Im Studium zum PowerPoint-Präsi-Profi

Photo by NeONBRAND on Unsplash

Photo by NeONBRAND on Unsplash

In jedem Karriereratgeber wird es wieder und wieder beschworen: „Die Präsentation hat im Arbeitsalltag einen hohen Stellenwert“. Egal, ob im Vorstellungsgespräch, im Team, vor Kunden oder bei Branchenveranstaltungen: Wer erfolgreich sein will, der muss einerseits überzeugend seine Vorzüge und Fähigkeiten und andererseits seine Projekte fachkundig vermitteln können. Nichts leichter als das – oder?

Schaut man sich in der Realität um, werden in Universitäten zwar zahlreiche Präsentationen in Form von Referaten gehalten. Ein Thema und sich selbst überzeugend zu präsentiert, wird jedoch nur selten und viel zu wenig behandelt. Für alle Studierende, die das Studium bestmöglich nutzen möchten, um sich die gefragten Präsentations-Skills anzueignen, gibt es fünf kluge Tipps.

Tipp 1: Lerngruppen nutzen

Während des Studiums lernen viele Studenten gerne in Gruppen: Man profitiert von den Stärken der Anderen und lernt im Idealfall das, was man in der Vorlesung selbst nicht verstanden hat. Wieso nicht noch mehr Nutzen aus der Gemeinschaft ziehen? Teilt den Lernstoff untereinander auf und fasst ihn in einer Präsentation zusammen. Letztendlich bedeutet das nicht viel mehr Arbeit, als alles auf Collegeblockseiten oder Karteikarten festzuhalten. Darüber hinaus ist eine Präsentation sehr übersichtlich und kann komplexe Themen in Bildern und Grafiken oft besser erklären, als in Worten. Der entscheidende Benefit: Ihr lernt schnell, einen roten Faden in die Präsentation zu bekommen.

Tipp 2: Vortragstechnik „Pecha Kucha“

Unbegrenzte Zeit entspricht im Zweifel unbegrenzter Langeweile. Deshalb sollte man sich Grenzen setzen: Nicht nur beim Schreiben und in der Kunst, sondern auch beim Präsentieren fördert gerade das die Kreativität. Die Vortragstechnik „Pecha Kucha“ ist ähnlich amüsant wie ihr Name: 20 Folien, für jede Folie 20 Sekunden Zeit – mehr nicht. 400 Sekunden für einen kompletten Vortrag? Sportlich und alles andere als unmöglich! Kein Platz für unzählige Bullet Points und keine Zeit für Ausschmückungen. Wenn ihr es außerhalb der Vorlesungen einmal ausprobieren wollt: In Städten wie Köln und Berlin gibt es regelmäßig „Pecha Kucha Nights“. Der entscheidende Benefit: Ihr lernt schnell, komplexe Sachverhalte auf einen Punkt zu bringen.

Tipp 3: Elevator Pitch

Vom Elevator Pitch haben bestimmt viele schon gehört. Hier soll eine Idee in 30 Sekunden bis zwei Minuten, also während einer Aufzugfahrt, erklärt werden. Die Methode wurde ursprünglich von Vertrieblern entwickelt, um Kunden oder Chefs in den wenigen Sekunden einer Aufzugfahrt von einer Idee zu überzeugen. Heute nutzen Start-ups sie häufig, um Investoren zu gewinnen, aber auch in der Uni kann man von dieser Technik profitieren.

Probiert es doch mal im nächsten Seminar in der Vorstellungsrunde: Wer bin ich, was mache ich, was kann ich besonders gut? Welche Kurse besuche ich sonst noch? Diese Fragen lassen sich super in einen Elevator Pitch verpacken. Jeder hat ein Alleinstellungsmerkmal und hier geht es darum, es herauszustellen. Der entscheidende Benefit: Reduktion! Es gibt einen USP – den muss man herauskitzeln.

Tipp 4: PowerPoint-Karaoke

Keine Lust auf Karaoke nach einem anstrengenden Unitag? Dann probieren Sie mit Ihren Kommilitonen doch mal die PowerPoint-Karaoke aus. Dabei kann man auf spielerische Art das Präsentieren üben und der Spaß ist garantiert. Das Prinzip: Aus dem Netz werden Präsentationen zu ganz unterschiedlichen Themen runtergeladen. Ein Freiwilliger geht nach vorne und hält eine Präsentation, die er noch nie zuvor gesehen hat. Am besten zu einem Thema, von dem er absolut keine Ahnung hat – das ist umso lustiger für die Zuschauer! Der entscheidende Benefit: Spontanität und Improvisationsvermögen werden auf sehr kurzweilige Art geschult.

Tipp 5: Feedback einholen

Damit am Schluss auch etwas hängen bleibt, spielt bei all diesen Übungsformaten das Feedback die wichtigste Rolle. Folgende Fragen sollten dabei beantwortet werden:

  • War der Vortrag verständlich gegliedert? Gab es Einführung, Hauptteil und Schluss?
  • Sind die Inhalte übersichtlich und ansprechend visualisiert? Unterstützt die PowerPoint-Präsentation (falls vorhanden gewesen) das Gesagte oder lenkt sie eher ab?
  • Wie ist die Rhetorik der Person? Sind die Sätze verständlich, wurden Fachbegriffe erklärt?
  • War die Körpersprache passend zum Inhalt?

Bringen Sie Ihre Freunde und Kommilitonen dazu, sich gegenseitig zu bewerten. So lassen sich schnell Verbesserungen feststellen. Der entscheidende Vorteil: Nichts geht über ehrliches Feedback. Die Außensicht zeigt, wo Deine Stärken liegen und wo Du noch an Dir arbeiten kannst.


Marion Koppitz

Marion Koppitz (Jahrgang 1966) ist Gründerin, Gesellschafterin und CEO von i-pointing, Deutschlands Premium-Anbieter für Präsentationserstellung. Die in Passau geborene Betriebswirtin war mehrere Jahre bei Siemens Management Consulting als Präsentationsdesignerin tätig, bevor sie dort als Kommunikationsberaterin Turnaround-Projekte unterstützte. 2001 gründete sie die Firma i-pointing mit der Idee, professionelles Präsentationsdesign rund um die Uhr anzubieten. Ihr Credo: Rettet die Welt vor überflüssigen PowerPoint-Folien! 


i-pointing

i-pointing ist Deutschlands Premium-Anbieter für Präsentationserstellung. Das Unternehmen mit Sitz in München und einer Dependance in Berlin beschäftigt derzeit 30 feste Mitarbeiter und ein weltweites Netzwerk an Spezialisten. i-pointing bietet für die Optimierung sowie Neuerstellung von PowerPoint-Präsentationen, Icons, Grafiken und Animationen einen 24/7-Service. Präsentationen werden daher auch über Nacht fertiggestellt. Zudem gehören Vor-Ort-Betreuung im Bereich Präsentationen während Veranstaltungen und PowerPoint-Trainings direkt beim Kunden zum Leistungsangebot. i-pointing wurde im Jahr 2001 von Marion Koppitz gegründet. Sie leitet als CEO mit Tatjana Kröger, COO, und Sylvia Orgus, CCO, die Geschäfte des Unternehmens. Zum Kundenstamm gehören unter anderem Siemens, Sixt, Panasonic, Ikea und die Stadtwerke München.