Es begann mit einem Kaffee

Cornelia Backes Projektarbeit Unternehmensberaterin A.T. Kearney Washington

Bei A.T. Kearney war Cornelia Backes in Washington beschäftigt

Von Washington nach Deutschland: Cornelia Backes wechselte den Kontinent, aber nicht den Arbeitgeber

Nach dem Stahlbad Finanzbranche suchte Cornelia Backes das berufliche Kontrastprogramm und arbeitete für Nonprofit-Organisationen. Bei der Projektarbeit wuchs der Wunsch, als Unternehmensberaterin tätig zu sein. Bei A.T. Kearney in den USA wurde aus der Idee Realität. Mittlerweile ist sie in Deutschland gelandet und blieb auch als junge Mutter dem Unternehmen treu. Im Erfahrungsbericht berichtet sie vom Wechsel und ihrer bisherigen Karriere.

Ich bin zwar in Deutschland geboren, allerdings sind meine Eltern mit mir schon als kleines Kind von München in die Mitte der USA ausgewandert, in den Bundesstaat Colorado. Nach Abschluss der High School und einem beschleunigten Bachelor-Studium an der Purdue University in Indiana, entschied ich mich, nach meinem Abschluss bei Morgan Stanley im Derivate-Bereich als Analyst zu beginnen. In dieser Zeit geriet der Markt in die Krise. Schlecht für die Branche, aber gut für mich, denn so bekam ich schnell die Chance, meine Fähigkeiten, komplexe Probleme zu lösen, neue Geschäftsbereiche zu analysieren und interne Prozesse zu verbessern, zu demonstrieren. Was ich am meisten an meiner Rolle schätzte, war die enge Zusammenarbeit direkt mit Kunden.

Nach einiger Zeit in der Finanzindustrie brauchte ich ein Kontrastprogramm und engagierte mich bei Nonprofit-Organisationen

Nach mehreren Jahren in der schnelllebigen Finanzindustrie, einer globalen Finanzkrise und zahlreichen prägenden Erlebnissen sehnte ich mich nach Erfahrungen in anderen Bereichen. Ich merkte, dass ich neben der Arbeit mit Team und Kunden, die Herausforderung, unternehmerische Fragestellungen zu lösen und Unternehmen zu verbessern, besonders liebte. Um eine ganzheitlich ausgerichtete Perspektive der Businesswelt zu bekommen, entschied ich mich für ein zweites Studium im Rahmen eines MBA an der Tepper School of Business der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania.

An der Business School interessierte ich mich für unternehmerische und strategische Themen. Zusätzlich wollte ich einen positiven Beitrag in meinem Umfeld leisten: Ich begann neben dem Studium direkt mit Nonprofit-Organisationen zusammenzuarbeiten, um ihnen zu helfen, Geschäftspläne zu entwickeln und Kapital zu beschaffen. So sammelte ich für einen neuen Botanischen Garten in Pittsburgh mehr als eine Million US-Dollar, um den Aufbau zu finanzieren, und definierte die strategische Ausrichtung einer anderen, innovativen Umweltorganisation neu. Durch diese Tätigkeiten bekam ich einen ersten Einblick, was es bedeutet, als Beraterin zu arbeiten. Ich fand die abwechslungsreiche, projektorientierte Arbeit sehr spannend, vor allem in Kombination mit der Herausforderung, Unternehmen direkt und nachhaltig zu verbessern.

Als MBA-Studentin hatte ich die Möglichkeit, Firmen im Rahmen verschiedener Recruiting events besser kennenzulernen. So kam auch der erste Kontakt über einen informellen “Coffee Chat” mit Beratern von A.T. Kearney zustande. Nach einem erfolgreichen Praktikum entschied ich mich für einen Festeinstieg bei A.T. Kearney in Washington DC.

Was mich während meines Praktikums bei A.T. Kearney auf persönlicher Ebene überzeugte, war das bodenständige und intelligente Umfeld meiner Kollegen. Zusätzlich finde ich die Verantwortung, die man bei A.T. Kearney als Berater ab dem ersten Tag hat, und das Spektrum der Einsätze, an denen wir arbeiten, spannend. Obendrein erschienen mir die Kultur und der Ansatz von A.T. Kearney von Anfang an freundlich, pragmatisch und lösungsorientiert. Da mein Mann selbst für ein großes Unternehmen tätig ist, war in unserer Familie schon immer abzusehen, dass örtliche Flexibilität wichtig sein würde. Mein Mann wurde dann tatsächlich von USA nach Deutschland versetzt. Ich war mir allerdings bei A.T. Kearney von Anfang an sicher, dass sich eine gute Lösung finden lassen würde: Ich kannte zahlreiche Kollegen, die sich in ähnlichen Situationen befanden, und die A.T. Kearney durch verschiedene Programme unterstützte. Und das ohne den üblicherweise erwarteten bürokratischen Aufwand und all das “Red Tape”. Somit konnte ich mit A.T. Kearney’s Global Mobility Programm einen Office-Transfer einleiten und von Washington DC in das Düsseldorfer Büro wechseln. Neben einem dauerhaften Transfer zwischen Ländern, wie es bei mir der Fall war, ist es bei A.T. Kearney genauso möglich, auch für kürzere Einsätze ins Ausland zu reisen. Dies würde ich auch jedem Berater zumindest einmal empfehlen.

