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    Atruvia AG

    Strategieberatung zwischen Banking, IT und Transformation bei Atruvia

    Daniel Bourgeois ist Managing Consultant bei der Atruvia AG und seit zwei Jahren im Unternehmen:„Ich bin hier nicht gelandet – ich habe mich bewusst für Atruvia entschieden.“
    Daniel Bourgeois ist Managing Consultant bei der Atruvia AG und seit zwei Jahren im Unternehmen:
    „Ich bin hier nicht gelandet – ich habe mich bewusst für Atruvia entschieden.“

    „Man baut etwas auf, man gestaltet aktiv mit“

    Wie arbeitet es sich an der Schnittstelle von Banking, IT und Strategie? Und was unterscheidet die Beratung bei Atruvia von klassischen Strategieberatungen? Daniel Bourgeois und Leah Simon geben Einblicke in ihren Einstieg, berichten von Projekten rund um Fusionen und Transformation und erklären, warum gerade die Verbindung aus Technologie und Beratung den Unterschied macht.

    Leah ist seit Oktober 2024, Daniel seit Juli 2024 bei Atruvia. Das ist eine gute Zeit für einen ersten Rückblick: Wie verlief eure Zeit im Unternehmen bisher?

    Daniel: Der Einstieg bei Atruvia war für mich in gewisser Weise eine Heimkehr. Ich habe in einer Genossenschaftsbank gelernt und das hat mich geprägt – die Werte, die Art zu denken, das Miteinander. Das habe ich bei Atruvia sofort wiedergefunden.

    Natürlich ist Atruvia ein großes Unternehmen innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe – da braucht es erstmal eine Orientierungsphase, um Strukturen und die richtigen Menschen kennenzulernen. Aber genau das macht es interessant: Die internen Vernetzungsmöglichkeiten sind riesig, und der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bereichen bringt einen wirklich nach vorne. Atruvia ist dabei mehr als ich erwartet hatte – im positiven Sinne. Strategische Beratung, echte Gestaltungsmöglichkeiten, Themen wie KI, die ich nicht nur für Kunden denke, sondern selbst lebe. Das macht den Unterschied. Ich bin hier nicht gelandet – ich habe mich bewusst dafür entschieden.

    Leah: Ich bin seit Oktober 2024 Teil der Atruvia AG. Manchmal fühlt es sich an wie gestern – manchmal wie eine Ewigkeit. Beides stimmt.

    Als Junior Consultant mit einem klaren Weg zum Management Consultant weiß ich, wo ich hinwill. Ich wollte zurück in den Bankensektor – nicht irgendwie, sondern mit Substanz. Mit Menschen arbeiten, Lösungen entwickeln und dabei selbst nicht stehen bleiben. Genau das passiert hier, jeden Tag.
    Von Anfang an wurde ich in Themen eingebunden, die zählen – betriebswirtschaftliche Fusionen, Strategieberatung, neue Kommunikationsansätze – ein echtes Mitgestalten. Das fordert – und genau das will ich. Ich habe mich bewusst für Atruvia entschieden. Und ich freue mich darauf, was noch kommt.

    Wenn ihr Werbung in eigener Sache machen müsstet: Womit habt ihr das Unternehmen bereichert?

    Daniel: Was ich mitgebracht habe, ist ein externer Blick – geprägt durch Jahre in der Privatwirtschaft und verschiedenen Beratungsumfeldern. Diesen Blick versuche ich aktiv einzubringen, weil ich glaube, dass genau diese Kombination aus innerem Verständnis und äußerer Perspektive einen echten Mehrwert schafft.

    Leah: Ich denke, bei mir ist es eine Kombination, die ich bewusst einsetze: Erfahrung aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe auf der einen Seite, Wirtschaftsprüfung für mittelständische und große Handelsunternehmen sowie Großbanken auf der anderen. Zwei Perspektiven, die sich in der Beratung gegenseitig schärfen.

    Was hat euch bisher am meisten überrascht – im positiven wie im herausfordernden Sinne?

