Wenn die Chemie stimmt: Als Naturwissenschaftlerin bei A.T. Kearney

Ein Faible für Chemie und A.T. Kearney: Carolina Neudeck

Ein Faible für Chemie und A.T. Kearney: Carolina Neudeck

Chemikerin Carolina Neudeck von A.T. Kearney im Interview

Carolina Neudeck ist promovierte Chemikerin und Associate bei A.T. Kearney. Wie sie Wissenschaft und Chemie hinter sich ließ – aber doch jeden Tag davon profitiert – und weshalb sie A.T. Kearney als Arbeitgeber ganz besonders schätzt, verrät sie im Interview mit junior//consultant.

Frau Neudeck, Sie haben sich in Studium und Promotion mit chemischen Fragestellungen befasst. Wie kamen Sie eigentlich in die Unternehmensberatung?
Gleich zu Beginn meines Chemie-Studiums bin ich auf die Arbeit verschiedener Unternehmensberatungen aufmerksam geworden. Bereits damals lernte ich einige meiner heutigen Kollegen kennen. Ich ließ mich von ihrer Begeisterung für die Arbeit als Unternehmensberater anstecken – und diese Begeisterung hat mich danach nicht mehr losgelassen!

Heißt das, Sie sind direkt nach Ihrer Promotion zu A.T. Kearney gekommen?
Genau. Nach meinem kurzen Ausflug in die chemische Industrie und die Welt der Wissenschaft habe ich mich direkt nach Abschluss meiner Promotion entschieden, bei A.T. Kearney einzusteigen. Für diese Entscheidung waren neben einer starken Practice im Bereich Chemicals und Prozessindustrien vor allem die Menschen bei A.T. Kearney ausschlaggebend, die ich schon während des Studiums kennengelernt hatte.

Inwiefern spielt Ihr chemisches Fachwissen in der Beratung eine Rolle?
Ich berate verstärkt Kunden in der Chemischen Industrie. Dabei reicht der funktionale Schwerpunkt von der strategischen Neuorientierung über die Optimierung von Unternehmensfunktionen bis hin zu Transformationen nach Unternehmenszusammenschlüssen. Dabei ist es von großem Vorteil, wenn man die chemischen Prozesse und Abläufe kennt – ich sehe damit schnell, wo die entscheidenden Treiber liegen. Das schätzen meine Klienten sehr!


“Mit meinem Hintergrund in Chemie kann ich vermitteln, wenn Beratung und Wissenschaft Gefahr laufen, aneinander vorbeizureden.”

Carolina Neudeck, A.T. Kearney


Abseits Ihrer Chemie-Kenntnisse – gab es Situationen, in denen Ihr wissenschaftlicher Hintergrund bei ihrer Arbeit besonders hilfreich war?
Da fällt mir ein Projekt aus meiner Anfangszeit bei A.T. Kearney ein. Gemeinsam mit meinen Kollegen und unserem Kunden habe ich daran gearbeitet, die Entwicklungsabteilung des Kunden neu aufzustellen und zu optimieren. Alle Beteiligten waren hoch motiviert.
Nach einiger Zeit bemerkte ich allerdings, dass meine Kollegen und der Kunde oft aneinander vorbei redeten. Das lag daran, dass sowohl Berater als auch Wissenschaftler in einigen Punkten eine eigene Sprache sprechen. Somit benutzten sie manchmal die gleichen Worte, meinten aber unterschiedliche Dinge. Aufgrund meiner Zeit in der wissenschaftlichen Welt konnte ich die Sprache und Denkweise des Kunden gut verstehen, aber auch die meiner Beraterkollegen nachvollziehen. Für mich war es eine sehr schöne Erfahrung, genau an dieser Schnittstelle helfen zu können.
Wir haben dann gemeinsame Workshops und unter anderem einen ‘Sprachkurs’ organisiert – das hat wirklich Spaß gemacht! Das Projekt was sehr erfolgreich und sowohl der Kunde als auch das A.T. Kearney Team sind auf das Ergebnis sehr stolz.

Zurück zum Anfang: Wie lief der Bewerbungsprozess bei A.T. Kearney ab?
Nach einer klassischen schriftlichen Bewerbung wurde ich zum Interview in das Düsseldorfer Büro eingeladen. Die Interviewphase besteht bei A.T. Kearney aus zwei Interviewrunden, bei denen man Kollegen aus unterschiedlichen Rängen kennenlernt. Das waren für mich nochmal gute Gelegenheiten, A.T. Kearney auf Herz und Nieren zu prüfen. Ich habe sehr genau hingeschaut, ob sich mein Eindruck aus den ersten Gesprächen bestätigt.

