das umfasste Jahresabschlüsse, Auswertungen, Reportings auf Konzernebene mit den entsprechenden Abteilungen wie dem Controlling.

    Ich wurde ich immer neugieriger, was der Healthcare-Bereich noch zu bieten hat’ // Alexandra Ischanka-Penk, Quereinsteigerin in die Beratung
    Ich wurde immer neugieriger, was der Healthcare-Bereich noch zu bieten hat // Alexandra Ischanka-Penk, Quereinsteigerin in die Beratung

    Was war für dich eigentlich ursprünglich ausschlaggebend für die Entscheidung, in Richtung Healthcare zu gehen?

    Der Bereich hat mich eigentlich schon immer interessiert. Aus dem familiären Umfeld sind viele im Gesundheitswesen tätig. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt, Medizin zu studieren, aber das hat organisatorisch nicht geklappt. Trotzdem wollte ich etwas mit Bezug zum Gesundheitswesen studieren. So habe ich diese Kombination gefunden, die ich wirklich klasse fand. Das Studium hatte zwar BWL-Fokus, aber auch einen sehr starken Medizinbezug – das war eine tolle Kombination.

    FTI-Andersch ist besonders für Turnaround- und Restrukturierungsberatung bekannt. Welche spezifischen Herausforderungen siehst du bei Sanierungsprojekten im Healthcare-Sektor?

    Mit unserem Healthcare- & Life-Sciences-Team nehmen wir bei FTI-Andersch eine besondere Rolle ein, weil wir mit einem klaren Branchenfokus arbeiten. Ich beschreibe das mit meiner „Healthcare-Brille“. Was uns wirklich beschäftigt, sind die vielen Stakeholder, die man alle mitnehmen muss: Geschäftsführungen, Banken, MitarbeiterInnen vor Ort – ÄrztInnen, Pflegekräfte, Kostenträger. Das ist ein ganz großer Mix im Vergleich zu einem klassischem Industrieunternehmen. Hinzu kommt, dass Krankenhäuser sehr stark im gesellschaftlichen Fokus stehen, weshalb wir eine besondere Rolle einnehmen und verschiedene Aspekte berücksichtigen müssen. Inhaltlich sind es die regulatorischen Anforderungen, die immer komplexer werden. Es fällt nichts weg, es kommt immer Neues dazu.

    Dazu kommen Herausforderungen wie der Fachkräftemangel. All das erschwert es, ein Unternehmen in der Krise nachhaltig zu sanieren. Wir können so viele Maßnahmen definieren, wie wir wollen – entscheidend ist, dass diese auch tatsächlich umsetzbar sein müssen. Diese Bedingungen erschweren die Umsetzung, machen die Beratungsarbeit anspruchsvoll und dadurch sehr spannend.

    Dein Weg führte vom Management-Trainee zur Senior Consultant-Position. Welche Schlüsselmomente haben deine Karriereentwicklung am meisten geprägt?

    Während die regulären MitarbeiterInnen in den Controlling-Abteilungen die Regelaufgaben übernehmen, bekommt man als Trainee oft Sonderaufgaben. Das fand ich extrem spannend, weil es so vielfältig ist. Ich wusste aber auch, dass ich nach dem Trainee-Programm in eine feste Rolle mit einem festen Aufgabenspektrum kommen würde – diese Vielfalt würde es so nicht mehr geben. Hinzu kam, dass ich zwar drei Krankenhausketten kennengelernt hatte, mir aber immer noch der Blick darauf fehlte, wie es die anderen machen. Das wollte ich durch die Beratung lernen und besser verstehen. Man hat eine gewisse Brille auf und denkt, so machen es alle. Wenn man sich dann austauscht oder andere Unternehmen kennenlernt, stellt man fest: Das geht ja auch ganz anders – besser und schlechter. Das hat mich gereizt: Ich möchte mehr sehen – mehr Unternehmen und unterschiedliche Strukturen, um herauszufinden, was wirklich gut funktioniert und was nicht.


    Im Gesundheitswesen werden die Strukturen neu gedacht, und das ist definitiv ein Feld mit sehr viel Beratungsbedarf

    Alexandra Ischanka-Penk // FTI-Andersch


    Das Gesundheitswesen durchlebt massive Veränderungen. Welche Trends siehst du als besonders relevant für strategische Beratung in diesem Sektor?

    Aktuell ist das gesamte Gesundheitswesen im Umbruch. Die Krankenhausreform möchte wirklich grundlegend die Strukturen verändern. Es gibt viele Trends weg vom Stationären hin zu ambulanten Versorgungsformen – etwa in spezialisierten Zentren oder durch niedergelassene Strukturen. Diese grundlegenden Versorgungsformen werden überdacht. Da gibt es zum Beispiel die Überlegung, dass wir nicht mehr so viele Krankenhäuser brauchen, sondern sie zu großen Zentren zusammenfassen. Die Strukturen werden neu gedacht, und das ist definitiv ein Feld mit sehr viel Beratungsbedarf, weil das große Themen sind, die nicht einfach zu handhaben sind. Das alles kommt zusammen mit der aktuellen finanziellen Situation: Ein Wandel kostet, man spart zwar langfristig ein, aber gleichzeitig kostet der Umbruch jetzt. Das finanziell abzubilden, ist für einzelne Player des Gesundheitswesens schwierig – da wird Unterstützung gebraucht. Und über Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung sprechen wir noch gar nicht, was nebenbei mitlaufen muss. Im Wesentlichen sind es dieser Umbruch der Strukturen, die finanzielle Abbildung und natürlich Change-Management – diesen ganzen Prozess zu betreuen, umzusetzen und alle mitzunehmen. Das ist ein breites Beratungsfeld.

    Gibt es aus deiner Sicht Länder, die in diesem Bereich wesentlich weiter sind?