    Daniel: Was mich wirklich positiv überrascht hat, ist wie konsequent Atruvia Veränderung lebt. Das Unternehmen steht nie still – das Zusammenarbeitsmodell, die internen Strukturen, die Art, wie man miteinander arbeitet – das entwickelt sich ständig weiter. Für jemanden wie mich, der Stillstand nicht aushält, ist das ehrlich gesagt genau das richtige Umfeld.

    Was mich herausgefordert hat – und das sage ich völlig offen – sind die Prozesse. Atruvia ist ein Konzern, und das merkt man. Manches braucht länger als man es aus kleineren Beratungsumfeldern kennt. Aber ich habe gelernt: Das ist keine Frage des Willens, sondern der Komplexität. Und wichtig – man wird nicht allein gelassen. Es gibt Transparenz, es gibt Ansprechpartner, und am Ende kommt man ans Ziel.

    Was mich am meisten beeindruckt hat, ist der echte Fokus auf die Menschen – sowohl auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden als auch auf das gemeinsame Vorankommen. Das ist kein Satz aus dem Unternehmensleitbild, den spürt man im Alltag. Beides zusammen – die Herausforderung und das Positive – macht Atruvia für mich zu einem Ort, an dem man wirklich wachsen kann.


    Zufriedenheit, Gesundheit, Wohlbefinden – das ist bei Atruvia gelebte Kultur

    Leah Simon // Atruvia AG


    Leah: Was mich wirklich positiv überrascht hat, ist die Loyalität der Kolleg:innen. Viele sind schon seit ihrer Ausbildung oder ihrem dualen Studium dabei – und das hat einen guten Grund, wie ich bestätigen kann: Atruvia stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Zufriedenheit, Gesundheit, Wohlbefinden – das ist bei Atruvia gelebte Kultur. Ob Seminare zur Work-Life-Balance, Angebote für mentale Gesundheit, Unterstützung in besonderen Lebensphasen oder Programme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Atruvia weiß, dass Menschen nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn sie sich wirklich gut aufgehoben fühlen. Genau dieses Mindset schafft eine Atmosphäre, in der Loyalität und Zusammenhalt ganz von allein wachsen. Das schätze ich sehr.

    Was mich anfangs herausgefordert hat – und da schließe ich mich Daniel an – war die Menge und Vielfalt an Prozessen und Tools. In einem Konzern mit mehreren tausend Mitarbeitenden ist das nachvollziehbar, aber gerade am Anfang wirkt es überwältigend. Ich sage das völlig offen. Und trotzdem: Man wächst hinein. Die Kolleg:innen lassen einen nicht allein, und bei neuen Tools starten wir alle gemeinsam – lernen voneinander, entwickeln Sicherheit und neue Routine. Genau dieser gemeinsame Lernprozess macht das Arbeiten bei Atruvia so besonders.

    Daniel, du hast zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht, danach an der Frankfurt School of Finance studiert und hast bei verschiedenen Beratungen gearbeitet, bevor es zu Atruvia ging. Wie kam es zu diesem Weg?

    Daniel: Mein Weg war kein klassischer – und das war eine bewusste Entscheidung. Nach dem Abitur hätte ich direkt studieren können. Ich habe mich anders entschieden: Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Hausbank München eG, parallel Bankfachwirt, dann diplomierter Bankbetriebswirt und Bachelor in Finance & Management an der Frankfurt School – alles gleichzeitig, alles aufeinander aufbauend. War das hart? Ja. War die Freizeit überschaubar? Definitiv. Aber der Gewinn war enorm – und ich würde es jederzeit wieder so machen. Ausbildung und Studium parallel ist kein Umweg. Es ist ein Zeitgewinn. Für die Karriere und fürs Leben. Während andere nach dem Studium noch auf ihr erstes Praktikum warteten, hatte ich bereits echte Verantwortung getragen, Kundengespräche geführt und ein Netzwerk aufgebaut.