Seit mehr als zwei Jahren bei A.T. Kearney befasse ich mich hauptsächlich mit strategischen Projekten, unter anderem in den Bereichen Konsumgüter und Handel. Große Themen in der Handels- und Konsumgüterindustrie ist derzeit die Digitalisierung, das Convenience-Segment und die Attraktivität des Angebots für Verbraucher. Letzteres bezieht sich beispielsweise auf das Anbieten von frischen Produkten wie Obst und Gemüse oder die Integrierung von Bake-Shops in Store-Konzepte. Die Herausforderung für unsere Kunden ist dabei, wie man aus operativer Sicht diese Konzepte am effektivsten betreiben kann. Interessant ist auch, dass sich diese Trends auf internationaler Bühne reflektieren, so dass sich meine Erfahrungen aus USA auch mit dem europäischen Markt kombinieren lassen.


“Durch die vielen Jahre in den USA erlebe ich Deutschland zum ersten Mal richtig – das ist aufregend und fast wie eine Auslandserfahrung!”

Cornelia Backes, A.T. Kearney


Nachdem ich den Großteil meines Lebens im Ausland verbracht habe, lebe ich nun zum ersten Mal richtig in Deutschland. Das ist für mich sehr aufregend, da es eher mit einer Auslandserfahrung zu vergleichen ist. Der Wechsel innerhalb A.T. Kearney verlief reibungslos – die Firmenkultur empfand ich als sehr konsistent zwischen den beiden Regionen. Meine Kollegen sind genauso offen, intelligent, bodenständig, hilfsbereit, kreativ und rundum sympathisch wie in der Vergangenheit auf der anderen Seite des Atlantiks. Allerdings gibt es doch ein paar konkrete Unterschiede zwischen den Arbeitswelten und dem täglichen Umgang. Insbesondere der Unterschied in der Kultur und der Mentalität bei unseren Kunden fiel mir zunächst am meisten auf. Der Umgang ist hier förmlicher, allein schon durch die deutsche Sprache, die den Unterschied zwischen “Sie” und “Du” kennt. Den Kontrast zwischen den USA und Deutschland finde ich persönlich als Frau weniger deutlich.

In meinem Privatleben wird es in Zukunft auch spannend bleiben: Ich bin Mutter geworden und mein Mann und ich freuen uns, unsere Zwillinge aufwachsen zu sehen. Nachdem der berufliche Wechsel von Washington DC nach Düsseldorf so reibungslos funktioniert hat, bin ich sicher, dass sich auch für meine persönlichen Belange zusammen mit A.T. Kearney die passende Lösung finden wird. Ich konnte mich bisher mit zahlreichen Kollegen austauschen, was Familienplanung auf professioneller und persönlicher Ebene bedeutet und welche verschiedenen Optionen es gibt.

Zusätzlich gibt es bei A.T. Kearney das “Women’s Network“, in dem ich mich mit Kolleginnen zum Punkt Familienplanung und weiteren Themen regelmäßig austausche. Ich plane auf jeden Fall zu A.T. Kearney zurückzukommen, um weiterhin spannende Aufgaben zu lösen und an interessanten Herausforderungen mitzuwirken.


Cornelia Backes, A.T. Kearney

Autorin: Cornelia Backes, A.T. Kearney

Cornelia Backes, 29, wuchs in den USA auf. Nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium an der Purdue University in Indiana und ihrem MBA Studium an der renommierten Tepper School of Business, Carnegie Mellon University, arbeitete sie zunächst als Finanz-Analyst, bevor sie noch in den USA zu A.T. Kearney stieß. Nach ihrem Wechsel nach Deutschland betreut sie aktuell strategische Projekte in den Bereichen Konsumgüter und Handel als Teil der Consumer Industries & Retail Practice, Strategy, Marketing & Sales Practice, und Operations Practice.