Was würden Sie Interessierten raten?
Ich kann Interessierten nur raten, das zukünftige Unternehmen persönlich kennenzulernen. Das geht am besten bei einem Event oder aber auch auf Messen und kleineren lokalen Veranstaltungen. Dort findet sich immer die Gelegenheit, persönliche Erfahrungen auszutauschen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Arbeitsweise und ‘Tonlage’ des Unternehmens zu einem passen. Allen, die sich für eine Bewerbung entscheiden, rate ich außerdem: Schaut mit wachen Augen, wie der Bewerbungsprozess abläuft und wie die möglichen zukünftigen Kollegen miteinander umgehen. Oft ist man in dem Gedanken gefangen, dass es beim Interview vor allem darum geht, das Gegenüber von einem selbst zu überzeugen – aber das Gegenüber muss den Bewerber ganz genauso überzeugen!

Wie lief Ihr Berufseinstieg bei A.T. Kearney ab?
Gleich nach meinem Einstieg war ich auf einem Projekt vor Ort bei unserem Kunden und habe gemeinsam mit dem Team gearbeitet. Das Wichtigste habe ich also gleich vor Ort von meinen Kollegen gelernt – was durchaus eine Herausforderung war, aber auch genau richtig!
Neben dem ‘Training on the job’ gibt es auch gezielte Trainings für Neueinsteiger, die einen auf herausfordernde Situationen vorbereiten, die einen im Berateralltag erwarten können. Diese finden mit Kollegen aus allen Offices von A.T. Kearney statt – was super spannend ist, da man in Teams mit Kollegen aus Japan, Indien, Südafrika und Amerika arbeitet.


“Bei unserem jährlichen Frauen-Event ‘Women Career Lounge’ laden wir talentierte Studentinnen im Anschluss zum Interview ein.”

Carolina Neudeck, A.T. Kearney


Frauen im Consulting sind längst keine Seltenheit mehr, der Frauenanteil liegt aber selten bei mehr als 30 Prozent. Wie ist das bei A.T. Kearney?
Ich bin davon überzeugt, dass Teams mit einem ausgeglichenen Verhältnis von männlichen und weiblichen Kollegen die besten Ergebnisse erarbeiten. A.T. Kearney hat es sich zum erklärten Ziel gemacht, bei der Einstellung neuer Kollegen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis zu erreichen.
Mit unserem jährlichen Frauen-Event ‘Women Career Lounge’ versuchen wir zum Beispiel genau das zu erreichen. Dabei laden wir talentierte Studentinnen für zwei Tage zu uns ein. Sie erhalten nicht nur einen tiefen Einblick in unser Unternehmen, sondern bekommen verschiedene Skill-Trainings von unseren erfahrenen Beraterinnen. Außerdem können sie wichtige Kontakte knüpfen und den ersten Stein für ihren Karriereweg legen. Herausragenden Teilnehmerinnen bieten wir direkt im Anschluss an das Event eine Einladung zum Interview an. Die ‘Women Career Lounge’ ist eine wundervolle Möglichkeit, die Menschen hinter dem Namen A.T. Kearney näher kennenzulernen.

Wodurch hebt sich A.T. Kearney Ihrer Meinung nach von anderen Beratungshäusern ab?
Einige Aspekte meiner Arbeit bei A.T. Kearney, wie die Projektarbeit und Reisetätigkeit, sind sicherlich mit anderen Unternehmensberatungen vergleichbar. Es gibt jedoch durchaus große Unterschiede zu anderen Häusern. Für mich sind die Menschen und Kultur hier essentiell. Sie machen A.T. Kearney für mich aus. Meine Kollegen bedeuten für mich Inspiration, Rückhalt und Unterstützung. Ich hatte bei A.T. Kearney nie das Gefühl, mit dem Stereotyp ‘Berater’ konfrontiert zu sein, sondern immer mit echten Persönlichkeiten zu sprechen. Und das trägt jeden Tag zur Kultur A.T. Kearneys bei.


Carolina Neudeck, A.T. KearneyCarolina Neudeck, Jahrgang 1985, studierte an der TU München und der University of Bristol Chemie. Schon während des Studiums weckte der Bereich Unternehmensberatung ihr Interesse.

Im Sommer 2014 schloss sie ihre Promotion am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung erfolgreich ab und stieg bei A.T. Kearney ein, wo sie derzeit als Associate tätig ist.