Erfahrungsbericht Mirijam Wiedenmann, Senior Business Consultant bei BearingPoint

Mirijam Wiedenmann verbrachte 13 Monate in Mexiko

Mirijam Wiedenmann verbrachte 13 Monate in Mexiko

Als Mirijam Wiedenmann vor gut einem Jahr gefragt wurde, ob sie Lust auf ein längeres Auslandsprojekt in Mexiko habe, musste die 29-Jährige nicht lang überlegen. Nach einem Auslandssemester in Chile und einem Praktikum in Spanien war sie bestens präpariert für das spanischsprachige Ausland – und erfüllte sich damit einen seit dem Studium gehegten Traum wie sie in ihrem Erfahrungsbericht erzählt.

Nach meinem Studium habe ich zuerst bei BASF als Supply Chain Analyst in einer Projektabteilung gearbeitet, bevor ich zu BearingPoint wechselte. Diesen Wechsel verdanke ich einem Abend mit Freunden, bei welchem ich meinen zukünftigen Chef kennenlernte, der auch mit ihnen befreundet ist. Seine kommunikative und offene Art, und vor allem, was er über seine Tätigkeit als Consultant berichtete, faszinierten mich. Ausschlaggebend war für mich, dass er nicht dem typischen Beraterbild entsprach, sodass ich den Schritt zu BearingPoint gewagt habe und mich immer noch sehr wohl fühle.

In den letzten Jahren habe ich bei diversen Projekten in unterschiedlichen Geschäftsbereichen und auf unterschiedlichen Positionen mitgearbeitet, so zum Beispiel bei einem ERP-Roll-out-Projekt, bei welchem für einen Automobilhersteller die Geschäftssysteme harmonisiert und in ein System integriert wurden. In einem anderen Projekt ging es um eine Auslagerung von Geschäftsprozessen an ein Shared-Service-Center sowie die Erstellung und Durchführung eines Trainingskonzepts.


Ich habe gemerkt, dass es im Umgang mit anderen Kulturen und Nationalitäten wichtig ist, das Eis mit Smalltalk zu brechen

Mirijam Wiedenmann, BearingPoint


Vor über einem Jahr wurde ich von einem Projektmanager gefragt, ob ich Interesse an einem Auslandsprojekt hätte. Bereits seit meinem Studium hatte ich den Wunsch gehegt, einmal im Ausland zu arbeiten, weshalb die Gelegenheit perfekt war. Nach einer Einarbeitung in die Template-Prozesse und die Projektvorgehensweise flog ich im Juni 2016 zum ersten Mal nach Mexiko für den Projekt-Kick-off und die ersten Workshops. In mehreren Projektphasen war die Einführung eines weltweiten ERP-Templates für alle Stand-orte des Automobilzulieferers vorgesehen. Ich war in der Region Nordamerika für die Template-konforme Einführung und Umsetzung der Vertriebs- und Versandprozesse zuständig. Für zwei Werke in Mexiko habe ich die länderspezifischen Unterschiede herausgearbeitet und stand dabei im ständigen Austausch mit der Projektzentrale in Frankfurt. Mein Team vor Ort bestand dabei aus zwei mexikanischen Consultants sowie mehreren Key-Usern.

Während der gesamten 13 Monate habe ich mit sehr vielen unterschiedlichen Kulturen und Nationen gearbeitet, allen voran mit Mexikanern, aber auch mit Amerikanern und Asiaten. Das Spannende an der internationalen Zusammenarbeit war natürlich auch die Kommunikation. Ich war die einzige Deutsche im Projektteam und wurde am Anfang als sehr streng und ernst wahrgenommen – weil ich sehr direkt zum Thema gekommen bin und keinen Smalltalk gemacht habe. Diese Erkenntnis half mir später, in jedes meiner Gespräche bewusst Zeit für Smalltalk einzubauen. Zum Teil wurden aus Arbeitskollegen im Laufe der Zeit gute Freunde. Diese Menschen waren ein sehr wichtiger Wohlfühlfaktor für mich und haben mir einzigartige Einblicke in ihre Kultur ermöglicht.

Meinen Freunden in Deutschland und auch meinem Vorgesetzten habe ich wohl das ein oder andere Mal zu viel von meiner Freizeit erzählt, denn viele gingen davon aus, dass ich jeden zweiten Tag am Strand unter Palmen Margarita trinke. Dies spiegelte meinen Auslandseinsatz allein schon deshalb nicht so ganz wider, da mein Projektstandort mitten in Mexiko lag – und damit mindestens sechs Autostunden vom nächsten Strand entfernt. Meine Auslandszeit war sehr spannend und lehrreich, doch nun freue ich mich auf Projekte in Deutschland, näher an Freunden und Familie, ohne Zeitverschiebung und mit neuen Herausforderungen.


Mirijam Wiedenmann, BearingPoint

Mirijam Wiedenmann, BearingPoint

Mirijam Wiedenmann, Jahrgang 1987, ist Senior Business Consultant bei BearingPoint. Nach dem Bachelor in Internationaler Betriebswirtschaftlehre in Furtwangen, dem Master in Logistics Management an der ESB Business School in Reutlingen, sowie Auslandssemestern in Vietnam und Chile, stieg sie 2013 ins Berufsleben ein. Januar 2014 erfolgte dann der Wechsel ins Consulting zu BearingPoint.