Sarah Lämmlin über ihre Projekte sowie den besonderen Teamspirit bei Simon-Kucher & Partners

Sarah Lämmlin ist seit fünf Jahren bei Simon-Kucher & Partners

Sarah Lämmlin ist seit fünf Jahren bei Simon-Kucher & Partners

„Ich freue mich auf die nächsten Jahre“

Ein erfolgreiches BWL-Studium an der Universität Mannheim öffnet viele Türen. Sarah Lämmlin nahm die zu Simon-Kucher & Partners und bezeichnet das Unternehmen nach fünf Jahren als ihren Traumarbeitgeber. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt sie, wie sie zu dieser Einschätzung gelangte, wie sie den Teamspirit bei Simon-Kucher erlebt und warum fünf Jahre noch lange nicht genug sind.

Anfang 2016 stand ich fast am Ende meines Masterstudiums in BWL an der Universität Mannheim und habe mich gefragt, was ich jetzt nach meinem Studium tatsächlich beruflich machen möchte. Ich hatte verschiedene Praktika absolviert, verschiedene Industrien erkundet, aber nichts hat mich wirklich überzeugt. Bis eine Kommilitonin mir von ihrem Praktikum bei Simon-Kucher & Partners erzählt hat und ich mir dachte, da muss ich hin, das könnte was für mich sein. Denn Marketing hat immer zu meinen Lieblingsthemen in der Universität gehört. Da dies einer der Firmen-Schwerpunkte ist, wurde meine Neugier auf das Unternehmen geweckt. Zudem bestärkte mich der positive Erfahrungsbericht meiner Kollegin, die von dem besonderen Teamspirit und der guten Unternehmenskultur geschwärmt hat.

Start bei Simon-Kucher

Schon der Bewerbungsprozess hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Interview­vorbereitung ging leicht von der Hand und ich habe dem Tag förmlich entgegen gefiebert. Auch wenn die Gespräche durchaus herausfordernd waren, habe ich mich den ganzen Tag wohl gefühlt. Am Ende hatte ich das Gefühl, einen guten Platz gefunden zu haben, an dem ich lernen und mich entwickeln kann. Mein Eindruck war, dass Simon-Kucher ein Arbeitgeber ist, bei dem ich ohne Angst vor Fehlern lernen kann und wo ich gefordert und auch gefördert werde. Als ein paar Tage später die Zusage kam, habe ich keine Sekunde gezögert und ich habe mich einfach sehr gefreut, meine Karriere bei Simon-Kucher & Partners beginnen zu können.


Kein Tag war wie der andere, kein Projekt wie das vorherige, jeder Kunde immer wieder neu und spannend

Sarah Lämmlin, Simon-Kucher & Partners


Im Oktober 2016 bin ich im Frankfurter Büro eingestiegen und schon zwei Tage später ging es zu meinem ersten Projekt in die Schweiz. Das ist jetzt fünf Jahre her und wenn ich heute zurückblicke, bin ich beeindruckt, wie viel ich in dieser Zeit lernen durfte und wie stark das Unternehmen mich gefördert hat. Kein Tag war wie der andere, kein Projekt wie das vorherige, jeder Kunde immer wieder neu und spannend! Allerdings gibt es eine Konstante, die mich in den letzten fünf Jahren begleitet hat und das ist mein großartiges Team, verbunden durch einen einzigartigen Spirit. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich aktiv mitgestalten kann und nicht nur abarbeite. Schrittweise durfte ich dann immer mehr Verantwortung übernehmen und leite jetzt seit einiger Zeit selbstständig Projekte, was mir wirklich sehr großen Spaß macht.

Die Projekte und die tägliche Arbeit

Obwohl die Covid-19-Krise sehr viel an unserem Arbeitsalltag verändert hat, ist der Beratungsjob immer noch genauso spannend wie vorher – eigentlich sogar noch spannender. Ich bin Projektleiterin im Bereich Consumer & Retail und viele unserer Kunden befassen sich mit der Frage, wie die letzten Monate Konsumgewohnheiten langfristig verändert haben. Trends, wie die zunehmende Digitalisierung der Consumer Journey, haben sich noch weiter verstärkt und unsere Themen im Bereich Commercial Excellence sind so relevant wie nie, um sicherzustellen, dass Unternehmen langfristig profitabel wachsen. Wir stellen nachhaltiges Wachstum in den Mittelpunkt unserer Projekte, was die Zusammenarbeit mit unseren Kunden grundsätzlich sehr positiv beeinflusst. Jedes Projekt ist anders; gerade das macht den Beratungsjob so spannend.

