Expert Consultant Aljana Scharrer: “Beratung für Finanzwirtschaft ist mein Steckenpferd”

Langeweile war gestern – die Zeit nicht mit Standardtätigkeiten vergeuden - ein Erfahrungsbericht von Aljana Scharrer, Expert Consultant bei Cofinpro

Aljana Scharrer, Expert Consultant bei Cofinpro

Langeweile war gestern – die Zeit nicht mit Standardtätigkeiten vergeuden – ein Erfahrungsbericht von Aljana Scharrer, Expert Consultant bei Cofinpro

Nach Berufsausbildung und berufsbegleitendem Bachelor nahm sich Aljana Scharrer eine Auszeit von ihrem gewohnten Leben. Sie ging ein knappes Jahr nach Vancouver,  um zu jobben und herauszufinden, wohin ihre berufliche Reise weitergehen sollte. Jetzt ist Aljana Scharrer Expert Consultant bei Cofinpro – und berichtet in junior //consultant, wie es dazu kam.

Alltag ist in der Beratung ein Fremdwort. Es passiert immer wieder etwas Neues. Daher muss ein Berater am Puls der Zeit sein. Gerade jetzt, wo viele Unternehmen vor der digitalen Transformation stehen, ist das sehr herausfordernd. Aber genau das ist für mich das spannende an meinem Beruf.

Ich arbeite seit Juni 2016 für Cofinpro. Freunde und Bekannte haben mich auf das auf Banken spezialisierte Beratungshaus aufmerksam gemacht. Und ich hatte gleich ein gutes Gefühl, das sich in der Bewerbungsphase gefestigt hat. Damals lebte ich in Kanada. Die Ausbildung zur Bankkauffrau in der Tasche, ebenso das Studium in Business Administration und erste Berufserfahrungen, wollte ich herausfinden, was ich beruflich möchte. Bis dahin hatte ich drei Jahre meist das Gleiche gemacht, war im Kreditbereich hauptsächlich in der Kundenberatung tätig.


Die Finanzwirtschaft ist mein Steckenpferd, das kann ich, da fühle ich mich wohl, aber ich wollte nicht zurück in die klassische Linientätigkeit

Aljana Scharrer, Expert Consultant bei Cofinpro


Während der zehn Monate in Vancouver jobte ich für zwei Firmen, die Sanitärprodukte und Küchen herstellen. Ich war die Assistentin der Geschäftsführung – habe das Unternehmen auf Messen begleitet, Konzepte ausgearbeitet und auch mit Händlern verhandelt. Für mich war das bewusst eine Zeit des Abtauchens in etwas völlig anderes. Abstand gewinnen, das war wichtig für mich.

Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Themen aus der Finanzwelt fehlen. Schnell war für mich klar, dass ich in dem Bereich bleiben möchte, in dem ich meine Ausbildung absolviert habe. Die Finanzwirtschaft ist mein Steckenpferd, das kann ich, da fühle ich mich wohl. Ich wollte jedoch nicht zurück in die klassische Linientätigkeit, sondern Abwechslung und neue Herausforderungen. Und das bieten Unternehmensberatungen: immer neue Themen, arbeiten in wechselnden Teams und für verschiedene Kunden. Wer diese Abwechslung mag, ist in der Beratung genau richtig.

Seit September absolviert Aljana Scharrer ein berufsbegleitendes Masterstudium

Seit September absolviert Aljana Scharrer ein berufsbegleitendes Masterstudium

Ein ganz besonderer Kennenlerntag „vor Ort“

Cofinpro verhielt sich bei der Bewerbung sehr cool. Der klassische Ablauf dort ist ein Telefoninterview und dann ein Kennenlerntag vor Ort. Während das Telefoninterview aus Kanada natürlich kein Problem war, befürchtete ich Probleme wegen des persönlichen Erscheinens. Meine Sorge war unbegründet, denn Cofinpro bot mir einen Kennenlerntag per Skype an. Also habe ich am Bildschirm präsentiert und direkt im Anschluss die Zusage bekommen.