    Die Frankfurt School ist dabei mehr als ein Abschluss geblieben – als Alumnus und heute als Mentor bin ich ihr bis heute eng verbunden. Weil ich glaube, dass man etwas zurückgeben sollte. Und weil mich der Austausch dort ehrlich gesagt genauso weiterbringt.

    Welche Rolle spielt der Genossenschaftsgedanke, der sich wie ein roter Faden durch dein Arbeitsleben zieht?

    Daniel: Das tut er, richtig. Ich habe in einer Genossenschaftsbank gelernt, in meinen Beratungsstationen immer wieder mit Volksbanken und Raiffeisenbanken gearbeitet – und bin jetzt bei Atruvia, dem Herzstück der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Das Blaue Lager habe ich nie wirklich verlassen. Die Werte, das Miteinander, der Fokus auf den Menschen – das ist für mich keine Unternehmensphilosophie, das ist gelebte Überzeugung.

    Enge Verzahnung von Banking, IT und Transformation prägt die Projektarbeit // Leah Simon: „Diese Verbindung aus Strategie und Technologie – die gibt es so woanders nicht“
    Enge Verzahnung von Banking, IT und Transformation prägt die Projektarbeit // Leah Simon: „Diese Verbindung aus Strategie und Technologie – die gibt es so woanders nicht“

    Leah, dein Weg führt über eine Bankausbildung und ein BWL-Studium in die Beratung. Während deiner Zeit bei KPMG hast du unterschiedliche Stationen durchlaufen. Was hat dich letztlich dazu bewegt, zu Atruvia zu wechseln?

    Leah: Schon während meiner Bankausbildung bei der größten Genossenschaftsbank Deutschlands hatte ich dieses Gefühl: Das kann noch nicht alles sein. Ich wollte tiefer eintauchen, andere Perspektiven kennenlernen, über den Tellerrand hinausschauen. Diese Neugierde hat mich durch mein gesamtes BWL-Studium begleitet – immer mit einer klaren Verbindung zur Finanzbranche, die mich bis heute begeistert.

    Der Einstieg bei KPMG war dann eine außergewöhnlich prägende und bereichernde Zeit. Die Lernkurve war steil, ich bin fachlich wie persönlich enorm gewachsen, habe früh Verantwortung übernommen und ein starkes Fundament aufgebaut – eines, das mich bis heute trägt. Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch reifen lassen, den nächsten Schritt zu gehen – hin zu einer Rolle, in der ich aktiv mitgestalten kann.
    Genau zu diesem Zeitpunkt kam Atruvia. Für mich kein unbekannter Name – aufgewachsen im Münsterland mit Genossenschaftsbank-Background hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Es fühlte sich an wie nach Hause kommen. Die Rückkehr in den Genossenschaftssektor, die Menschen, die Kultur – das hat sich von Beginn an richtig angefühlt.

    Als dann die Position als Junior Management Consultant ausgeschrieben war, hat für mich alles zusammengepasst. Die Themenvielfalt, die enge Zusammenarbeit im Team, die direkte Wirkung beim Kunden. Vor allem aber der strukturierte Entwicklungspfad zum Management Consultant – genau das, was ich anstrebe und weiter konsequent verfolgen werde. Der Wechsel zu Atruvia war kein Zufall. Er kam zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.


    Atruvia ist Digitalisierungspartner, Strategieberater und Transformationsbegleiter in einem – das ist eine Konstellation, die so keine andere Beratung bieten kann

    Daniel Bourgeois // Atruvia AG


    Nun zum Hier und jetzt: Atruvia berät vor allem Banken aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe und verbindet Beratung mit Technologie- und Plattformthemen. Was macht diese Konstellation aus eurer Sicht besonders – gerade im Vergleich zu anderen Beratungen?