Keine Routine, sondern Struktur

Es gibt zwar nicht die „typische Woche“ oder den „klassischen Tagesablauf“, aber es gibt doch eine Struktur, die sich wiederholt. Üblicherweise besteht ein Projektteam bei uns aus dem verantwortlichen Partner, einem Projektleiter und bis zu drei Consultants und Praktikanten. Am Anfang des Projekts besprechen wir die inhaltlichen Ziele des Projekts, den Zeitplan und die Rollenverteilung auf dem Projekt. Ich nehme mir auch die Zeit, mit jedem Teammitglied über seine individuellen Ziele zu sprechen. Es ist mir sehr wichtig, dass sich jeder während des Projekts weiterentwickeln kann und wir alle voneinander lernen.


Das Teammanagement ist nur ein Teil der Projektleiteraufgabe, der andere Teil ist die Interaktion mit dem Kunden

Sarah Lämmlin, Simon-Kucher & Partners


Meine Aufgabe als Projektleiterin ist es, dafür zu sorgen, dass das Team effizient arbeiten kann: Inhalte und Aufgaben zu strukturieren, Feedback zu geben, Dinge zu erklären und verschiedene Resultate zu einem roten Faden zusammenzufügen sowie diese dann wiederum mit unseren Partnern abzustimmen. Das Teammanagement ist jedoch nur ein Teil der Projektleiteraufgabe, der andere Teil ist die Interaktion mit dem Kunden. Je nach Projekt gibt es beispielsweise tägliche Check-ins mit dem Projektmanagement des Kunden, Workshops, die vorbereitet und präsentiert werden müssen. Darüber hinaus stimmen wir uns regelmäßig zu Projektstatus, Ergebnissen und den daraus abgeleiteten Empfehlungen ab.

Die Konstanten eines Tages

Der Tag beginnt üblicherweise mit der internen Abstimmung, welche Aufgaben erledigt werden müssen, wie wir im Zeitplan liegen und endet dann idealerweise abends mit einem kurzen Update, was geschafft wurde oder wo Feedback benötigt wird. Sowohl in der Mitte als auch am Ende des Projekts machen wir dann intern eine Feedback-Session, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder ihre Ziele erreichen. Vor Covid-19 sind wir natürlich viel zum Kunden gereist, wobei wir selten den Beratungsstandard „Montag bis Donnerstag vor Ort“ hatten, sondern immer mit dem Kunden abgestimmt haben, wie oft und wie lange wir vor Ort sein sollen. Manchmal waren das dann lediglich wenige Vor-Ort-Termine für Workshops, die restliche Projektarbeit fand dann gemeinsam in unseren Büros statt. Da wir auch hier darauf achten, häufig als Team zusammenzuarbeiten, können wir so auch immer wieder andere Büros und neue Kollegen kennenlernen. So ein enges Netzwerk hilft dann auch dabei, im Home Office als Team in Kontakt zu bleiben. Wir haben es geschafft, virtuell sehr gut sowohl intern als auch mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten. Trotzdem freue ich mich unglaublich darauf, wieder mehr persönlich mit meinen Teams und Kunden arbeiten zu können.

Unsere Projekte bei Simon-Kucher

Unsere Projekte haben normalerweise eine Dauer von drei bis fünf Monaten, wobei ich auch Projekte hatte, die nur vier Wochen gedauert haben und auch eines, das sich über insgesamt zwei Jahre erstreckt hat. Je nach Projekt begleiten wir verschiedene Projektschritte von einer Diagnosephase, um mit dem Kunden zu erarbeiten, welche Herausforderungen aktuell angegangen werden sollten, zu einer Lösungsentwicklung für verschiedene Herausforderungen oder auch im Endeffekt die tatsächliche Lösungsimplementierung.