Das war toll – auch, weil nicht jede Firma so flexibel ist, wenn sich eine Bewerberin 8.000 Kilometer entfernt aufhält und nicht mal eben anreisen kann. Zudem war die Atmosphäre sehr locker, sehr unkompliziert und sehr familiär. Es ging alles ganz schnell – von der Bewerbung bis zur Entscheidung. Ich wusste rasch, woran ich bei Cofinpro bin.


Ich bin als Junior eingestiegen, wurde aber sofort als vollwertiges Mitglied akzeptiert und habe gleich in einem Digitalisierungs­projekt für eine große deutsche Bank mitgearbeitet

Aljana Scharrer, Expert Consultant bei Cofinpro


Das ist inzwischen zwei Jahre her, und ich habe meine Entscheidung keinen Tag bereut. Ich bin zunächst als Junior eingestiegen, merkte aber schnell, dass ich als vollwertiges Mitglied akzeptiert wurde. Ich konnte von Anfang an meine Ideen einbringen und habe gleich in einem Digitalisierungsprojekt für eine große deutsche Bank mitgearbeitet. Erst habe ich die fachliche Konzeption nur begleitet und unterstützt. Mit der Zeit übernahm ich eigenverantwortliche Aufgaben und wurde zum Ansprechpartner für den Kunden.

Seit August ist das Projekt abgeschlossen – ein sogenannter Sofa-Kredit, bei dem die Bankkunden von zuhause aus ganz schnell und unkompliziert Kredite beantragen und einen Werktag später das Geld auf dem Konto haben können. Wir haben also die Kreditbeantragung und -bearbeitung schneller und besser gemacht.

Ein solches Projekt mitgestalten zu können, am Fortschritt teilzuhaben, das macht mich stolz. Es ist ein tolles Gefühl, wenn alles abgeschlossen ist und das Produkt gut beim Verbraucher ankommt. Das ist für mich das Faszinierende an meinem Job. Beratung bedeutet, Menschen mitzunehmen und Veränderungen beim Kunden zu verankern.

Die Consultingbranche braucht Frauen

Natürlich ist die Beratungsbranche und auch die Finanzwelt nach wie vor eine Männerdomäne. Vielleicht liegt es daran, dass sich Frauen noch nicht so häufig dort sehen. Dabei sind gerade im Consulting Vielfalt und typische Eigenschaften von Frauen sehr wichtig, wie zum Beispiel soziale Kompetenz und Feingefühl in der Kommunikation. Ich habe bislang nicht die Erfahrung gemacht, aufgrund meines Geschlechts weniger akzeptiert zu werden. Stattdessen profitiere ich bei der Arbeit von gemischten Teams aus Männern und Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft.

Weil ich noch mehr dazulernen möchte, absolviere ich seit September ein berufsbegleitendes Studium. Mein Ziel ist der Master, spezialisiert auf Management und Digitalisierung. Das geht natürlich nur, wenn der Arbeitgeber diesen Wunsch fördert – und das macht Cofinpro. Denn Weiterbildung ist ein großes Thema bei uns. Das Unternehmen zahlt zwei Drittel meiner Studienkosten. Zudem darf ich mir für die Tage an der Hochschule Sonderurlaub nehmen, der zu meinen normalen Urlaubstagen hinzukommt.

Mir ist bewusst, dass die kommenden zwei Jahre nicht leicht werden. Ich werde neben meinem anspruchsvollen Job noch am Abend und Wochenende studieren. Aber wie schon den Bachelor mache ich auch den Master für mich. Ich mache das gerne. Und ich freue mich darauf, wieder zur Uni zu gehen. Das habe ich nie als anstrengend empfunden – im Gegenteil. Und mit Cofinpro als Arbeitgeber weiß ich auch, dass ich den Master schaffen werde.


Aljana Scharrer, Cofinpro
Aljana Scharrer, Jahrgang 1991, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Frankfurter Volksbank eG. Bis 2015 arbeitete sie an­schließend dort als Privatkundenberaterin und studierte berufsbegleitend Business Administration von 2012 bis 2015 an der Hochschule Mainz University of Applied Sciences.

Aljana Scharrer ist seit Juni 2016 bei Cofinpro und begann im September 2018 einen berufsbegleitenden Master-Studiengang mit dem Schwerpunkt Management und Digitalisierung an der FOM – Hochschule für Oekonomie und Management.