Beraten in Australien: Mit Oliver Wyman nach „Down Under“

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Ein Jahr Australien: Constanze Windorfer wechselte den Kontinent, aber nicht den Arbeitgeber

Internationalität bei Oliver Wyman: Constanze Windorfers Weg nach Sydney

Constanze Windorfer ist Engagement Manager bei Oliver Wyman und wechselte im März für ein Jahr vom Münchner ins australische Büro nach Sydney. Wie es dazu kam, welche Schritte sie bis zum Abflug unternehmen musste und wie ihr neues Leben in Australien ist, verrät der Bericht über das Jobabenteuer der 30-Jährigen.

Als Beraterin ist sie es zwar gewohnt, regelmäßig für Kunden und Projekte in anderen Städten und Ländern unterwegs zu sein, Anfang des Jahres trat sie jedoch eine wesentlich weitere und längere Reise an: ein ganzes Jahr Sydney, Australien. Wie es dazu kam? Schon während des Studiums hatte Constanze die Idee, für einige Zeit in Australien zu leben. Doch hatte es sich damals nicht ergeben. Im vergangenen Jahr wurde sie dann zufällig für ein vierwöchiges Projekt nach Sydney geschickt und war von Anfang an begeistert. Erneut kam der Gedanke auf, einen längeren Aufenthalt in Australien ins Auge zu fassen. „Zu Australien habe ich zum einen eine besondere persönliche Bindung zum anderen war mein Vorhaben aber auch beruflich motiviert“, erzählt sie. 2012 kam sie zu Oliver Wyman und ist seither auf den Finanzsektor spezialisiert. Banken in Australien sind im Bereich Digitalisierung schon viel weiter als europäische Banken. Sie wollte Ideen und Erfahrungen sammeln, die ihr auch für ihre weitere berufliche Tätigkeit als Beraterin in Deutschland nützlich sein würden.

Der Wechsel ging schnell und unbürokratisch – und bei den Formalitäten gab es Unterstützung

Das Büro in Sydney ist kleiner als das Büro in München, dadurch arbeitet man aber auch an sehr unterschiedlichen Themen und hat einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Die Projekte sind spannend, sehr strategisch und viele beschäftigen sich mit den Themen Digitalisierung und Advanced Analytics. „Gleichzeitig ist mein Wissen rund um Bankenregulierung und Compliance, das ich in Europa erlernt habe, für australische Kunden sehr nützlich“, sagt Constanze. Die Kollegen in Sydney sind sehr eng mit den asiatischen Büros vernetzt. So bekommt sie nicht nur Einblicke in das australische Geschäft, sondern erfährt auch viel über die Projekte in asiatischen Ländern. „Der Transfer vom Münchner Büro nach Sydney war unkompliziert“, erinnert sie sich. Aus ihrem Freundeskreis weiß sie, dass ein Wechsel in anderen Unternehmen oft mühsam und sehr zeitaufwendig ist und am Ende teilweise gar nicht zustande kommt. Bei Oliver Wyman ging das alles sehr schnell und wenig bürokratisch. Constanze: „Ich habe ein Formular ausgefüllt, darin meine Motivation beschrieben und abgeschickt. Nach ein paar Wochen bekam ich die Zusage.“ Die zuständige HR-Abteilung hatte alles im Hintergrund organisiert, mit den deutschen und australischen Partnern gesprochen und alle notwendigen Einverständnisse eingeholt.

Da es sich um einen internen Wechsel handelt, musste sie keine Interviews führen – das klingt im ersten Moment normal, ist aber bei vielen anderen Beratungen anders. Nachdem sie grünes Licht bekommen hatte, wurde sie bei der Beantragung des Visums, bei ihren Steuern und der Buchung der Flüge unterstützt. Zusätzlich wurde ein Gespräch mit einem Mitarbeiter einer auf internationale Transfers spezialisierten Firma organisiert, der ihr viele Tipps zu Sydney und Themen wie Wohnungssuche und Krankenversicherung in Australien geben konnte. Constanze: „Für den Umzug hatte ich zwei Tage frei und bekam einen Transferzuschuss für Möbel und sonstige Umzugskosten ausgezahlt. Das Ganze ging wirklich schnell und einfach.“ Ende August hat sie ihre Bewerbung eingereicht, und bereits im Oktober die finale Zusage bekommen.

„No worries“ in Australien: Constanze hat in Sydney mit vielen gut gelaunten Menschen zu tun

Ende Februar ging es dann los. Die junge Beraterin hat sich längst gut in Sydney eingewöhnt. Sie hat es dort vorwiegend mit gut gelaunten und optimistischen Menschen zu tun. Ein weiterer Pluspunkt ist die Internationalität der Stadt. Allein im Oliver Wyman Büro gibt es Kollegen aus über 15 verschiedenen Ländern und nur etwa ein Drittel davon ist in Australien aufgewachsen. Ein typisches Phänomen für Sydney und seine Bewohner. Anders als zuvor, als sie fast jede Woche unterwegs war, da ihre Kunden in ganz Europa verteilt waren und sie nur wenige Projekte in München hatte, genießt sie es, in Australien weniger zu reisen. Die meisten australischen Banken haben ihren Hauptsitz in Sydney, daher sind viele der Projekte vor Ort.

Constanze Windorfer

Constanze Windorfer

Constanze ist dankbar, mit Oliver Wyman einen Arbeitgeber gefunden zu haben, der ihr diese Freiheiten und Perspektiven ermöglicht. „Ich kenne viele Kollegen, die einen Transfer in ein anderes Büro gemacht haben und beispielsweise aus Europa in eines unserer Büros nach Singapur, Hong Kong, New York oder Dubai gewechselt sind. Es ist nicht zwingend notwendig ins Ausland zu gehen, aber wer möchte, hat auf jeden Fall die Gelegenheit dazu. Meine Zeit in Sydney ist noch nicht vorbei, aber ich kann heute schon jedem nur dazu raten, diese Chance zu nutzen, die Perspektive zu wechseln und neue, spannende Erfahrungen zu sammeln.“