Ein klassisches Projekt ist beispielsweise die Entwicklung eines neuen Preissystems für Konsumgüterhersteller. Viele Hersteller setzen ihre Preisempfehlung nicht aus Kundensicht, sondern basieren UVPs auf interne Faktoren wie beispielsweise Herstellungskosten oder Wettbewerbspreise. Wir stellen den Konsumenten in den Mittelpunkt der Preisarchitektur und bewirken so, dass der Preis auch den tatsächlich wahrgenommenen Kundenmehrwert widerspiegelt.

In so einem Projekt evaluieren wir im ersten Schritt die aktuellen Preissetzungsmechanismen und das Produktportfolio, um zu verstehen, welche Produktfaktoren eine Rolle in der Entscheidungsfindung für den Konsumenten spielen und die Wertigkeit des Produkts aus Konsumentensicht beeinflussen. Dafür führen wir oft Fokusgruppen durch, um zu verstehen, wie Kunden ein Produkt wahrnehmen und welche Faktoren aus Kundensicht wichtig sind – ist beispielsweise die Farbe eines Schuhs ein Werttreiber und wirkt ein roter Schuh wertiger als ein schwarzer? Ist es für Konsumenten wichtig, dass Nahrungsmittel eine sichtbare Bioklassifizierung haben? Und welche Rolle spielt die Marke in der Preiswahrnehmung und Zahlungsbereitschaft?

Fokusgruppen ermöglichen es uns, potenzielle Werttreiber zu identifizieren und diese dann in einer quantitativen Studie über viele Konsumenten hinweg abzufragen. Dazu benutzen wir klassische Marktforschungsmodelle wie beispielsweise Conjoint-Analysen und van-Westendorp-Modelle. Die Ergebnisse unserer quantitativen Market Research bilden dann die Grundlage für ein neues, wertbasierter Preissystem aus Sicht des Verbrauchers. Aber natürlich lassen sich mathematische Modelle nicht eins zu eins in neue Preise überführen, sondern wir arbeiten die Ergebnisse sorgfältig auf, simulieren diese zum Beispiel mit Hilfe von Preiselastizitäten und evaluieren den Effekt auf Umsatz und Gewinn des Unternehmens.

Steht das neue Preissystem, stellt sich die Frage nach der richtigen Umsetzung – nicht alle Preise lassen sich sofort implementieren und Gespräche mit dem Handel müssen vorbereitet werden, um sicherzugehen, dass die neuen Preise auch tatsächlich im Regal landen. UVP-Preisarchitekturen sind nur ein Aspekt von Pricing, den wir behandeln, aber ein Aspekt, den ich auch nach fünf Jahren wahnsinnig spannend finde, da es immer wieder neue Dinge über Produkte, Konsumenten und Gewohnheiten zu lernen gibt und sich sowohl Produkte als auch Konsumentenpräferenzen stetig verändern. Ein Werttreiber in Deutschland kann vollkommen irrelevant in einem anderen Land sein und daher ist es sehr wichtig, ein Preissystem immer auf die lokalen Konsumenten  anzupassen.

Andererseits können sich Konsumentenpräferenzen auch sehr ähneln: Für einen Kunden habe ich beispielsweise eine europäische Preisarchitektur für Kartoffeltiefkühlprodukte entwickelt. Einer der wichtigsten Werttreiber war die Knusprigkeit des Endprodukts. Kunden von Skandinavien über Polen bis nach Spanien waren sich einig, dass Pommes Frites je knuspriger desto besser sind. Eines meiner spannendsten Projekte war die Entwicklung eines neuen Preissystems für einen japanischen Hersteller von Haushaltsgeräten. Zu lernen, wie japanische Konsumenten Haushaltsprodukte wie etwa Reiskocher evaluieren und ihre Kaufentscheidungen treffen, war unglaublich spannend. Beispielsweise war es sehr wichtig, wie lange ein Reiskocher den Reis warm und feucht halten kann, da Reis üblicherweise nicht für jede Mahlzeit neu, sondern häufig vorgekocht wird und dann im Bedarfsfall natürlich nicht kalt und trocken sein sollte.

