MBA bei INSEAD im Leave: Strategy& macht′s möglich

Johanna Lehner, Strategy&

Johanna Lehner ist seit 2013 bei Strategy& und absolvierte ihren MBA mit Unterstützung der Beratung

Managerin Johanna Lehner machte bei Strategy& im Leave den INSEAD-MBA in Singapur und Frankreich

Wenn man sich mit Johanna Lehner unterhält, zeichnet sich rasch das Bild einer polyglotten Weltbürgerin, die zwischen zwei Arbeitswochen auch mal spontan für ein verlängertes Wochenende nach Beirut fliegt. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt die 29-jährige Österreicherin, wie sie Fernweh und Consulting verbindet – und warum sie nicht nur den MBA, sondern auch ihren Job als bezahlte Ausbildung sieht.

Wenn ich mich nicht vor vier Jahren Strategy& angeschlossen hätte, würde ich jetzt wohl in Singapur leben und arbeiten. Denn eigentlich war mein Plan, nach dem Studium dorthin auszuwandern. Doch dann kam mir ein Job dazwischen, der mir so viel Spaß macht, dass ich ihn nicht mehr aufgeben wollte – und der mich sogar doch noch nach Singapur führte.

Doch der Reihe nach. Ich habe an der Johannes Kepler Universität in Linz BWL studiert und bin für ein Auslandsjahr an die Emory University nach Atlanta gegangen. Dort bin ich zum ersten Mal mit dem Thema Consulting in Berührung gekommen. Das Berufsbild des Beraters/der Beraterin wird dort schon sehr frühzeitig an die Studenten herangetragen. Zurück in Österreich begann ich dann während des Studiums Teilzeit bei einer Unternehmensberatung zu arbeiten, wusste aber schon, dass ich Linz nach dem Studium verlassen würde. Ich wollte international arbeiten, die Möglichkeiten waren im Ausland dazu deutlich besser.


„Die Teilnahme an der CIO Challenge 2012 ebnete meinen Weg zu Strategy&.“

Johanna Lehner, Strategy&


Zu Strategy& bin ich über einen Workshop gekommen, die CIO Challenge 2012 in Berlin, an dem ich als Absolventin teilgenommen hatte. Nach dem Event wurde ich zu Interviews eingeladen und habe den Auswahltag in Form eines Assessments absolviert. Vier Interviews an einem Tag plus eine Präsentation, in der man einen Case vorstellen und verteidigen muss. Ein harter Tag, doch am Ende dieses Tages hatte ich mein Jobangebot in der Tasche.

Inzwischen sitze ich manchmal auf der anderen Seite bei Workshops, zuletzt auf der Strategiekonferenz im Juni in Marseille. Die Strategiekonferenz ist eines unserer Flagship-Events und eine super Möglichkeit für Studenten und Absolventen, hautnah und unverfälscht Strategy&-Berater zu erleben und Einblicke in die Beratertätigkeit zu erhalten. Wir verbrachten drei spannende Tage zum Thema disruptiver Wandel und Innovation. Ich habe gemeinsam mit einem Team aus vier Studenten einen Case bearbeitet und anschließend präsentiert.

Solche Veranstaltungen sind eine tolle Sache und sehr praxisnah gestaltet – obwohl man in der Praxis natürlich mehr als die zwei Tage Zeit hat, um ein Projekt zu lösen. Sie ermöglichen ein sehr intensives, gegenseitiges Kennenlernen – man kann testen, ob Strategieberatung der passende Berufseinstieg ist und ob die Chemie stimmt. Das ist in der Beratung immens wichtig, wenn man manchmal zwölf und mehr Stunden am Tag eng zusammenarbeitet. Natürlich nutzen wir diese Veranstaltungen, um die herausstechenden Kandidaten für uns zu gewinnen – gerade jetzt hat in München eine neue Kollegin begonnen, die in Marseille an der Strategiekonferenz teilgenommen hatte.
Ich selbst habe im Januar 2013 als Associate bei Strategy& angefangen und bin sehr entspannt an die neue Aufgabe herangegangen. Ich war einfach offen und habe mir immer gedacht: Das ist eine bezahlte Ausbildung! In der Beratung lernt man einfach so wahnsinnig viel und ich wollte alles mitnehmen, was ich konnte. In den ersten Wochen war ich noch ‚on the beach‘. So nennen wir das, wenn man gerade kein eigenes Projekt bearbeitet – zu wörtlich ist das allerdings nicht zu nehmen. Ich hatte das Glück, tolle Mentoren zu haben, die mich von Anfang an unterschiedlichen Proposals, also der Anbahnung von Projekten, teilhaben ließen.