    Leah: Das wirklich Besondere ist das Zusammenspiel zwischen Strategieberatung und IT, das so kein anderes Beratungshaus bieten kann. Atruvia ist der Digitalisierungspartner der Genossenschaftsbanken – und stellt gleichzeitig die gesamte IT-Infrastruktur bereit. Das bedeutet für uns als Consultants: Wir arbeiten nicht im luftleeren Raum. Wir greifen auf Daten, Prozesse, Fachwissen und ein gewachsenes Netzwerk innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe zurück – und das macht den Unterschied.

    Besonders spürbar wird das bei Themen wie der betriebswirtschaftlichen Fusionsberatung: Dort arbeiten strategische und technische Berater:innen eng zusammen und treten gegenüber den Banken als ein gemeinsames Team auf. Das wird nicht nur von unseren Kunden geschätzt – auch intern ist dieses Miteinander und die Zusammenarbeit etwas, das ich sehr schätze.

    Daniel: Was Atruvia für mich wirklich besonders macht, ist eine Kombination, die ich so vorher nicht hatte: Ich bin Teil der genossenschaftlichen FinanzGruppe – und schaue gleichzeitig von außen auf sie. Das klingt erstmal widersprüchlich, ist aber genau der Punkt. Ich kenne die Sprache der Banken, ich verstehe ihre Realität – und bringe trotzdem den kritischen Blick eines Beraters mit, der auch mal unbequeme Fragen stellt.

    Und dann ist da noch das, was viele unterschätzen: Atruvia ist eben nicht nur IT. Wir sind Digitalisierungspartner, Strategieberater und Transformationsbegleiter in einem – das ist eine Konstellation, die so kein anderes Beratungshaus bieten kann.

    Welche Themen und Fragestellungen beschäftigen eure Kunden aktuell besonders?

    Daniel: Das neue Betriebsmodell – kurz nBM – ist aktuell das alles dominierende Thema. Es geht darum, Prozesse zu standardisieren, zu automatisieren und die Genossenschaftsbanken fit für die Zukunft zu machen. Das ist kein kleines Projekt, das ist eine grundlegende Neuausrichtung des gesamten Bankbetriebs bis 2030.

    Leah: Ja, absolut, das ist das momentane Topthema. Der Hintergrund ist klar: Bis 2030 werden rund 30 Prozent der Belegschaft die Genossenschaftsbanken verlassen. Das zwingt zur Neuausrichtung – effizienter, stärker automatisiert, konsequent fallabschließend, ergänzt durch echte Self-Service-Angebote. In der Theorie klingt das schlüssig. In der Praxis bedeutet es, Gewohnheiten aufzubrechen und neue Prozesse über viele Jahre hinweg konsequent zu leben. Genau diese langfristige Transformation zu begleiten – das ist anspruchsvoll. Und genau das macht es so spannend.

    Daniel: Daneben sind es strategische Fragen zur Wettbewerbspositionierung und natürlich KI – wie setze ich sie sinnvoll ein, ohne den Menschen dabei aus dem Blick zu verlieren. Das sind die Themen, die mich morgens antreiben.

    Viele Studierende denken bei Beratung zunächst an klassische Strategieberatungen. Was unterscheidet die Beratung bei Atruvia aus eurer Sicht – gerade im Zusammenspiel von Banking, IT und Transformation?

    Leah: Aus meiner Sicht wird die Beratungsleistung bei Atruvia von vielen noch unterschätzt – oder ist in dieser Form schlicht nicht auf dem Radar. Dass Studierende zuerst an klassische Strategieberatungen denken, ist verständlich. Atruvia taucht in diesem Kontext jedoch kaum auf, weil wir vor allem als Digitalisierungspartner der genossenschaftlichen FinanzGruppe bekannt sind.

    Wir verbinden strategische und betriebswirtschaftliche Beratung mit tiefem technischen Know-how und direktem Zugang zu Daten, Prozessen und Plattformen. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt.
    Besonders deutlich wird das bei Themen wie Fusionen, wo strategische Fragestellungen und technologische Umsetzung untrennbar miteinander verknüpft werden. Hier zahlt sich unser internes Netzwerk und das enge Zusammenspiel verschiedener Tribes direkt aus.