Internationalität bei Simon-Kucher

Viele unserer Projekte sind aber auch international ausgerichtet, wodurch das Projektteam unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse in die Lösungsentwicklung einbeziehen muss. Auch intern arbeiten wir oft als internationale Teams zusammen, aktuell begleite ich beispielsweise gemeinsam mit unseren Kollegen aus New York und Toronto einen kanadischen Kunden auf einem Projekt, das die USA und Kanada im Fokus hat. In den letzten fünf Jahren hatte ich Projekte in den USA, in Japan und quasi überall in Europa – in großen Metropolen wie Paris aber auch im tiefsten Schwarzwald. Das tolle an Projekten auf anderen Kontinenten ist, dass man auch wirklich etwas von seinem Projektstandort mitnehmen kann.


Simon-Kucher arbeitet sehr international: In den letzten fünf Jahren hatte ich Projekte in den USA, in Japan und quasi überall in Europa – in großen Metropolen wie Paris aber auch im tiefsten Schwarzwald

Sarah Lämmlin, Simon-Kucher & Partners


In Japan war ich beispielsweise immer einige Wochen am Stück – ich kannte das Land schon aus dem Studium und habe es sehr genossen, wieder dort zu sein. Dort habe ich mich auch immer bewusst gegen ein Hotel und für ein Apartment entschieden, wodurch ich ganz schnell das Gefühl hatte, ein Stück weit zuhause zu sein und nicht nur zu Besuch.

Meine Wochenenden habe ich dann damit verbracht, Tokyo zu genießen: Ich war wandern, bin an die Küste gefahren, habe Freunde aus dem Studium getroffen und eben an meinem Projekt gearbeitet. Aber auch Projekte in Deutschland haben mich an sehr spannende und schöne Ort geführt! Ich hatte beispielsweise ein Projekt im Schwarzwald, wo ich abends regelmäßig durch den verschneiten Wald joggen konnte – sehr, sehr schön. Und dadurch dass wir inzwischen 41 Büros in 26 Ländern dieser Welt haben, können wir uns fast überall ein Stück zu Hause in der „Simon-Kucher & Partners“-Familie fühlen.

Sarah Lämmlin, Familienmensch und gerne unterwegs in der Welt

Sarah Lämmlin, Familienmensch und gerne unterwegs in der Welt

Gerade dieser Mix aus verschiedenen Inhalten, Teams und auch Orten ist es, den ich so sehr an meinem Job mag. Simon-Kucher & Partners hat mich wirklich durch die Welt geschickt und ich kann es kaum erwarten, meinen Koffer für das nächste Abenteuer zu packen. Dadurch,, dass ich immer sehr regelmäßig Projekte im nahen und fernen Ausland hatte, hatte ich nicht das Bedürfnis, eine Rotation über mehrere Monate hinweg zu machen, auch wenn das bei uns sehr gut möglich ist.

Ein Einblick in meine Projektarbeit

Meine Aufgaben als Projektleiterin sind ähnlich divers wie die Projektorte, die ich im Laufe der Jahre besuchen durfte. Zu Anfang eines Projekts ist die Hauptaufgabe die Planung: Wie sieht die Zeitleiste aus, was soll wann gemacht werden, welche Workshops müssen vorbereitet werden, wer muss wann eingebunden werden?

Auch wenn eine detaillierte Planung sehr viel Arbeit macht und einem manchmal vielleicht unnötig erscheint, ist meine Erfahrung, dass sich die Vorbereitung lohnt, weil das Projektteam so einen besseren Überblick über den Status des Projekts hat und ich als Projektleiterin schnell reagieren kann, wenn ich merke, dass etwas in die falsche Richtung läuft.

Ein wichtiger Punkt am Anfang ist natürlich auch das Aufgleisen des Teams und des Kunden. Intern ist es mir wichtig, dass wir uns als Projektteam kennen lernen und individuelle Ziele für das Projekt besprechen – wie sieht die weitere Entwicklung aus, was möchte jeder lernen, was sind die Anforderungen und Erwartungen. Aber wir müssen natürlich auch unsere Kunden kennen lernen und abklären, wie wir über den Lauf des Projekts miteinander arbeiten.