„Es hängt viel am ersten Projekt – wenn das erfolgreich ist, hat man gute Karten für die kommende Zeit.“

Johanna Lehner, Strategy&


Rückblickend war die Anfangszeit ohne Projekt sogar sehr positiv, denn ich habe in der Zeit jede Woche an einem anderen Thema gearbeitet und dadurch viele unterschiedliche Kollegen kennengelernt. Mein erstes eigenes Projekt war dann trotz einiger Wochen Anlaufzeit wie ein Sprung ins kalte Wasser. Es war im Consumer-Bereich angesiedelt und für einen der führenden Catering-Betreiber. Ich hatte es von einem Kollegen übernommen, der in den Urlaub ging. Es ging um riesige Datenmengen, ein echtes Mammutprojekt. Es war durchaus eine Herausforderung, sich in sehr kurzer Zeit in ein bestehendes Projekt einzuarbeiten – aber am Ende auch erfolgreich.

Danach war ich die folgenden zweieinhalb Jahre immer auf Projekt und nie mehr ‚on the beach‘ –  was ein guter Indikator für den Erfolg der Arbeit ist. Meiner Meinung nach hängt viel am ersten Projekt – wenn das läuft, hat man gute Karten für die kommende Zeit.

Nach anderthalb Jahren erlebte ich meine ‚Early Promotion‘, meine vorzeitige Beförderung zum Senior Associate. Ich nahm mir das zum Anlass, einen Monat unbezahlten Urlaub zu nehmen und Südostasien zu bereisen. Solche Leaves sind nichts Außergewöhnliches in der Beratung und werden gerne genommen, um sich eine längere Auszeit zu gönnen.


„Strategy& ermöglichte mir einen geförderten MBA bei der INSEAD in Singapur und Frankreich.“

Johanna Lehner, Strategy&


Johanna Lehner MBA

Johanna Lehner während des MBAs in Paris

Ursprünglich war ja mein Plan gewesen, nach dem Studium auszuwandern. Inzwischen waren zweieinhalb Jahre vergangen, der Job machte mir noch immer sehr viel Spaß und ich wollte ihn nicht mehr aufgegeben. Deshalb kam mir die Idee, dass ein MBA ein gutes Vehikel wäre, um eine Zeitlang ins Ausland zu gehen. Mit dieser Idee lief ich dann zu meinem Strategy&-Mentor – und offene Türen ein. Die Zusage zu einem verlängerten Leave bekam ich ebenso wie die, dass Strategy& die kompletten Studiengebühren übernehmen würde. Ich hatte mich für INSEAD entschieden, nicht zuletzt, da dies eine Top-Ausbildungsstätte ist und ich dadurch in zwei unterschiedlichen Ländern leben konnte.

Ich war insgesamt vier Monate in Singapur und sechs Monate in Frankreich. Jedes zweite oder dritte Wochenende haben wir Reisen unternommen und somit in dem einen Jahr zwölf Länder und mehr als 30 Städte besucht. Als ich nach diesem Jahr zurückkam, hatte ich gefühlt zehn Jahre an Erfahrung gewonnen. Damit meine ich nicht nur Wissen, das zu beruflichem Erfolg führt – ja, das tut es, denn ich wurde ein halbes Jahr nach meiner Rückkehr zur Managerin befördert.

Vor allem ist die Welt für mich wieder ein bisschen kleiner geworden. Ich werde in Kürze nach Indien reisen, weil mich ein Studienkollege zu seiner Hochzeit in Delhi eingeladen hat. Eine indische Hochzeit ist ein unglaubliches Erlebnis – das einem Ausländer normalerweise verwehrt bleibt. Mittlerweile genieße ich aber wieder das Leben in Österreich und Deutschland, vor allem die Nähe zu den Bergen in Österreich.

Strategieberatung ist kein nine-to-five-Job und bei Strategy& ist man der Überzeugung, dass Job und Privatleben in einem ausgewogenen Gleichgewicht stehen sollten. Arbeitszeitmodelle wie der Leave und flexible Präsenzregelungen sind tolle Optionen, das zu ermöglichen.


Johanna Lehner, Strategy&Johanna Lehner, Jahrgang 1988, hat an der Johannes Kepler Universität in Linz BWL studiert. Die gebürtige Österreicherin stieg nach der Teilnahme an der CIO Challenge bei Strategy& (damals noch Booz & Company) ein.
2016 machte sie während eines Leaves den MBA an der INSEAD in Singapur und Fontainebleau und kehrte im Februar 2017 zu Strategy& zurück.