    Für mich ist das der Kern: Diese Verbindung aus Strategie und Technologie – die gibt es so woanders nicht. Und das ist etwas, das wir in Zukunft noch viel stärker sichtbar machen wollen.

    Daniel: Es ist tatsächlich gut, dass Studierende zunächst an klassische Strategieberatungen denken – denn genau das wollen wir in unserem Tribe auch sein. Das Ziel ist klar: die Strategieberatung für Banken in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Nicht mehr, nicht weniger.

    Und da liegt gleichzeitig die spannende Herausforderung: Atruvia wird von außen oft primär als IT-Konzern wahrgenommen – und das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Der Vorteil ist die einzigartige Nähe zu Technologie, Plattformen und den Prozessen der Banken. Die Herausforderung ist, als eine relativ kleine Einheit von Strategieberater:innen innerhalb eines großen IT-Konzerns die eigene Positionierung klarzumachen – nach innen wie nach außen.

    Aber genau das macht es für mich so reizvoll. Man baut etwas auf, man gestaltet aktiv mit, wie Strategieberatung bei Atruvia wahrgenommen wird. Das ist eine andere Energie als in einer etablierten Großberatung, wo die Strukturen längst gesetzt sind. Hier hat man echten Gestaltungsspielraum – und das ist für mich persönlich genau das Richtige.


    Das Thema „KI“ beschäftigt mich besonders– nicht als Hype, sondern als echte strategische Antwort auf den Fachkräftemangel und den Effizienzdruck

    Daniel Bourgeois // Atruvia AG


    Die Bankenbranche befindet sich mitten im Wandel – Digitalisierung, Regulierung, Konsolidierung. Was bedeutet dieser Umbruch konkret für eure Arbeit als Berater:in bei Atruvia?

    Daniel: Was mich an diesem Wandel fasziniert – und ich beobachte ihn seit fast 20 Jahren, von der Kundenberatung bis zur Strategieberatung – ist, dass er bei Genossenschaftsbanken nochmal eine ganz eigene Dimension hat. Volksbanken und Raiffeisenbanken sind keine Großbanken. Sie sind regional verwurzelt, nah an ihren Kundinnen und Kunden, nah an ihrer Region. Das ist ihre größte Stärke – und macht den Wandel gleichzeitig komplexer und menschlicher.

    Der Druck ist real und kommt von allen Seiten: Fintechs und Neobanken setzen neue Maßstäbe, Regulierung nimmt zu, und die Erwartungen der Kund:innen sind je nach Altersgruppe völlig unterschiedlich. Digital, schnell, persönlich, regional – alles gleichzeitig. Das ist keine einfache Gleichung, und genau da setze ich mit meiner Beratung an.

    Was mich dabei besonders beschäftigt, ist das Thema „KI“ – nicht als Hype, sondern als echte strategische Antwort auf den Fachkräftemangel und den Effizienzdruck. Meine Überzeugung ist klar: KI ersetzt keine Menschen. Aber Menschen mit KI werden auf lange Sicht Menschen ohne KI ersetzen. Der Mensch muss im Lead bleiben – KI verstehen, steuern, sinnvoll einsetzen. Das ist für mich keine Technologiefrage. Das ist pure Strategie.

    Leah: Was mich an dieser Arbeit täglich neu fasziniert – und ich sage das bewusst, obwohl ich es jeden Tag erlebe – ist die Dynamik, mit der sich die Welt verändert. Als Junior Consultant muss ich die Neuigkeiten aus den Bereichen Digitalisierung, Technologie, Regulatorik, Politik sowie die aktuellen Entwicklungen von morgen gefühlt schon heute kennen. Die Kunden erwarten das – zu Recht.

    Besonders die kleinen Genossenschaftsbanken stehen dabei vor einer ganz eigenen Herausforderung: Regulatorik, die immer komplexer wird. Technologie, die immer schneller wächst. Kundenverhalten, das sich immer rasanter verändert. Das ist kein leichtes Umfeld – und genau da sehe ich meinen Auftrag als Consultant: sicherzustellen, dass Strategie nicht nur für die Großen funktioniert, sondern auch für die Kleinen zukunftsfähig ist.