Ein wichtiger Faktor ist hier die regelmäßige Absprache mit dem Projektteam des Kunden, um sicherzustellen, dass alle das gleiche Verständnis haben. Ist das Projekt einmal angelaufen, besteht ein Großteil meiner Arbeit daraus, Aufgaben vorzugeben und dem Team die nächsten To Dos und Schritte zu erklären. Andererseits muss ich auch bereits erledigte Aufgaben prüfen und Feedback geben. Meistens arbeiten wir bestimmten Workshops entgegen, sodass die Arbeit einzelner Teammitglieder dann in eine Gesamtstory verflochten werden muss. Nur Inhalte und Analysen aneinander zu reihen reicht da nicht, sondern die eigentliche Arbeit beginnt schon vor der ersten Excel-Analyse mit der Frage,, welche Hypothesen wir diskutieren wollen und welche Geschichte die Zahlen eigentlich erzählen. Dieser Prozess von verschiedensten Inhalten und Erkenntnissen, die am Ende in eine Gesamtgeschichte sowohl für den einzelnen Workshop als auch für das Gesamtprojekt gebracht werden, ist unglaublich faszinierend und macht sehr viel Spaß.

Auf meinem letzten Projekt habe ich über ein Jahr mit dem gleichen Kundenteam gearbeitet. Jeder Tag begann mit einem so genannten Stand-up, um zu besprechen, was die Aktivitäten des heutigen Tags sein werden, ob jemand Unterstützung braucht und wo wir im Gesamtprozess stehen. Das Projekt selbst lief über einen Zeitraum von mehreren Jahren, mit vielen verschiedenen Teams, von Marketing, Supply Chain und Finance zu den Sales- und Produktteams. Bei so großen Projekten ist die Abstimmung zwischen den verschiedenen Gruppen fast genauso wichtig, wie die eigentliche inhaltliche Arbeit, denn am Ende müssen alle Teile dieses großen Puzzles zusammen passen.


Jede Lösung muss individuell zugeschnitten und umsetzbar sein

Sarah Lämmlin, Simon-Kucher & Partners


Ein Faktor, der dabei unheimlich wichtig ist, ist die Fähigkeit, sich schnell in neue Inhalte hineindenken zu können. Was mir dabei sehr hilft, ist Probleme oder Herausforderung nie als Bedrohung, sondern immer als ein spannendes Rätsel zu sehen, für das man nur den richtigen Schlüssel braucht. Im Endeffekt lässt sich fast jedes Problem lösen, wenn man es sorgfältig zerlegt und die Ursache versteht. Denn eine Ursache lässt sich viel nachhaltiger verändern, als nur einzelne Symptome zu therapieren. Und die Lösung, die wir im Endeffekt finden, sollte immer die passende für den Kunden sein – Empathie ist hier sehr wichtig, um den eigenen Blickwinkel zu erweitern. Es gibt kein „one size fits all“ in unseren Ansätzen. Jede Lösung muss individuell zugeschnitten und umsetzbar sein.

Für mich sind das drei der wichtigsten Fähigkeiten eines Beraters – Neugierde, eine schnelle Auffassungsgabe und Empathie. Neugierde,, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen und Probleme nicht als Problem,, sondern als ein Rätsel zu begreifen. Eine schnelle Auffassungsgabe,, um den größeren Zusammenhang zu begreifen und Verbindungen zwischen einzelnen Herausforderungen und Erkenntnissen zu ziehen, die am Ende in ein Gesamtkonzept gebracht werden wollen. Und Empathie,, um sich sowohl intern immer wieder auf ein neues Team einzustellen, aber auch,, um extern mit dem Kunden gut zusammenzuarbeiten und individuelle Lösungsansätze zu entwickeln, die langfristig helfen.

