NaWis im Consulting: Der Biologe Daniel Reuß ist Managementberater bei A.T. Kearney

Dr. Daniel Reuß, A.T. Kearney

Dr. Daniel Reuß, A.T. Kearney

Den Dingen auf den Grund gehen: Daniel Reuß bei A.T. Kearney

Dr. Daniel Reuß sah seine Zukunft lange in der Pharmaindustrie – nicht ungewöhnlich, wenn man Biologie und Biochemie studiert hat. Nach Studium, Promotion und zwischenzeitlichen Jobstationen in Australien, der Schweiz und Japan entdeckte der 33-Jährige schließlich auf einem A.T. Kearney-Workshop eine ganz andere Arbeitswelt – und seinen aktuellen Arbeitgeber.

Es gibt sicherlich einige WiWis, die ihr Studium mit dem festen Ziel antreten, Unternehmensberater zu werden. Bei Naturwissenschaftlern und Ingenieuren dürfte dies eher nicht der Fall sein. Was war Ihr Ziel, Ihr Wunsch, als Sie das Studium antraten?

Managementberatung lag zu Beginn meines Studiums in weiter Ferne und war eigentlich nur etwas, das WiWis irgendwann einmal machen. Ich bin mit dem festen Glauben ins Studium gestartet, später einmal bei einem großen Pharma- oder Biotechunternehmen in der Forschung zu arbeiten. Neues entdecken und meinen Wissensdurst zu stillen, das reizt mich bis heute. Ein naturwissenschaftliches Studium und später ein Job in der Forschung war damit schon fast vorprogrammiert.

Wie sind Sie dann am Ende auf und zu A.T. Kearney gekommen?

Der erste wirkliche Kontakt mit Beratung kam tatsächlich durch A.T. Kearney zustande. Meine heutigen Kollegen haben damals während der Promotion einen Workshop an meiner Graduiertenschule veranstaltet. Es ging im Grunde darum, Managementberatung als potentielles Berufsbild für NaWis vorzustellen und wie die Arbeit in einer Beratung funktioniert. Mich hat sofort daran gereizt, dass zum einen sehr anspruchsvolle Aufgaben auf einen warten und zum anderen der Beruf auch sehr abwechslungsreich ist. Vier Jahre später habe ich dann bei A.T. Kearney den Berufseinstieg gewagt und bis heute keinen Augenblick bereut.

Bindeglied zwischen Beratung und Klient zu sein, Wünsche ins Technische und Machbare zu transformieren, dem Kunden fachlich auf Augenhöhe begegnen – das ist so in etwa, was NaWis und Ingenieuren in Beratungen nachgesagt wird. Stimmt das alles und wie würden Sie Ihre Rolle selbst interpretieren?

Im Grunde kann ich dem zustimmen. Mein naturwissenschaftlicher Hintergrund hilft natürlich ein erstes Vertrauen aufzubauen, wenn es zum Beispiel um Themen aus R&D (Research and Development, Anmerkung der Red.) im Pharma-Bereich geht. Ich denke auch, dass gerade dieses Fachwissen hilft, sich in solche Themen schnell einzuarbeiten. Ausschließlich als Bindeglied zwischen Beratung und Klient würde ich uns NaWis bei A.T. Kearney aber nicht bezeichnen. Wir sind alle Berater und werden als solche auch wahrgenommen.

Was haben Sie aus dem Studium mitgenommen, das Ihnen an jedem Tag in der Beratung hilft?

Striktes logisches Denken, um den Dingen auf den Grund zu gehen – das hat mir sowohl bei meinem Studium und der Promotion, als auch bei den Projekten als Berater geholfen. Außerdem übernimmt man während der Promotion bereits erste Verantwortung für sein eigenes Projekt und muss sich selbst gut organisieren. Diese Erfahrung hilft einem beim Start in die Beratung enorm.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Job und Ihrem Arbeitgeber – besonders im Gegensatz zu einer alternativen Karriere in Industrie oder Forschung?

Das spannendste an der Beratung ist für mich die Vielfalt an Themen und dass ich bei jedem Projekt etwas Neues dazulerne – und die Geschwindigkeit dabei ist enorm. Ich denke nicht, dass ich nach eineinhalb Jahren in der Forschung bereits so viele Erfahrungen gesammelt hätte wie jetzt in der Beratung. A.T. Kearney war von Anfang an dabei die richtige Wahl. Der Teamspirit hat schon fast etwas familiäres und lässt dich auch den anstrengendsten Projekttag gemeinsam im Team meistern.


Dr. Daniel Reuß, A.T. Kearney
Dr. Daniel Reuß, 33 Jahre, ist Managementberater bei A.T. Kearney in Berlin. Nach dem Bachelor in Biologie und dem Master in Biochemie und Mikrobiologie an der Georg-August-Universität Göttingen, promovierte er in Synthetischer Biologie. Seine große Leidenschaft ist das Reisen, wobei er sich mit Vorliebe kulinarischen Herausforderungen stellt – sei es Balut auf den Philippinen oder Durian in Thailand.