    Was die Strategieberatung dabei so besonders macht – und anspruchsvoll zugleich – ist, dass es kein Patentrezept gibt. Jede Bank ist anders. Andere Ausgangslage, andere Stärken, andere Baustellen. Das macht jedes Projekt einzigartig. Und ehrlich gesagt: genau das treibt mich an und macht diese Arbeit für mich jeden Tag aufs Neue so spannend.


    Am Ende entscheidet nicht das Konzept über Erfolg oder Misserfolg – sondern, ob es gelingt, die Menschen auf diesem Weg wirklich mitzunehmen

    Leah Simon // Atruvia AG


    Leah, du arbeitest im Bereich Geschäftsstrategie und Fusionen. Bankenfusionen sind ein sensibles Thema, bei dem viele Interessen zusammenkommen. Was sind aus deiner Sicht die größten Herausforderungen in solchen Projekten?

    Leah: Was mich an Bankenfusionen immer wieder fasziniert, ist ihre Vielschichtigkeit. Das sind keine rein betriebswirtschaftlichen Projekte. Das sind Veränderungsprozesse, die Menschen, Kulturen und gewachsene Identitäten berühren. Der Druck kommt von vielen Seiten gleichzeitig: Wettbewerbsfähigkeit, Marktmacht, regulatorische Anforderungen, digitale Transformation. Und dazu kommen Megatrends wie Fachkräftemangel und ein sich wandelndes Kundenverhalten.

    Aber die eigentliche Herausforderung liegt selten in den Zahlen. Sie liegt zwischen den Zeilen. Denn wenn zwei oder mehrere Banken fusionieren, treffen nicht nur Bilanzen aufeinander – sondern Identitäten, Kulturen, emotionale Bindungen, gewachsene Strukturen und unterschiedlichste Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungen. Das ist hoch sensibel. Und wenn dort Kommunikation fehlt oder Unsicherheit entsteht, kann selbst die strategisch sinnvollste Fusion scheitern.

    Meine Überzeugung ist deshalb klar: Der entscheidende Erfolgsfaktor ist der Mensch. Transparent kommunizieren, Vertrauen aufbauen, ein gemeinsames Zukunftsbild schaffen. Denn am Ende entscheidet nicht das Fusionskonzept über Erfolg oder Misserfolg – sondern, ob es gelingt, die Menschen auf diesem Weg wirklich mitzunehmen.

    Daniel, du beschäftigst dich unter anderem mit Change-Management und Fusionsprojekten. Wenn zwei Organisationen zusammengeführt werden, geht es ja nicht nur um Prozesse, sondern auch um Kultur. Wie geht ihr in der Beratung mit dieser Dimension um?

    Daniel: Fusionen scheitern selten an Prozessen – sie scheitern an Menschen. Das ist die ehrliche Wahrheit, die jeder in der Branche kennt, die aber nicht immer laut ausgesprochen wird. Zahlen, Strukturen und Systeme lassen sich zusammenführen. Kulturen nicht einfach per Projektplan. Gerade bei Genossenschaftsbanken ist das besonders sensibel – jede Bank hat ihre eigene Geschichte, ihre eigene Identität, ihre Verwurzelung in der Region. Wenn zwei solcher Institute fusionieren, treffen nicht nur zwei Organigramme aufeinander, sondern zwei Gemeinschaften, zwei Selbstverständnisse, manchmal zwei Jahrzehnte gelebter Unternehmenskultur.

    Mein Ansatz ist deshalb klar: früh zuhören, Ängste nicht wegmoderieren, sondern offen ansprechen, Mitarbeitende aktiv einbinden und Veränderung transparent gestalten. Change-Management ist für mich kein Add-on am Ende eines Projekts – es ist von Tag eins eine Kernaufgabe. Wer das unterschätzt, hat am Ende zwar eine neue Bank auf dem Papier, aber zwei Kulturen, die nebeneinander existieren, statt miteinander zu wachsen. Das ist kein Erfolg – das ist verpasstes Potenzial.