Natürlich sind als Berater auch bestimmte fachliche Fähigkeiten sehr wichtig. Daher spezialisieren wir uns auch im Laufe der Karriere auf einen immer engeren Themenkreis. Aber auch für die Aneignung von Fachwissen ist es hilfreich, eine schnelle Auffassungsgabe und Neugierde mitzubringen, da es sich so besser lernt. Ich hatte beispielsweise ein Projekt, bei dem eine Aufgabe die Optimierung von Prozessen im E-Commerce war. Prozesse waren zu dem Zeitpunkt nicht unbedingt meine Spezialität und viele fachliche Themen wie z. B. die nachgelagerte Supply Chain waren auch Neuland für mich. Also war ich sowohl mit einer neuen Methodik – der Optimierung von Prozessen – als auch mit einem neuen Fachbereich (Supply Chain im E-Commerce) konfrontiert und musste mit dem Kunden aktiv eine Lösung erarbeiten.

In einem anderen Projekt habe ich ein Thema begleitet, was ich schon für viele andere Kunden bearbeitet habe: wertbasiertes Pricing. Nur war in diesem Fall der Kunde aus Japan und unser eher westeuropäisch orientierter Arbeitsansatz war sowohl für meine japanischen Kollegen als auch für unseren Kunden nicht passend. Stattdessen mussten wir hinter die Inhalte blicken,, um zu verstehen, welche Art der Kommunikation und welche Arbeitsweise für das Team optimal ist. So haben wir etwa unsere neue Preisarchitektur in Excel vorgestellt, so dass der Kunde für jeden Preis genau sehen konnte, wie der Preis berechnet ist. Dieses Dokument sah nicht besonders schön aus, sondern präsentierte lediglich klar die Fakten. Aber es war genau das, was der Kunde sehen wollte. Für mich war das erst sehr ungewohnt, da wir in meinen vorherigen Projekten die Ergebnisse immer schön aufgeräumt in PowerPoint präsentiert haben. Hätte ich in diesem Moment auf das Gewohnte zurückgegriffen, wäre unser Kunde nicht besonders zufrieden gewesen. Stattdessen habe ich mich auf die Bedürfnisse meines Gegenübers eingestellt und, auch wenn ich mich in der Situation erst unwohl gefühlt habe, habe ich schnell gemerkt, dass es die richtige Entscheidung war und unser Kunde war schlussendlich sehr zufrieden.

Die erfolgreichsten Projekte sind für mich die Projekte, wo wir als Simon-Kucher gar nicht mehr als Externe wahrgenommen werden, sondern wir als ein gemeinsames Projektteam zusammenarbeiten, das dem gleichen Ziel entgegenstrebt. Es ist unheimlich befriedigend, zu sehen, wenn Kunden unsere Lösungen wirklich annehmen und sich zu eigen machen. Das heißt für mich, dass wir wirklich nachhaltigen Wert geschaffen haben und unsere Lösungen nicht in der Schublade gelandet sind.

Der Arbeitgeber Simon-Kucher

Auch nach fünf Jahren ist Simon-Kucher & Partners mein Traumarbeitgeber. Es ist großartig, ein Teil dieses wachsenden, dynamischen Teams zu sein. Wir haben eine absolut einzigartige Kultur, in der man wachsen kann, ohne Versagensängste haben zu müssen. Meine Vorgesetzten haben immer sehr viel Vertrauen in mich gelegt; ich hatte vom ersten Tag an das Gefühl, aktiver Teil eines großen Ganzen zu sein, nicht nur abzuarbeiten, sondern aktiv zu partizipieren. Das beginnt damit, dass wir uns intern alle duzen – Praktikanten natürlich eingeschlossen – und hört damit nicht auf, dass auch Junior Berater mit Partnern auf Augenhöhe diskutieren. Das Tolle an Simon-Kucher & Partners ist, dass ich nicht nur auf Projekten viel beitragen kann, sondern es auch abseits des normalen Projektalltags Möglichkeiten gibt, sich einzubringen und dafür zu sorgen, dass wir uns als Firma weiterentwickeln. Dazu gehören etwa Akquise-Tätigkeiten und natürlich Recruiting-Aktivitäten wie Interviews oder Teilnahme an Workshops und Messen an Universitäten. Initiative zeigen ist gewollt Ich konnte aber auch eigene Initiativen vorantreiben und habe beispielsweise mit einigen wunderbaren Kolleginnen eine „Women in Consulting“-Roadshow aufgebaut, um Studentinnen für uns zu gewinnen. Eine weitere Initiative, die ich auch sehr toll finde, sind unsere Pro-Bono-Projekte. Sie sind ein fester Teil unseres Projektkalenders und interessierte Beraterinnen und Berater haben so die Möglichkeit, ihre Kenntnisse für soziale Initiativen einzusetzen.