    Ja, mit Sicherheit. Gerade die skandinavischen Länder sind sehr innovativ unterwegs. Dänemark hat einmal ihre komplette Krankenhauslandschaft umgekrempelt – da gibt es sehr gute Vorbilder. Durch meinen Migrationshintergrund kenne ich auch andere Gesundheitssysteme, die deutlich schlechter aufgestellt sind. Deshalb bin ich dankbar für das deutsche Gesundheitswesen. Ich glaube, wir jammern auf einem sehr hohen Niveau.


    Die Beratung spielt eine Schlüsselrolle, denn sie hilft nicht nur bei der strategischen Planung, sondern auch bei der Umsetzung dieser Transformationen

    Alexandra Ischanka-Penk // FTI-Andersch


    Wo siehst du die größten Chancen und Risiken für deutsche Healthcare-Unternehmen in den nächsten Jahren, und welche Rolle spielt dabei die Beratung?

    Die größte Chance liegt definitiv in der Digitalisierung – aber das ist gleichzeitig auch das größte Risiko. Wir hinken bei digitalen Prozessen, elektronischen Patientenakten und automatisierten Abläufen massiv hinterher. Das brauchen wir dringend vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Digitale Lösungen können Arbeitsabläufe effizienter machen und Personal entlasten. Im Zusammenhang mit dem Strukturwandel kommt sehr viel Arbeit auf den stationären Sektor zu. Die Ambulantisierung muss vorangetrieben werden – das bedeutet komplett neue Versorgungsmodelle, neue Abrechnungssysteme, neue Kooperationen zwischen ambulanten und stationären Bereichen. Es werden viele komplexe Projekte benötigt.

    Alexandra Ischanka-Penk mit KollegInnen im Frankfurter Office von FTI-Andersch
    Alexandra Ischanka-Penk mit KollegInnen im Frankfurter Office von FTI-Andersch

    Ein großes Thema sind auch die Fusionen: Viele kleinere Krankenhäuser werden nicht überleben, es entstehen größere Verbünde und Zentren. Das bringt M&A-Aktivitäten mit sich, aber auch die Herausforderung, verschiedene Kulturen und Systeme zu integrieren. Das Risiko liegt darin, dass sich die Schere weiter öffnet: Zwischen denen, die den Wandel schaffen, und denen, die abgehängt werden. Gerade kleinere, finanziell schwächere Häuser könnten den Anschluss verlieren.

    Die Beratung spielt dabei eine Schlüsselrolle: Wir helfen nicht nur bei der strategischen Planung, sondern auch bei der praktischen Umsetzung dieser Transformationen. Change Management ist dabei genauso wichtig wie die reine Strategieentwicklung – denn am Ende müssen alle Beteiligten mitgenommen werden.

    Wo können Beratungen den Hebel ansetzen? Bei Themen wie Fachkräftemangel oder Infrastruktur sind ja auch den Beratungsgesellschaften die Hände gebunden.

    Als Beraterin kann man strategisch denken und wirklich langfristig überlegen, wie man digitale Tools einsetzt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen oder wie man das Ganze finanziert. Vielleicht nicht, um diese globalen Probleme zu lösen, aber um den Unternehmen weitere Perspektiven und Möglichkeiten zu eröffnen – als Sparringspartner. Gleichzeitig gilt es, die notwendigen Veränderungsprozesse zu begleiten. FTI-Andersch macht ja nicht nur Turnaround, sondern auch Transformation und Transaction. Gerade im Transaction-Bereich – wenn die Gesundheitslandschaft neu strukturiert werden soll – werden Unternehmen verkauft oder fusioniert. Die Begleitung im M&A-Bereich ist ein spannendes Feld, das heute schon relevant ist. Warum kannst du FTI-Andersch als Arbeitgeber empfehlen? Wenn ich an FTI-Andersch denke, verbinde ich damit ein hochprofessionelles Unternehmen, in dem man richtig wertgeschätzt wird – die Arbeit wird gesehen. Man leistet viel, aber das Unternehmen gibt auch viel zurück. Das erleichtert den Alltag, motiviert und macht Spaß bei der Arbeit. Die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen werden stark respektiert – das finde ich sehr schön.


    Alexandra Ischanka-Penk // FTI-Andersch

    Alexandra Ischanka-Penk, Jahrgang 1994, ist seit Februar 2025 als Senior Consultant bei FTI-Andersch tätig. Zuvor arbeitete sie in gleicher Position bei einer Transaktionsberatung mit Schwerpunkt im Bereich Healthcare. Sie hat einen Masterabschluss in Management im Gesundheitswesen sowie einen Bachelorabschluss in Gesundheitsökonomie von der RheinMain University of Applied Sciences. Berufliche Stationen vor ihrem Einstieg in die Beratung umfassten Tätigkeiten als Vorstandsreferentin bei AGAPLESION gAG sowie Aufgaben im Qualitäts- und Risikomanagement in verschiedenen Kliniken. Ihre Freizeit verbringt die ehemalige Leistungssportlerin aktiv, außerdem verreist sie gerne oder kreiert in der heimischen Küche Motivtorten.


    Dieser Artikel ist auch erschienen in der Printausgabe von junior //consultant 3-2025 Female Consulting

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    FTI-Andersch ist die führende Beratung im Bereich Turnaround in Deutschland und Teil der internationalen FTI Consulting Gruppe. Wir sind spezialisiert auf die nachhaltige Bewältigung schwierigster Unternehmenssituationen und die Umsetzung komplexer Transformationsprozesse.

    Gründungsjahr: 2012

    Mitarbeitende:

    Mitarbeitende: Über 130 MitarbeiterInnen in Deutschland. Über 7.900 MitarbeiterInnen weltweit.

     

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