    Daniel, du bist parallel auch als Mentor an der Frankfurt School aktiv. Warum engagierst du dich dort – und was gibst du Studierenden mit, die über eine Karriere in der Beratung nachdenken?

    Daniel: Die Frankfurt School ist eine der besten Wirtschaftshochschulen Deutschlands – mit einem klaren Fokus auf Finance und Management, Triple Crown akkreditiert und international anerkannt. Dass ich dort studiert habe und bis heute als Alumnus und Mentor verbunden bin, ist kein Zufall, sondern Überzeugung.
    Wobei ich bei dem Wort „Mentor“ immer kurz schlucke – ich bin selbst 38. Ich fühle mich nicht wie jemand, der aus großer Höhe auf die nächste Generation herabblickt. Eher wie jemand, der ein paar Kurven früher abgebogen ist und sagen kann, welche davon sich gelohnt haben – und welche nicht.

    Der eigentliche Antrieb ist deshalb auch ein anderer: Ich bleibe dadurch selbst am Puls. Die Studierenden denken frisch, hinterfragen Dinge, bringen Perspektiven mit, die im Berufsalltag manchmal verloren gehen. Das ist kein Coaching in eine Richtung – das ist echter Austausch auf Augenhöhe. Manche dieser Beziehungen gehen weit über das offizielle Programm hinaus, und das schätze ich sehr. Wer aufhört zu lernen, staubt ein – und das ist definitiv keine Option.


    Ich möchte tiefer in die Themen eintauchen, die die Branche in den nächsten Jahren prägen werden – nicht als Beobachter, sondern als Mitgestalter

    Daniel Bourgeois // Atruvia AG


    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es manchmal ein Wiedersehen mit unseren Interviewpartner:innen gibt. Wenn wir uns in fünf Jahren wieder sprechen: Was möchtet ihr bis dahin in der Beratung erreicht haben?

    Daniel: In fünf Jahren möchte ich auf eine Strategieberatung bei Atruvia zurückblicken, die sich wirklich als solche etabliert hat – nicht nur intern, sondern auch in der Wahrnehmung unserer Kunden. Das ist mir ein echtes Anliegen, daran arbeite ich heute schon aktiv mit.

    Persönlich möchte ich tiefer in die Themen eingetaucht sein, die die Branche in den nächsten Jahren wirklich prägen werden – KI, Konsolidierung, die strategische Neuausrichtung der Genossenschaftsbanken. Nicht als Beobachter, sondern als jemand, der diese Entwicklung aktiv mitgestaltet hat.

    Und ich möchte mich bewusst im Bereich „Leadership“ weiterentwickeln. Nicht weil es auf einer Karriereleiter so vorgesehen ist, sondern weil ich der Überzeugung bin: Wer Verantwortung tragen will, muss sie auch aktiv einfordern. Mitschwingen war noch nie mein Ding.

    Wenn ich in fünf Jahren immer noch neugierig bin, immer noch Dinge hinterfrage und immer noch Austausch suche – mit Kunden, mit Kolleginnen und Kollegen, mit Studierenden an der Frankfurt School – dann habe ich vieles richtig gemacht. Kreativ denken. Klar führen. Erfolgreich handeln. Das gilt heute – und in fünf Jahren genauso.

    Leah: Wenn wir uns in fünf Jahren wiedersehen, möchte ich auf eine Beratungskarriere zurückblicken, die sich wirklich weiterentwickelt hat – fachlich, aber vor allem auch persönlich. Als qualifizierte Projektleiterin und Management Consultant, die Banken nicht nur durch Fusionen und strategischen Wandel begleitet, sondern dabei auch wirklich etwas bewegt.