Einmal im Jahr trifft sich die ganze Firma an einem Ort, um unser Worldmeeting zu feiern

Sarah Lämmlin, Simon-Kucher & Partners


„Team“ ist einer unserer Unternehmenswerte und wird sehr aktiv gelebt – sowohl auf der Projektteamebene über die verschiedenen Fachbereiche, als auch auf der gesamten Unternehmensebene. Einmal im Jahr trifft sich die ganze Firma an einem Ort, um unser Worldmeeting zu feiern. Ich weiß noch, wie ich das erste Mal dabei war: Damals haben wir uns noch im alten Bundestag getroffen und es war einfach ein unglaubliches Gefühl, die gesamte Firma in einem Raum zu sehen und zu erleben, was wir als Team im vergangenen Jahr alles geschafft haben und was wir für das nächste Jahr vorhaben. Das Worldmeeting ist nicht nur eine einzige Veranstaltung, sondern eine ganze Woche voller Networking, Weiterbildungen und mit viel Spaß. Traditionellerweise beginnen wir mit einem Fußballturnier, bei dem jeder Teilnehmer einen wirklich erstaunlichen Ehrgeiz entwickelt und der Simon-Kucher-Worldchampion gekürt wird. In den folgenden zwei Tagen treffen wir uns dann in unseren verschiedenen Divisions und natürlich als Gesamtteam zum Worldmeeting. Der krönende Abschluss ist dann unsere Weihnachtsfeier, die immer unter einem bestimmten Motto steht. Die letzte Weihnachtsfeier 2019 stand unter dem Motto „Our Galaxy: Today, tomorrow and beyond“ – wir haben mit Astronauten getanzt, funkelnde Drinks getrunken und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Und auch während der Covid-19-Pandemie haben wir es geschafft, ein virtuelles Worldmeeting abzuhalten, bei dem trotzdem der besondere Worldmeeting-Spirit in der Luft lag und ich mich sehr mit dem Team verbunden gefühlt habe.

Smells like teamspirit

Unser Teamspirit fällt mir immer wieder positiv auf – wir helfen einander und ich habe es noch nie erlebt, dass ich mit einem Problem alleine gelassen wurde. Wir sind füreinander da. Und auch wenn wir verschiedenste Charaktere im Team haben, so teilen wir doch die gleichen Werte und ähnliche Überzeugungen, wenn es darum geht, die besten Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Ich bin immer wieder fasziniert, was für interessante Persönlichkeiten für Simon-Kucher & Partners arbeiten. Für mich ist die Arbeit als Projektleiterin auch nach fünf Jahren mein Traumjob – sowohl durch die inhaltliche Arbeit und die Sinnhaftigkeit, die ich darin empfinde, langfristiges, gesundes Wachstum zu fördern, als auch durch das Team, mit dem ich arbeite – im einzelnen Projektteam sowie im ganzen Simon-Kucher & Partners Team. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieses wunderbaren Unternehmens zu sein und freue mich sehr auf die nächsten Jahre.


Sarah Lämmlin, Simon-Kucher & Partners
Sarah Lämmlin (29) ist 2016 bei Simon-Kucher & Partners eingestiegen und seit 2020 Manager in der Consumer Goods/Retail Practice in Hamburg. Sarah verfügt über einen Masterabschluss in Marketing & Finance der Universität Mannheim. In ihrer Freizeit wandert Sarah am liebsten in den Bergen, fährt Ski im Tiefschnee, segelt auf der Alster in Hamburg und backt leidenschaftlich gern Weihnachtsplätzchen mit ihrer Familie.