Inhouse Consulting weltweit bei SMC: Ein Erfahrungsbericht von Kai Hermsen

Kai Hermsen, Siemens Management Consulting

Kai Hermsen

Einstieg, Projekte und Karriere bei SMC: Ein Erfahrungsbericht von Kai Hermsen

Was ist die richtige Exportstrategie für elektrische Schaltanlagen von China nach Afrika? An dieser und anderen spannenden Fragen arbeiten Inhouse Consultants wie Kai Hermsen bei Siemens Management Consulting (SMC) auf der ganzen Welt. Was ihm diese Internationalität bedeutet und welche Aufgaben ihm interessante Abwechslung vom Berateralltag bieten, berichtet er in junior//consultant.

Seit 2011 bin ich bei Siemens Management Consulting als Strategieberater tätig. Meinen Einstieg habe ich direkt nach dem Master-Studium in den Niederlanden gefunden. Ich wollte einen Beruf ergreifen, der abwechslungsreich ist und mir täglich die Möglichkeit bietet, etwas Neues zu lernen. Nachdem ich erste Beratungsluft in einem Praktikum geschnuppert hatte, war die Entscheidung für den Beruf des Beraters schnell gefallen.

Meine Kollegen und ich beraten den Siemens Konzern in strategischen Fragestellungen. Bei einem so breit aufgestellten Unternehmen ist die Liste an potenziellen Fragestellungen quasi unbegrenzt: Wo liegen die Märkte der Zukunft? Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Was sind geeignete Strategien, um auch abgelegene Gesundheitszentren in Indien mit moderner Medizintechnik versorgen zu können? Wie können wir Städten helfen, gemeinsam gegen den Klimawandel anzugehen? Mit der letzten Fragestellung habe ich mich gleich aus verschiedenen Perspektiven beschäftigt. Im Rahmen meiner Masterarbeit untersuchte ich, wie sich Unternehmen für städtische Nachhaltigkeit engagieren können. Denn obwohl Unternehmen auch ein fundamentaler Teil der urbanen Gemeinschaft sind, ist deren Einfluss auf den sozio-ökologischen Kreislauf der Stadt wenig erforscht.

Nach meinem Start bei SMC konnte ich an diese Thematik anknüpfen. Ich war im Rahmen eines Projektes daran beteiligt, ein strategisches Konzept für den damals neu zu gründenden Sektor “Infrastructure & Cities” zu entwickeln. Das ist ein sehr spannendes Feld, insbesondere weil dieser Sektor ganzheitliche Lösungen für nachhaltige Stadtentwicklungen anbietet.

Diese Lösungen ermöglichen es öffentlichen und privaten Trägern im städtischen Umfeld, die Umgebung, in der sie sich befinden, nicht nur umweltverträglicher, sondern vor allem auch lebenswerter zu gestalten. Fasziniert hat mich dabei vor allem die Möglichkeit, an einem Thema zu arbeiten, welches mittelbar so vielen Menschen zu Gute kommt – schließlich leben weltweit inzwischen 70 Prozent der Bevölkerung in Städten. Daher ist die Aufgabe, diese lebenswerter zu machen, eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.


“Auch bei Projekten in Deutschland sind die Teams international aufgestellt.”

Kai Hermsen, Siemens Management Consulting


In einem weiteren Projekt, das mich sehr beeindruckt hat, ging es darum, eine Exportstrategie für elektrische Schaltanlagen aus einem Werk in China in verschiedene Länder Afrikas zu entwickeln. Dies bedeutete eine hohe Reisetätigkeit und viele interessante Erlebnisse während der viermonatigen Projektlaufzeit. Ich führte in Kenia und Ghana Gespräche mit dem Ziel, Vertriebspartner für die Geschäftseinheit zu rekrutieren. Ein Highlight war zum Beispiel die Einladung beim deutschen Botschafter in Ghana, der viele spannende Geschichten aus seiner diplomatischen Laufbahn erzählen konnte. Gleichzeitig galt es, die Kunden in Deutschland und China regelmäßig über den Projektfortlauf zu informieren.

Und auch wenn die Aufenthalte im Ausland meist nur von kurzer Dauer waren, so hatte ich doch stets die Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen. So hat man jeden Tag neue Erlebnisse, über die man sich gerne am „Office Friday“ am Ende der Arbeitswoche im Büro in München austauscht. Durch meinen Beruf bin ich viel auf Reisen. Meine Aufgaben haben mich bereits mehrfach nach China, Indien oder auch Afrika gebracht.

„Office Friday“ bei SMC: Hier sind Teamkompetenzen gefragt.

„Office Friday“ bei SMC: Hier sind Teamkompetenzen gefragt.

Ein ebenso großer Anteil der Projekte findet aber auch in Deutschland statt, dem Heimatmarkt von Siemens. Doch auch bei Aufträgen innerhalb von Deutschland sind die Teams international aufgestellt. Denn das Staffing ist meist international, das heißt an einem Projekt arbeiten oftmals Berater aus verschiedenen SMC-Büros. Das macht jede Aufgabe spannend und bereichert mich persönlich sehr. Überhaupt ist es die Teamarbeit, die mich stets aufs Neue begeistert und die zu den Gründen zählt, weshalb ich so gerne Consultant bin.

Zusätzlich bin ich in Rekruting- und Hochschulmarketingaktivitäten eingebunden. Die Workshops und Messen sind dabei stets eine willkommene Abwechslung zum Projektalltag und wir sind gerne vor Ort, um neue Kollegen für unser Team zu rekrutieren. Vor allem die Case-Lösungen der Studenten inspirieren mich dabei immer wieder aufs Neue – zum Beispiel bei der Entwicklung von neuen Strategien für elektrische Mobilität ist ihre Phantasie grenzenlos.

Seit einiger Zeit führe ich nun auch Auswahlgespräche – eine positive Erfahrung, die ebenfalls viel Abwechslung in meinen Arbeitsalltag bringt. Auf diese Weise kann ich die Zukunft von SMC ein Stück weit selbst mitgestalten. Auch nach zwei Jahren habe ich noch das Gefühl, fast täglich Neues zu lernen und immer wieder spannende Erfahrungen machen zu können. Deshalb kann ich die Beratertätigkeit jedem, der sich für einen Job mit viel Abwechslung interessiert, nur empfehlen.


Autor: Kai Hermsen, Siemens Management Consulting

Kai Hermsen, 30, arbeitet seit 2011 bei Siemens Management Consulting (SMC) als Strategieberater. Er studierte International Business an der Maastricht University und International Management and der RSM Erasmus University, Rotterdam. Vor seinem Studium absolvierte er eine Lehre zum Hotelfachmann in einem Fünfsternehaus.