    Die Leidenschaft für Strategieberatung, die mich heute antreibt – die soll in fünf Jahren noch genauso da sein. Nicht als Routine, sondern als echte Überzeugung. Denn genau das ist es, was mich an diesem Beruf festhält: die Chance, immer wieder über mich hinauszuwachsen, Neues zu lernen und mit jeder Erfahrung ein Stück mehr zu werden.

    Verlässlichkeit, Qualität, Haltung – das sind keine Schlagworte für mich. Das ist der Anspruch, den ich an mich selbst stelle. Wenn ich in fünf Jahren immer noch mit der gleichen Energie dabei bin, immer noch unbequeme Fragen stelle und immer noch wirklich etwas für meine Kunden erreichen will – dann weiß ich: Ich bin auf dem richtigen Weg.


    Leah Simon // Atruvia AG
    Leah Simon, Jahrgang 1996, ist Junior Consultant für Geschäftsstrategie und Fusionen bei der Atruvia AG in Münster. Nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau an der apoBank in Hannover studierte sie Betriebswirtschaft und Management an der Hochschule Osnabrück. Erste Einblicke in die Beratungs- und Prüfungspraxis sammelte sie im Rahmen eines Praktikums bei KPMG Deutschland, wo sie anschließend mehrere Jahre tätig war und unterschiedliche Rollen mit wachsender Verantwortung übernahm.
    Im Oktober 2024 schloss sie sich Atruvia an. Privat reist sie gerne durch die ganze Welt, ihre liebste Destination ist das Land Südafrika. Ihre Freizeit verbringt Leah aktiv und unternimmt viel mit Familie und Freunden.


    Daniel Bourgeois // Atruvia AG
    Daniel Bourgeois, Jahrgang 1988, ist Managing Consultant bei der Atruvia AG in München. Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Hausbank München, wo er anschließend mehrere Jahre in der Privat- und Firmenkundenberatung tätig war. Parallel zur Berufstätigkeit erwarb er zunächst den Bankfachwirt, bevor er gleichzeitig den Abschluss als diplomierter Bankbetriebswirt und den Bachelor of Arts in Finance & Management an der Frankfurt School of Finance & Management erlangte. Seine Beratungskarriere führte ihn über verschiedene Stationen in der Managementberatung mit den Schwerpunkten Zahlungsverkehr, Change-Management, Fusionsmanagement und Projektleitung. Seit Juli 2024 ist er bei Atruvia tätig, wo er sich auf die Beratung von Genossenschaftsbanken, Fusionsmanagement und Projektleitung spezialisiert. Darüber hinaus engagiert er sich als Mentor an der Frankfurt School of Finance & Management. Privat ist er leidenschaftlicher Reisender mit einer besonderen Vorliebe für Skandinavien – und verfolgt Formel-1-Rennen am liebsten nicht nur auf dem Bildschirm.

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    Atruvia AG

    Atruvia AG (ehemals Fiducia & GAD IT AG)

    Gründungsjahr: 2021

    Unser Unternehmensprofil: Als Digitalisierungspartner der genossenschaftlichen FinanzGruppe und einer der größten Finanz-IT-Dienstleister in Deutschland verstehen wir uns als Schrittmacher bei der Digitalisierung des Banking. Was uns antreibt: Wir wollen unsere Kunden begeistern und unseren rund 4.600 Mitarbeiter*innen an fünf Standorten das bestmögliche Arbeitsumfeld bieten.

    Unser Fokus: Finanz-Services smart weiterzuentwickeln, IT-Services noch effizienter zu erbringen sowie die performante Durchführung von Milliarden Transaktionen über unsere Hochleistungsrechenzentren sicherzustellen. Dazu verknüpfen wir IT- und Branchenexpertise und verwenden unterschiedlichste Technologien: von der klassischen Mainframe-Architektur bis hin zu Multi-Cloud-Infrastrukturen und Künstliche Intelligenz.

    Mitarbeitende: 5.500 (AG), 10.100 (Konzern)
    Wichtigstes Credo: Wir verbinden. Füreinander.

    www.atruvia.de

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